hi.
die begriffe sind eigentlich schnell erklärt.
man kann bei geldpolitik grob in zwei methoden differenzieren:
zum einen gibt es passive geldpolitik, man spricht auch von regelgebundener geldpolitik.
diese geldpolitik ist offen, d.h. sie ist den marktteilnehmern bekannt.
zum anderen gibt es aktive geldpolitik, auch diskretionäre geldpolitik genannt.
diese ist den marktteilnehmern unbekannt.
besondere beachtung findet diese differenzierung in wirtschaftsmodellen bei den die erwartungen der marktteilnehmer eine rolle spielen. ein gutes beidpiel ist die neuklassische theorie. hier wird den marktteilnehmern rationale rwartungsbildung unterstellt, d.h. sie bilden erwartungen für zukünftige entwicklung unter ausschöpfung aller verfügbaren infos und setzen angebot, nachfrage und die preise derart, daß bei zutreffenden erwartungen die pläne bestmöglich erfüllt werden.
was passiert jetzt aber wenn der staat mit seiner geldpolitik in den wirtschaftsablauf eingreift?
passive geldpolitik ist den marktteilnehmern bekannt und bei einer solchen erwartungsbildung schon voll einkalkuliert. sie hat damit keinen überraschungseffekt mehr. man spricht auch von antizipierter (vorhergesehener) geldpolitik. sie ist real wirkungslos und produktion und unterbeschäftigung verharen auf ihrem natürlichen niveau.
aktive geldpolitik wird dagegen nicht antizipiert und hat somit einen Ü-effekt. sie kann somit reale wirkung haben.
die "überraschungsinflation" wird sich sicherlich auf den philipskurvenzusammenhang beziehen, wobei bei regelgebundener politik dieser ü-effekt eben nicht auftritt..?
naja, mußt mal gucken ob´s dir was bringt. die klausur ist bestimmt eh schon fertig..
mfg
tarantel