Beiträge von wpbanker

    Ein anderes Wort für "effektive Verzinsung" ist auch Rendite - eben was am Ende "rauskommt".

    Das heißt, du vergleichst, wieviel Kapital du aufgewendet hast und was du dafür wieder "rausbekommst".

    Oder anders formuliert: beim effektiven Zinssatz sind Kosten u.a. Abzüge (z.B. Stückzinsen) berücksichtigt, die ja die Verzinsung drücken. Deshalb fällt der effektive Zins u.U. auch geringer aus.

    Ein einfaches Beispiel:

    Du legst dir X Anteile im Wert von 1000 € eines festverz. WPs in dein Depot. Die Depotgebühr berträgt 10 € p.a., das WP hat einen Nominalzins von 5% p.a. und es fallen sonstige Kosten für den Kauf von sagen wir mal 20 € an.

    Dann lautet die Rechnung für das erste Jahr:

    Zinsen: 1000 x 5% = 50 €

    50 € - 10 € - 20 € = 20 €

    20 € im Verhältnis zu 1000 € entspricht 2 %. Das heißt, du hast eine eff. Verzinsung für das erste Jahr von 2 %!!


    Alle Klarheiten beseitigt? ;-))

    CU,
    wpbanker

    3 Möglichkeiten:

    a) du zahlst weiter und bekommst später die vereinbarte Versicherungssumme (+ Überschussbeteiligung)

    b) du kündigst und bekommst den Rückkaufswert - die verlustreichste Variante

    c) es gibt inzwischen Agenturen die solche LVs aufkaufen; klar wollen die dabei auch was verdienen, aber du bekommst immer noch mehr als bei Variante b). Wurden sogar schon von plusminus bzw. WiSo getestet.

    Zum Thema LV und Altersvorsorge stehen übrigens etliche Seiten in der neuen FinanzTest.


    CU,
    wpbanker

    Hallo zusammen!

    Ich bin demnächst mit meiner Ausbildung zum Bankkaufmann fertig und möchte meinen Horizont mit einem Studium noch etwas erweitern.
    Dabei bin ich mir nicht so ganz im Klaren darüber ob BWL oder Wirtschaftsingenieur.
    Einerseits ist BWL ziemlich überlaufen - wie ich finde - andererseits, weiss ich aber zu wenig über den Wirtschaftsingenieur.

    Kann mir vielleicht jemand näheres über den Studiengang bzw. sehr gute FHs für dieses Fach nennen?

    Viele Grüsse!

    Ich schon wieder!

    Ja es stimmt, die Marketing-Strategien laufen auf Hoch-Touren. Vielleicht ist dass auch ein Grund warum die Leute die Finger davon lassen. Was aber auf keinen Fall heisst dass sie das sollten, denn:

    es gibt verschiedene Tarife von LVs, mit verschiedenen Verwendungszwecken, wie ich bereits erwähnte. Da gibt es zum einen die RLV - vorwiegend für Häuslebauer mit grossen Darlehen z.B. - die normale LV, um seine Familie abzusichern - die LV für BU und es gibt eben auch eine LV für die Rente, bei der NICHT der Hinterbliebenen-Schutz im Vordergrund steht, und deswegen auch bei der Berechnung eine bessere Rendite erzielen sollte.

    BUV und LV für Rente sind zwei Paar Schuh! Das darf man jetzt nicht verwechseln. Klar ist eine BUV wichtig, aber die nützt einem im Alter gar nix, wenn man nicht BU ist!


    Eine Frage: Was nützen mir bitte Pfandbriefe, Anleihen u.ä. wenn ich monatl. was auf die Seite legen will und jetzt keine paar Tausend übrig hab??????? Gar nix! Das ist nicht vergleichbar!!!!

    Die einzige Alternative zu einer LV ist, wenn man unbedingt mehr Rendite erzielen möchte, ein Fonds-Sparplan mit möglichst wenig Aktien-Anteil und überwiegend Rentenpapieren. Er sollte vorzugsweise eine lange Laufzeit haben, um ein mögliches Kursrisiko abzufedern. Aber merke: höhere Rendite heisst gleichzeitig höheres Risiko. So ist das Naturgesetz der Finanzanlage eben mal!


    Zum nachlesen bei der Verbraucherzentrale :

    http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/UNIQ1100604106…04/doc766A.html

    http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/UNIQ1100604106…4/doc5446A.html


    CU,
    wpbanker

    Zitat: "Eigentlich war ich immer der Meinung, das ist nur was für Leute, die nach jemandem schauen wollen, z. B. wenn man gebaut hat sollte man eine LV über die Kreditsumme aufnehmen, damit im Todesfall der andere nciht das Haus/Wohnung verliert."

    In solchen fällen macht man eine Risiko-Lebensversicherung (R-LV). Dabei kommt es nicht darauf an Guthaben anzusammeln, sondern ist eher wie eine KfZ-Versicherung zu sehen. Sie ist eben für den Fall der Fälle gedacht.

    Hier geht es aber ja wohl eher um eine LV für später. Also eine Rentenversicherung (heisst über all etwas anders).


    Zitat: "Ich denke, wenn mir jemand das Vergleichen und Suchen überhaupt ersparen könnte und mir die perfekt auf mich zugeschnitte LV präsntieren würde, würde ich sie schon abschließen."

    Wie wäre es, wenn du mal bei deiner Hausbank vorbeischaust? In den meisten fällen kann dir dort weiter geholfen werden. du kannst dort gemeinsam mit einem Berater deine Ziele und wünsche festlegen und dann gemeinsam nach der passenden strategie suchen. was nicht immer gleich heisst, dass du deswegen eine LV abschließen musst. Das hängt eben von dir ab. Was du willst, was du übrig hast, welches risiko du eingehen möchtest, wann du das Geld brauchst...etc.

    Bei einer Direktbank hat man da natürlich ein Problem. Deswegen rate ich von einer generellen Verlagerung seiner Konten zu einer Direktbank ab, denn spätestens wenn es um eine Hausfinanzierung geht, weiss man seine Hausbank zu schätzen!!!!! Oder kann hier jeder von sich behaupten, dass er die Sicherheiten, Finanzierungsmöglichkeiten, Grundbuch, etc. aus dem ff beherrscht??
    Es ist immer ein Geben und Nehmen. Das sollte man sich mal klar machen. Daher lieber mal ein klein wenig mehr Gebüh bezahlt und dafür einen kompetenten Berater zur Seite!


    Zitat: "Oh Schreck, wie faul bin ich (sind die Menschen) nur?!?!"

    sorry, wenn ich so direkt bin. aber das stimmt leider.Jeder schimpft das er nicht Genug Geld hat, aber die wenigsten denken darüber nach, wie sich das ändern könnte.

    Zitat:" Werde mich dann aber noch nächste Woche entscheiden. Ich denke ich tendiere zu einer risikoarmen LV mit jetzt noch kleinem Startbetrag (<50€/Monat), die man später aufstocken kann, falls es nach dem Studium einen Job geben sollte :-)."

    In meinen augen eine sehr vernünftige Einstellung. Genau dass habe ich für mich persönlich auch gemacht.


    Zitat: "Wonach selektiert ich meine Anlagen? Sicherlich nicht nach der aktuellen Steuerpolitik und der Treiberei der Banken und Versicherungen."

    Das ist auf jeden Fall richtig. Ich meine nur, wenn man sowieso in den nächsten Jahren beabsichtiht, eine LV abzuschließen, dann sollte man das eben jetzt noch tun, um sich die Steuer zu ersparen!

    Zitat:" Das der Bankkaufmann daran nicht viel verdient mag sein (Viel = interessante Definitionsfrage ;) ), "

    Damit man mal eine Vorstellung hat, was da so an Prov. fließt: Abschluss einer LV mit einer Versicherungssumme 50.000 € => Prov. 10 € und dass muss noch voll versteuert werden. Ist das etwa viel????

    Es ist richtig, dass in den ersten Jahren, der meiste Teil des Geldes in Gebühren und Prov. fliesst. dies ist aber auch als Schutz gedacht, dass die LV nicht für eine kurzfr. Anlage missbraucht wird. Danach fliessen ganz ordentl. Erträge. und man hat - egal was der Kapitalmarkt treibt - die bereits erwähnte min. Verzinsung. Welcher Banksparplan kann das bieten???

    Und noch etwas: sollte man sich mit seiner LV doch mal verkalkuliert haben und man braucht dringend das eingezahlte Geld zurück, gibt es inzwischen seriöse Agenturen, die solche Verträge aufkaufen. (Wurde bereits von WiSo getestet).


    Aber lasst euch nix aufschwatzen. Es bleibt jedem selbst überlassen, für was er sich entscheidet und wo er es abschließt (vielleicht nicht unbedingt bei MLP),

    Wichtig ist nur DASS ihr euch ünberhaupt mal Gedanken über die Zukunft macht und rechtzeitig vorsorgt.

    So das wärs!

    CU,
    wpbanker

    Hallo Andreas82!

    Als fast "Bankkaufmann" - Prüfung in 2 Wochen - bin ich fast schon etwas erstaunt, dass dieses Thema überhaupt jemand anspricht.
    Eines vorweg: Ich schreibe hier auf keinen Fall als Verkäufer, der jetzt unbedingt LVs an den Mann/die Frau bringen will.

    Ob ihr es glaubt, oder nicht als Bankkaufmann verdient man daran sowieso fast nix mehr. die großen Profite fahren da die Versicherungsvertreter ein.

    Eines der wichtigsten finanziellen Angelegenheiten - die RENTE - scheint in den Köpfen, gerade der jungen Leute, überhaupt keine Rolle zu spielen. Jeder schimpft über den Staat und dass es immer weniger Kohle gibt, doch kein Mensch kommt auf die Idee mal zu seiner Bank zu gehen und mal nachzufragen, was man denn dagegen tun könnte! Diese Erfahrung hab zumindest ich im letzten Jahr gemacht. Und damit steh ich nicht alleine da! Wirklich traurig.

    Also eines steht fest: es muss etwas für die eigene Rente getan werden. Ob dabei eine LV das richtige ist, muss jeder selber wissen. Wer sich jedoch dafür entscheidet sollte unbedingt noch 2004 eine abschließen, wegen der angesprochenen steuerlichen Veränderung!

    Wichtig: LVs haben eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung von 2,75%. Die sind jedem sicher, egal wie gut oder schlecht die Gesellschaft wirtschaftet. Der weitere Ertrag kann von der gewählten Variante abhängig sein.

    Dabei gibt es eine Überschussbeteiligung oder eine fondsgebundene-Variante. Bei der Überschussbeteiligung wird das Geld festverzinslich angelegt und man hat keinerlei Risiko. Anders sieht es da bei der fondsgeb. Variante aus. Hier wird das Geld zum Teil in Fonds investiert. Dies spricht für eine höhere Ertragschance aber natürlich auch für ein höheres Risiko.

    Noch als Tip: LVs müssen nicht 40 Jahre laufen. Man kann sich das Geld z.B. auch schon nach 20 Jahren auszahlen lassen. auch muss es keine immens große sein. Schon ab 10.000 € Versicherungssumme kann man eine abschließen.

    MERKE: Je eher man beginnt umso mehr springt später heraus. ausserdem kann man dann auch mit kleineren Beträgen (z.B. 20 € mtl.) eine sehr gute anlage tätigen.

    Auf jeden Fall rate ich JEDEM für seinen ganz persönlichen Bedarf ein angebot erstellen zu lassen.

    Bei Fragen könnt ihr mir gerne auch schreiben.

    Hoffe ich konnte alle Klarheiten beseitigen ;)

    CU,
    wpbanker

    Hallo Leute!

    Danke für die Bücher-Tips. Ich hab mich vorerst mal für den pd-Verlag entschieden (erschien mir als günstigste Lösung -da kam mir der amazon-Gutschein grad recht).

    Werd mich da mal ein bisschen reinlesen und dann mit Sicherheit noch den ein oder anderen Schmöker wälzen. Schreib dann wieder ein Feedback.

    Danke schon mal!

    Hallo miteinander!

    Ich bin bald mit meiner Ausbildung zum Bankkaufmann fertig und werde nächstes Jahr ein Wirtschaftsstudium an einer FH beginnen. Damit mein Gehirn in der Zwischenzeit nicht rost ansetzt, will ich mich schon mal ein bisschen einlesen.

    Kennt vielleicht jemand ein gutes Statistik-Buch für Einsteiger?

    Gruss aus Hof

    Ach ja und noch etwas, Cecile!

    Sei getröstet, hab auch nur 3,1 und werde mich nächstes Jahr auch um ein BWL-Studium schlagen - hab allerdings 8 Warte-Semester.

    Wäre schön wenn du mir (uns hier) von deinen Erfahrungen berichtest!!

    CU,
    wpbanker

    P.S.:Hey Strolch, dann nenn doch z.B. welche; damit ich die dann bei meiner Bewerbung gleich mal mit berücksichtige.

    Hallo Cecile:

    Das ist richtig: es gibt zwei Töpfe: der eine ist über die reine Note und der andere ist über die Note abzüglich Wartezeit. Dieser 2. Topf mit Wartezeit ist aber sehr klein: in Bayern werden nur 15 % der Plätze über die Wartezeit vergeben und - sorry - mit deinen 2 HJ hast du da kaum ne Chance wenn man da realistisch sein will. Ich würde es ausserhalb von Bayern an deiner Stelle probieren. da ist dieser zweite Topf nämlich größer, denke 25% oder so.
    Generell muss man aber sagen, dass jedes Jahr anders ist und es immer auf die Bewerber ankommt. Also: bewirb dich möglichst an vielen Orten gleichzeitig. Noch ein Tip: in Ost-Deutschland sollen die Grenznoten noch nicht so hoch sein, dafür die Qualität der Schulen aber genauso gut!!!

    LG,
    wpbanker

    Das stimmt Tekk. Gerade bei den Fhs wird das abweichend und unter Umständen von Jahr zu Jahr unterschiedlich gehandhabt.

    Aber generell läuft die Wartezeit, wie schon erwähnt, ab Schulabschluss

    CU,
    wpbanker

    Hallo Tekk!

    Ich muss dich leider korrigieren!
    Am Sa war Hochschultag bei uns in Hof und dort wurde ich folgendermaßen beraten:

    Die Wartezeit läuft ab Erreichen der Hochschulreife - bei mir mit bestehen des Abiturs - unabhängig davon was man danach gemacht hat (ausser Studium natürlich).

    Das heisst - ich hab Bund und dann drei Jahre Ausbildung zum Anrechnen - ich habe also insgesamt 8 Semester Wartezeit, die ich bei der Bewerbung für einen Studiumsplatz anrechnen lassen kann.