Beiträge von Oeconomicus

    Interessante Frage! :D

    Zitat

    Original von Heskow

    Wenn das technische wissen zunimmt, dann muss auch die investitionsquote (Iinvestition dividiert durch den Output), die für einen konstanten Kapitalstock pro effektiver Arbeit nötig ist, zunehmen.

    Also empirisch ist dies nicht so, da die Sparquote oder ihr Gegenstück die Investitionsquote über einen sehr langen Zeitraum konstant ist!

    Aber, da du die Begriffe "effektiver Arbeit", "konstanter Kapitalstock" und "technischen Wissen" benutzt hast schließe ich daraus das du gerade versuchst dieses anhand eines Wachstumsmodells zu erläutern.

    Wachstumsmodell Solow-Romer: Denke daran das dort die Annahme der konstanten Sparquote, also auch die Konstanz der Investitionsquote zur Vereinfachung getroffen wurde.

    Wachstumsmodell Ramsey-Cass-Koopman: Dort kann die Investitionsquote variieren über lange Zeiträume.

    .....


    Grüße,
    Christian

    Hey,

    Zitat

    Original von Maja23
    Sollte der Staat wegen der hohen Arbeitslosigkeit Arbeitsplätze zu Lasten des Haushaltsdefizits schaffen?

    Das ist grundsätzlich eine Frage der wirtschaftspolitischen Gesinnung. Hättest diese Frage in den Anfangsjahren der Gründung der BRD gestellt hätten die Ökonomen dir diese Frage mit einem "Ja" beantwortet und hättest du irgendwann ab den 70igern gefragt, hätten dir die Ökonomen diese Frage mit einem eindeutigen "Nein" beantwortet.
    Bei unserem Kanzler ist das so eine Sache, am Anfang seiner Legislaturperiode hat er eher neoklassisch gehandelt und seit ein einigen Monaten scheint er wieder in Richtung des antizyklischen Handeln à la Keynes zu tendieren.
    Du siehst also, dass sich selbst die Ökonomen untereinander und die Politiker sowieso schon einmal gar nicht einig sind.

    Jetzt aber Schluss mit dem Gerede, jetzt wird’s ernst

    Wenn der Staat investiert...

    ... auf Kosten des Haushalts, also beispielsweise Kredit finanziert, hätte das auf dem Kreditmarkt schlimme Folgen, da der Staat durch seine Kreditfinanzierung den Marktzins nach oben treiben würde und somit Unternehmen die investieren wollen verdängen würde, da Investitionen die gerade noch rentabel sind durch den höheren Marktzins unrentabel werden. Also würde er durch seine Politik auch in der Wirtschaft existierende Arbeitsplätze vernichten.

    ...hätte das, wenn es auf Kreditfinanzierung beruht auch eine höhere Belastung der zukünftigen Generationen zur Folge, da Schulden die heute gemacht werden, morgen wieder zurückgezahlt werden müssen und das wohl oder Übel auf Kosten von Steuererhöhungen, was den Wirtschaftsstandort unattraktiver für Unternehmen also auch für Investitionen mache würde.

    ...hätte das eine erhöhte Staatsquote am BIP/BSP zur Folge. Einer der Probleme bei der Staatsquote ist, das es erstens nur eine Umverteilung des Geldes ist und des Weiteren die Lenkungsmechanismen des Marktes teilweise außer Kraft setzt, da nicht dort investiert wird wo es am rentabelsten ist, sondern wo man am Meisten Arbeitsplätze schaffen kann

    ...hätte, dass man kurzfristig (!!) eine erhöhte Inflation in Kaufnehmen müsste, was empirisch unter ceteris paribus die Phillips-Kurve hinreichend erläutert. Inflation kann dramatische Folgen haben, da möglicherweise die Flucht ins Sachkapital angetreten wird, auf jeden Fall sogar Allokationssysteme des Marktes nicht mehr funktionieren, usw...

    ... fragwürdig ist auch ob Investitionen seitens des Staates die Arbeitslosigkeit wirksam bekämpfen würde, denn der größte Teil der Arbeitslosigkeit entsteht auf struktureller Arbeitslosigkeit. Diese lässt sich mittel Investitionen in den Wirtschaftskreislauf nicht mindern. Friktionelle Arbeitslosigkeit, also Sucharbeitslosigkeit , und saisonale Arbeitslosigkeit so wie so nicht. Bei konjunktureller würde es helfen

    ....da könnte man noch so viele weitere Beispiele nennen.

    Letztlich ist es eine Sache der Abwägung!

    Aber der neoklassischen Sichtweise nach, die ich mich seitens der Staatsinvestitionen einmal anschließen würde, sind Investitionen seitens des Staates negativ zu bewerten.


    Zitat

    Original von Maja23
    Kann mir jemand die Konjunkturphasen anhand von S und I (sparen und investieren) ganz kurz erklären????

    Werde an dem Thema einmal ganz oberflächlich rangehen. Auf weitergehende Fragen versuche ich dann auch noch einmal genauer und tiefgründiger einzugehen

    Vereinfachte Annahme: Geschlossene Volkswirtschaft.

    Dort entspricht das Sparen den Investitionen. (ist eine definitorische Sache)

    Je mehr gespart wird, desto mehr kann investiert werden und desto mehr Wert kann in einer Volkswirtschaft generiert werden. (Boom)

    Je weniger gespart wird, desto weniger kann investiert werden, was natürlich zur Folge hat, dass weniger Wertschöpfung erfolgt. (Depression)


    Grüße,
    Chris

    Hey,

    Zitat

    Original von Maja23
    Sollte der Staat wegen der hohen Arbeitslosigkeit Arbeitsplätze zu Lasten des Haushaltsdefizits schaffen?

    Kannst du bitte einmal näher definieren, was du genau mit Arbeitsplätze "schaffen" meinst? Entweder durch Investitionen oder Anstellung beim Staat. Davon hängt entscheidend die Beantwortung der Frage ab.

    Zitat

    Original von Maja23
    Kann mir jemand die Konjunkturphasen anhand von S und I (sparen und investieren) ganz kurz erklären????

    Darauf gehe ich nach deiner Antwort genauer ein!

    Grüße,
    Chris

    Respekt, richtige Fleißarbeit... :D

    Ich denke die einzige Intention, bei einem Politiker der soetwas äußert, ist die Zweckgebundenheit des Solidarzuschlags und der Arbeitslosenversicherung zu umgehen und somit zumindest beim Bund die prognostizierten Haushaltsdefizite zu stopfen.

    Wäre schlimm, falls dieses so wäre und der Bevölkerung andere Gründer vekauft werden. Hoffentlich bleibt die Regierung bei ihrer momentanen Haltung, diesen Vorschlag seitens einiger Politiker, zu ignorieren. Aber wir haben da ja schon oft 180° Drehungen gesehen. Ich bin mal gespannt.

    Gruß,
    Christian


    @ Markus:

    Prinzipiell richtig, hast du noch gut aus deinem Erinnerungsvermögen herausgeholt. *g*

    Ich habe die Aufgabe nur mal kurz überflogen.
    Es geht hier doch um eine offene Volkswirtschaft, da kann man nicht einfach I=S setzen, denn damit würdest du die Dienstleistungen und Waren Ein- und Ausfuhren nicht berücksichtigen.

    Daher müsste schumpfine Recht haben mit ihrer Gleichung, oder?

    PS: Werde mir in den nächsten Tagen die Aufgabe noch einmal genauer anschauen und durchlesen, denn momentan habe ich gerade Besuch.

    Grüße,
    Christian

    Hey, ganz kurz gefasst:

    Zwischen Inflation und Wirtschaftswachstum gibt es eine positive Korrelation. Allerdings auch mit einigen Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen kann man abstrahierend diesen Zusammenhang festhalten. Bei einer beschleunigenden Inflation beschleunigt sich erfahrungsgemäß auch das Wirtschaftswachstum bis zu einem Punkt, an dem Inflation sehr ungesund für die Wirtschaft wird!

    Wirtschaftswachstum geht auch immer mit einem strukturellen Wandel in der Gesellschaft einher. Es werden andere Skills etc. benötigt. Bestes Beispiel um das empirisch zu belegen ist die wachsende Bedeutung des 3. Sektor Dienstleistungen,..) gegenüber den 2 Sektor (Industrie,..) im Zuge der Entwicklung nach der ersten Industriellen Revolution.

    Aus dem Strukturwandel folgt oft die strukturelle Arbeitslosigkeit, die u.a. damit begründet ist, dass Individuen in der Gesellschaft nicht, den wachsenden oder sich verändernden Bedingungen in einer arbeitenden Gesellschaft anpassen können.

    Hoffe, ich konnte dir ein Argumentationsstrang liefern, der für deine Zwecke in der Kürze genügt.


    Grüße,
    Christian :D

    Am Anfang meines Post erntest du erst einmal ein ganz dickes, fettes, breites Grinsen :D

    Warum in aller Welt sucht man nach einer Uni respektive Professoren, die Präferenzen zu irgendeiner politischen Richtung hegen?

    Dein Ziel als Politologe sollte es doch sein, dich kritisch mit allen möglichen politischen Richtungen auseinander zu setzen oder? ...und nicht nur mit dem konservativen und rechten Spektrum.

    Sorry, aber das versteh wer will, was für Intentionen du bei deiner Uni auswahl hast...

    PS: Bezüglich deiner Frage kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

    Grüße,
    Christian

    Hallo Leute,

    ihr habt ja garantiert auch von den Vorschlägen einiger Wirtschatsinstitute gehört, dass sie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags und eine Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung postulieren und als Gegenfinanzierung eine Mehrwertsteuererhöhung vorschlagen um die Binnenkonjunktur zu beleben.


    Artikel: [URL=http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4147506,00.html]Experten schlagen Erhöhung der Mehrwertsteuer vor[/URL]


    Was haltet ihr von der Idee? Darüber würde ich gerne mit euch diskutieren! :D


    Hier mal meine Sicht der Dinge:

    Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags sowie die Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung hätte eine Erhöhung des verfügbaren Einkommen zur Folge. Also wird jeder, egal ob Gut- oder Schlechtverdienender zunächst entlastet. Bis dahin schon einmal recht brauchbar, allerdings kommt jetzt der Harken an der Sache, meiner Ansicht nach. Durch die Gegenfinanzierung, also die Erhöhung der Mehrwertsteuer würde eher die schlechter Verdienenden unserer Gesellschaft belastet, da jeder Ökonom weiß, dass Individuen mit einem geringeren Einkommen eine höhere marginale Konsumquote aufweisen also im Verhältnis zu ihrem Einkommen mehr Kaufen als Besserverdienende. Und die Kaufkraft respektive die Binnennachfrage kann eigentlich nur stimuliert werden, wenn der Teil der Bevölkerung, die relativ mehr Ausgeben eine fiskalpolitische Erleichterung spüren. Dieses ist meiner Meinung nach durch die dann folgende neue Einkommensverteilung der Bevölkerung nicht der Fall!

    Fazit: Diese Maßnahmen würden aus meiner Sicht nicht zur Belebung der Binnenwirtschaft beitragen, da es lediglich eine Einkommensumverteilung darstellt!


    Grüße,
    Christian

    Zitat

    Original von Seppl1980
    Kann mir jemand bei den folgenden Fragen einen Denkanstoß geben?

    1) Welche Instutitionen führen Prognosen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung durch und in welcher Form der wirtschaftpolitischen Beratung?

    Wirtschaftsprognosen führen sämtliche Wirtschaftsforschungsinstitute (z.B. IWH, IFO....) durch, sowie der Sachverständigenrat und die Bundesregierung selbst.

    Zitat

    Original von Seppl1980
    2) Wie sollte die Bundesregierung generell auf erstellte Prognosen reagieren?

    Manche Regierungen sind sehr Instituthörig und andere wiederum nicht. Das kann man nicht pauschal beantworten. Aber grds. ist eine stabile, transparente und konstante Wirtschaftspolitik angebracht, ist allerdings auch eine Frage der Wirtschaftsphilosophie.

    Zitat

    Original von Seppl1980
    3) Was spricht für alternative Gutachten?

    Meistens die politische Unabhängigkeit und die Neutralität gegenüber der jeweiligen Regierung, zudem sind viele Prognosen zusammengenommen aussagekräftiger hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung, da jedes Wirtschaftsforuschungsinstitut ander Verfahren zur Berechnung heranziehen.

    Zitat

    Original von Seppl1980
    Danke euch im Voraus

    Kein Ding, hoffe ich konnte dir helfen!

    Grüße,
    Christian

    Hey,

    Kundenanzahlungen haben Finanzierungseffekt (quasi zinsloser Kredit). Daher besteht ein geringer Kapitalbedarf, durch die Subsitution durch den Finanzierungseffekt, der durch die Kundenanzahlungen entstanden ist.

    Lieferantenanzahlungen einen sind das genaue Gegenteil. Daher wird der Kapitalbedarf ausgeweitet.

    Hoffe ich konnte helfen...

    MfG,
    Chris

    Hey,

    interessantes Thema, über was du da schreibs! Supply-Chain-Management gewinnt ja immer mehr an Bedeutung! Halte uns mal am Laufenden. :D

    Viel Spaß hier, bin zwar auch seit ein paar Tagen dabei, aber herzlich willkommen!

    Gruß,
    Christian

    Zitat

    Original von uN-PRawn
    1. Warum ist der wirtschaftspolitische Keynesianismus nicht bei strukturellen Arbeitslosigkeit wirksam um Vollbeschäftigung zu erreichen?

    Der wirtschaftspolitische Keynesianismus muss durch den Staat mit einer expansiven Geldpolitk betrieben werden.Da aber bei struktureller AL der Staat eine restriktive Geldpolitk betreibt schließen sich beide Möglichkeiten im vorherein aus.

    oO wenn das mal net rausgewurschtelt ist^^

    Allerdings rumgewurschtelt, aber die war auch nicht ganz ohne die Frage.

    Also, die im keynesianismus betriebene antizyklischen Investitionen des Staates helfen bei struktureller Arbeitslosigkeit nicht, da die Arbeitslosigkeit strukturell begründet ist, d.h. beispielweise fehlende Qualifikation des Arbeitslosen. Somit kann diese Art der Arbeitslosigkeit nicht durch mehr Investitionen bekämpft werden.

    Zitat

    Original von uN-PRawn
    2. Bei welcher "Gattung" der wirtschaftspolitischen Theorie steht eine monetäre Ausgestaltung der Wirtschaftspolitik im Vordergrund und nennen sie einen Hauptvertreter! Verstehe die Frage gar nicht *grummel*

    Monetarismus (das hattest du mich oben noch gefragt) . *g
    Einer der Hauptvertreter war Miltion Friedman.

    Trés bien!

    Zitat

    Original von uN-PRawn
    4. Was versteht man unter friktioneller Arbeitslosigkeit und wie lässt sich diese von der saisonalen abgrenzen. Bitte nennen sie jeweils ein Beispiel!

    Friktionelle AL ist die z.B. die Zeit zwischen Schule und Arbeit. Die Saisonale AL ist an Jahreszeiten gebunden. Hier könnte man den Bademeister als Beispeil aufführen. Der Unterschied besteht also darin das bei der friktionellen schon Arbeit in aussicht ist und diese AL jederzeit sein kann, während bei der Saisonellen man an feste Zeiten gebunden sit hierfür.

    Auch recht gut beantwortet, allerdings kannst du die fristionelle Arbeitslosigkeit nicht mit einem Beispiel definieren. Sag einfach "Sucharbeitslosigkeit" und schon hat sich die Sache.

    Zitat

    Original von uN-PRawn
    5. Was sind 1-Euro-Jobs und wie soll seitens der 'Agentur für Arbeit' Lohndumping verhindert werden?
    1-Euro-Jobs sind auf Empfänger des Arbeitslosengelds 2 beschränkt. Ein Lohndumping kann somit ausgeschlossen werden. (glaube ich *g*)

    Recht kurz gefasst.
    Das mit dem eventuellen Lohndumping überleg dir noch einmal differenzierter. *g


    Grüße,
    Christian

    a) Der Output dieser Produktionsfunktion ändert sich gemäß der partiellen Produktionselastizität des Faktors R1. Dieser beträgt 1/3, d.h. das bei einer partiellen Faktorvariation R1, bei einer infinitesimalen Änderung des Faktors R1, der Output eben um diese Prozentzahl wachsen würde.

    b) Cobb-Douglas-Produktionsfunktion

    c) Dann setzten wir den Faktor R1 jetzt noch einmal konstant

    f( R1 ; 8 ) = 1/2 * (R1 hoch 1/3) * 4

    Kostenfunktion

    k = r1*p2 + r2*p2
    k = r1*2 + 40

    k(variabel) = 2
    k(fix) = 40
    k(durchschnitt) = (r1*2 + 40) / r1
    k(grenz) = 2


    MfG,
    Christian

    Zitat

    Original von uN-PRawn
    hmpf irgdwie verstehe ich das immernoch nicht.
    3) Der Emittent von Schuldverschreibungen, also die EZB, schöpft also von der Geschäftsbank Geld ab. Die Geschäftsbank vergibt quasi ein Darlehen, wobei die Liquiditätsposition der Geschäftsbanken sinkt.

    Die EZB gibt praktisch ein Darlhen raus was billiger ist als das der Geschäftsbanken womit die Darlehen der Geschäftsbanken nciht mehr so nachgefragt sind und somit bei der nächsten verhandlung weniger Geld von der EZB gefordert wird udn somit dann weniger Geld im Umlauf. 8o
    hm ne das bekomme ich noch nicht auf die Reihe.
    Achja *g*
    Wenn du lust hast mir ein paar Fragen zu dem Thema zu stellen um mich etwas zu prüfen...

    Nein :D

    Also dieses Instrument wird eingestzt um den Banken Liquidität abzuschöpfen, wenn die Geschäftbanken eigentlich genug eigene Liquidität haben. Die Schuldverschreibungen werden nicht einfach "auf" den Markt geworfen, sondern nur gegenüber den Geschäftsbanken ausgegeben. Dadruch wird auch klar, warum die Liquiditäztsposition der Geschäftsbanken sinkt.
    Das Instrument verwendet die EZB eigentlich nur, wenn die Geschäftsbanken nicht mehr auf die anderen Instrumente reagiert, weil sie darauf nicht angewiesen sind aufgrund der schon hohen Liquidität.


    Zitat

    Original von uN-PRawn
    Naja ich könnte ja mal versuchen zu Antworten. Aber bitte nicht zu mathematisch da dieser Teil wohl nicht in meiner Prüfung drankommt. Hartz 4 und das alles hab ich auch dauf (glaube ich) im Prinzip wird Keynesm, Geldpolitk und Arbeitslosigkeit geprüft. Bin echt mal gespannt wie das läuft.

    Naja, kann ja mal ein paar Einstiegsfragen stellen. :P
    Nicht entmutigen lassen, will dich ja ein bißchen fordern.

    1. Warum ist der wirtschaftspolitische Keynesianismus nicht bei strukturellen Arbeitslosigkeit wirksam um Vollbeschäftigung zu erreichen?

    2. Bei welcher "Gattung" der wirtschaftspolitischen Theorie steht eine monetäre Ausgestaltung der Wirtschaftspolitik im Vordergrund und nennen sie einen Hauptvertreter!

    3. In wiefern kann das EZBS als unabhängig gegenüber politischen Einflüssen bezeichnet werden.

    4. Was versteht man unter friktioneller Arbeitslosigkeit und wie lässt sich diese von der saisonalen abgrenzen. Bitte nennen sie jeweils ein Beispiel!

    5. Was sind 1-Euro-Jobs und wie soll seitens der 'Agentur für Arbeit' Lohndumping verhindert werden?


    Viel Spaß mit den Fragen!
    Kannst ja kurze Antworten hier reinstellen, damit ich mal sehe, wie gut du es schon drauf hast.

    Gruß,
    Chris

    ihk

    Hey,

    also die persönliche Auflistung der 200 größten Großhandelsgesellschaften kannst du dir eigentlich abschminken, denn es gibt so viele Branchen, innerhalb dieser noch unzählig mehr Unternehmen und das in ganz Europa.

    Zudem ist die Umsatzstärke auch noch ein schweres Maß, da man eigentlcih fast unmöglich diese Informationen im Web findet. Wenn es nach Marktkapitalisierung von Großhändlern gegangen wäre, würde die ganze Sache schon mal anders aussehen. Aber so...naja.

    Hier mal ein paar Tipps:

    Versuche mal beim Statistischen Bundesamt, vielleicht auch beim europäischen Eurostat anzurufen, die können dir garantiert weiterhelfen.

    Weitere Möglcihkeiten wäre noch das IHK oder der Deutsche Verband für Groß- und Außenhandel DGA.

    Vielleicht fällt mir ja noch etwas anderes ein...hmm

    Grüße,
    Chris :D

    Hey,

    Zunächst wäre es natürlich erst einmal gut zu wissen an welchen Kriterien du die "Größe" festmachen willst.

    Da gibt es ja die unterschiedlichsten Anknüpfungpunkte: Umsatz, Filialen, Mitarbeiter, Marktkapitalisierung, ... .

    Ohne diese konkrete Definition deiner Kriterien kann man (du) ja auch nichts finden.

    Grüße,
    Christian

    Hey,

    1) Sichteinlagen sind Geldeinlagen/guthaben bei deiner Bank.

    2) Die Mindestreserve ist eine Verpflichtung seitens der Geschäftsbank einen bestimmten Prozentsatz der Sichteinlagen in Reserve zu halten.

    Nehmen wir an wie die Geschäftsbank hat Sichteinlagen iHv. 1.000€ bei sich liegen und der Mindestreservesatz liegt bei 10 %, dann muss die Geschäftsbank 100 E in Reserve halten und kann die anderen 900€ weiterverleihen (Kreditevergabe). Somit entsteht aus den ursprünglich einmal 1000 € plötzlich 1.900 € und so weiter. Wenn wir jetzt einen Mindestreservesatz von 50 % haben und bei den Daten im Beispiel bleiben, dann kann die Geschäftsbank nur noch 500 € weiterverleihen, da sie 500€ statt 100€ als Mindestreserve halten muss. D.h. wir haben 1.500 € nun im Umlauf.

    Nota bene: Je höher der Mindestreservesatz, desto weniger Geld kann von der Geschäftsbank geschöpft und weiterverliehen werden, was also weniger Euro Umlaufvermögen zur Folge hat und somit die Inflation nicht so hoch ausfällt. Je geringer die Inflation, desto höher die Geldwertstabilität.

    3) Der Emittent von Schuldverschreibungen, also die EZB, schöpft also von der Geschäftsbank Geld ab. Die Geschäftsbank vergibt quasi ein Darlehen, wobei die Liquiditätsposition der Geschäftsbanken sinkt.

    4) Ein Schnelltender ist ein Ausschreibungsverfahren, das die EZB für die geldpolitische Feinsteuerung nutzt. Schnelltender werden innerhalb einer Stunde und nur mit einer begrenzten Zahl von Kreditinstituten durchgeführt.

    Bei dem Mengentender machen die Geschäftsbanken Angebote über die Höhe ihrer Anteile, zu einem von der EZB vorgegeben Zinsatz.

    Bei dem Zinstenderverfahren geben die Geschäftsbanken neben dem gewünschten Betrag auch den Zinssatz für den sie es ausleihen wollen.

    Grüße,
    Christian :D

    Ich glaub du redest an mir vorbei? :D

    Der Ankauf von fremden Devisen bedeutet die Schöpfung von eigenem Notenbankgeld. Ist schon richtig. Das habe ich ja auch behauptet, deswegen muss das Ankaufvolumen gesenkt werden und nicht erhöht, wenn das Geldvolumen insgesamt gesenkt werden soll.

    Gruß,
    Christian