Hallo,
hier ein paar Lösungsansätze:
Handtuchspender mit weißen Papierhandtüchern auf Zellstoffbasis:
Rohstoffe
Bäume müssen gefällt werden, da es sich um weiße Papierhandtücher auf Zellstoffbasis handelt. Schwer nachwachsender Rohstoff.
Hohe Wasserverbräuche bei der Gewinnung der Tücher, z.B. waschen der Holzstücke, da vom Dreck gereinigt werden muss.
Abfallprobleme:
Es würde ein sehr großer Abfallberg entstehen.
Wenn man davon ausgeht das jeder Mitarbeiter und Angestellter ein Handtuch pro Händewaschen benutzt.
6500 Arbeiter * 3 = 19500 Tücher/am Tag
1500 Angestellte * 1,5 = 2250 Tücher/am Tag
Gesamtmenge pro Tag: 21750 Tücher !!!
Könnte zwar im normalen Hausmüll entsorgt werden, aber auch hier würde sich die Tägliche Menge drastisch erhöhen und die Abfallbeseitiungskosten würden sehr hoch ausfallen.
Abwasserbelastung:
Wäre hier in Deutschland wohl nicht sehr hoch, da eine Umweltfreundlich arbeitende Firma, dass gebrauchte Wasser wieder, in einem aufwendigen Verfahren innerhalb des Betriebes, aufbereiten würden.
Frischwasserverbrauch:
Großer Wasserverbrauch allein schon bei der Herstellung der Tücher.
Wasser kann zwar wiederaufbereitet werden, hängt aber von der Firma ab, die diese Tücher herstellt. Ich nehme an das z.B. in Polen immer wieder Frischwasser zur Gewinnung genommen werden würde.
Energieverbrauch:
Relativ hoch, da Bäume zerkleinert werden müssten, Waschvorgang, Walzen etc. Dann großer Energieverbrauch bei der Wasseraufbereitung allein schon für die Umwälzpumpen etc. Und zum Schluss bei der Entsorgung – sprich: Müllabfuhr – Heizkraftanlage.
Schadstoffemissionen in der Luft:
Hier würde ich sagen hält es sich im Mittelfeld. In Deutschland wohl eher sehr gering. Im Ausland sehr hoch. Hängt von der Firma ab.
Transporte:
Aus dem Ausland wäre es sehr lange Transportwege mit sehr großen Benzinverbrauch und hoher Abgasbelastung. Hier in Deutschland ebenfalls, da von Hamburg bis zum Bodensee auch eine sehr lange Strecke sein kann.
Handtuchspender mit Papierhandtüchern aus Altpapier:
Rohstoffe:
Geringe Belastung, da die Tücher aus Recycelten Papierabfall hergestellt worden sind. Hier sind keine Rohstoffe gefährdet – sprich: Bäume.
Abfallprobleme:
Auch hier würde ein sehr großer Abfallberg entstehen. Aber im Gegenzug zu den Papierhandtüchern aus Zellstoff, ist die Entsorgung relativ gut, da die Tücher dem Altpapier zugeführt werden kann. Daraus würden dann wieder Papiertücher gewonnen werden können.
Abwasserbelastung:
Hält sich in Grenzen, da Firmen das Wasser, welches zum Reinigen des Altpapiers benötigt wird, wieder aufbereiten. Es wird eine verhältnismäßig geringe Menge in die Kanalisation geleitet.
Frischwasserverbrauch:
Auch hier verhältnismäßig gering, wie oben schon beschrieben, wird gebrauchtes Wasser aufbereitet, zumindest hier in Deutschland. Trotzalledem wird Frischwasser zur Herstellung bzw. Reinigung benötigt und das in sehr großen Mengen.
Energieverbrauch:
Sowohl in der Herstellung, Aufbereitung, Transport im Mittelfeld.
Schadstoffemissionen in der Luft:
Wohl eher gering da der Rohstoff, ja schon fast fertig ist, d.h. das Papier muss nur noch gepresst und verpackt werden.
Transporte:
Hier fallen die Transporte vom Entsorgungsunternehmen zu Deponie an, sind in der Regel nicht weit. Aber von der Deponie zum Herstellungsbetrieb könnte länger sein. Und dann natürlich wieder zum Endverbraucher, mitunter sehr lange.
Handtuchspender mit Baumwollhandtuchrollen:
Rohstoffe:
Zur Gewinnung der Handtücher muss Baumwolle angebaut werden, welches meist im Ausland stattfindet. (wegen Wetterbedingungen, billigeren Arbeitskräften usw.) Dies ist ein ständig Nachwachsender Rohstoff, der aber intensiver Pflege, sprich muss mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt werden, da sehr anfällig.
Abfallprobleme:
Während der Herstellung so gut wie keine Probleme.
Während der Benutzung auch keine, da Wiederverwertet wird.
Entsorgung, wenn völlig kaputt, könnte über Stoffresteverwertung erfolgen, daraus entstehen z.B. Füllungen für Kopfkissen etc.
Abwasserbelastung:
Bei der Gewinnung der Baumwolle – Anbau – Ernte – hohe Belastung, da Pestizide verwendet werden, gelangen ins Grundwasser, da Anbaugebiet im Ausland liegt, zumindest kenne ich persönlich in Deutschland kein Anbaugebiet.
Auch während der Herstellung wird Frischwasser verbraucht, welches aber in deutschen Betrieben recycelt wird.
Frischwasserverbrauch:
Wie oben schon genannt, beim Anbau sehr hoch.
Während der Herstellung eher gering.
Energieverbrauch:
Während der Herstellung bzw. Gewinnung keiner, die Sonne macht’sJ.
Bei der Produktion, mäßiger Verbrauch, wenn man davon ausgeht dass die Baumwolle in Deutschland erst weiterverarbeitet wird.
Beim Transport fällt ein sehr hoher Energieverbrauch an, vom Flugzeug angefangen bis hin zum LKW der es weitertransportiert.
Bei der Benutzung äußerst minimal, da der Spender sehr Stromsparend arbeitet.
Schadstoffemissionen in der Luft:
Abgesehen vom Flugzeugtransport, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Baumwolle Importiert wird, um hier in Deutschland weiterverarbeitet zu werden, LKW Transport ist die Belastung für die Umwelt enorm.
Während bei der Aufbereitung sprich: Reinigung der Tücher, eher gering.
Transporte:
Wie oben schon beschrieben, viel zu hoch.
Warmlufthändetrockner:
Rohstoffe:
Sehr geringer Verbrauch, da das Gehäuse und evtl. das Innenleben aus Recyclebaren Materialien vom Schrottplatz besteht.
Abfallprobleme:
Abgesehen davon, wenn das Gerät mal defekt oder total kaputt ist, gibt es diesbezüglich keine Probleme. Man könnte das komplette Gerät Recyceln.
Abwasserbelastung:
Geringer Verbrauch bei der Herstellung, vielleicht mal zum Reinigen von diversen Teilen. Bei der Aufbereitung äußerst gering.
Frischwasserverbrauch:
Gering, sowohl bei der Herstellung als auch bei der Aufbereitung.
Energieverbrauch:
Einziger Manko an dieser Geschichte. Allein bei der Herstellung fällt ein sehr hoher Verbrauch an, Schrottteile müssen eingeschmolzen werden, mit starken Maschinen geformt werden usw.
Während der Benutzung, ebenfalls großer Verbrauch, da das Gebläse mit Strom versorgt werden muss und die Heizstäbe müssen sich dazu auch noch aufheizen. Bei der Aufbereitung, fällt auch ein hoher Verbrauch an.
Beim Transport hält es sich die Waagschale.
Schadstoffemissionen in der Luft:
Bei der Herstellung eher gering und bei Aufbereitung ebenfalls.
Transporte:
Vom Schrottplatz zur Fabrik – innerhalb der Fabrik – von der Fabrik an den Endverbraucher – für Reparaturen, die anfallen – bis hin zu Entsorgung des Altgerätes. Eigentlich sehr viel!!