Hi Jens,
die Frage, woran ich Nicht-Kernkompetenzen erkenne, ergibt sich aus der Definition einer Kernkompetenz. Eine Kernkompetenz:
-generiert Kundennutzen / Mehrwert (ganz wichtig)
-ist unternehmensspezifisch, d.h. nicht nachahmbar
-nicht physisch greifbar oder handelbar
Da diese Faktoren nicht immer alle gleichzeitig erfüllt sind, wird eine etwas allgemeinere Definition oftmals verwendet: Kernkompetenz = alles was das Unternehmen besser kann als andere
Kernkompetenzen sind nicht zu verwechseln mit strategischen Geschäftseinheiten (SGE's). Diese lassen sich eher am HR oder in der Firmensatzung ausmachen.
Grundsätzlich sind Kernkompetenzen ein Grund, eine Make-Entscheidung zu treffen, es sei denn, die Kernkompetenz liegt außerhalb des Geschäftsfokusses oder blockiert zu viele Ressourcen bzw. der Mehrwert und der damit verbundene Mehraufwand können preislich am Markt nicht durchgesetzt werden´.
Weiterhin sollten Kernkompetenzen aufgrund der o.g. Kriterien langfristig Bestand haben und sich somit nicht ständig verändern. Ein ständiger Wechsel von angeblichen Kernkompetenzen deutet eher darauf hin, dass diese eigentlich gar nicht existieren, da z.B. kein Mehrwert für den Kunden besteht und dieser somit auch nicht bereit ist, mehr dafür zu bezahlen als anderswo.
Ich hoffe, dass hilft dir erstmal weiter! Ich habe jedenfalls jetzt meine letzte Prüfung zum Dipl. Betriebswirt geschafft - Studium adé. Werde aber dem Study-Board und natürlich meiner Seite bankstudent.de weiter treu bleiben.
Viele Grüße
Jens