Hier meine Aufgaben und Antworten...
Aufgabe 2
Als langfristige Maßnahme hätte die Zentralbank auch eine Erhöhung der Mindestreservesätze beschließen können. Benatworten Sie dazu folgende Frage:
a)[FONT="] [/FONT]Was versteht man unter einem Mindestreservesatz?
b)[FONT="] [/FONT]Warum ist die Auswirkung dieser Maßnahme auf die Geldmenge wesentlich größer als der Betrag, den die Banken durch die Erhöhung nun zusätzlich als Mindestreserve halten müssen?
c)[FONT="] [/FONT]Erklären Sie, wie sich diese Maßnahme auf die Rentabilität der Geschäftsbanken auswirken kann.
Zu
a)
Man versteht darunter einen einen bestimmten Prozentsatz der Einlagen einer Geschäftsbank bei der EZB, die sie gegen eine geringe Verzinsung hinterlegen muss. Geschäftsbanken können die Einlagen nicht in voller Höhe als Kredite weitergeben, sie muesen einen Teil der Einlagen als sogenannte Mindestreserve bei der Zentralbank hinterlegen, die Höhe des Mindestreservesatzes richtet sich nach der aktuellen geldpolitischen Zielsetzung der EZB und danach, um welche Art von Einlagen es sich handelt. Außerdem muss die Bank noch eine Barreserve für den Fall halten, dass Kunden über ihre Einlagen bar verfügen wollen. Der über diese beiden Reserven hinausgehende Teil der Einlagen kann als Kredit vergeben werden und trägt den Namen Überschussreserve.
b)
Bei Erhöhung der Mindestreserve kann weniger mutliple Geldschöpfung stattfinden. Über den Geldschöpfungsmultiplikator vermindert sich die ingsgesamt schöpfbare Geldmenge um ein Vielfaches des Erhöhungsbetrages. Die Überschussreserven der Banken werden somit vermindert, es können nicht mehr so viele Kredite gewährt werden. Je höher der Teil des Geldes ist, der nicht wieder in den Bankensektor zurückfließt, umso geringer ist der wieder als Kredite gewährbare Anteil. Geldschöpfungsmöglichkeit verringert sich also. Da sich die Banken diesem Instrument nicht entziehen können, vermindert es direkt die Geldmenge und erhöht über das knappe Geld den Zinssatz für Kredite. Über deren Verteuerung wird eine Beschränkung der Nachfrage erreicht, die preisniveausenkend wirk.
c)
Die Rentabilität hängt entscheident von der Produktivität des Kapitals ab – das heißt vom Zins. Banken erziehlen ihr Erträge mit der Kreditvergabe und damit ihre wesentlichen Gewinnanteile aus den Zinsen. Eine höhere Mindestreserve, die ja zum geringeren Zinssatz des Hauptrefinanzierungsgeschäfts bei der Zentralbank gehalten werden muss, bedeutet einen Ausfall an Zinserträgen und damit eine Schmälerung des Gewinnes. Gleiche Kosten und gleiches Eigenkapital vorausgesetzt verringert sich also die Rentabilität. Aus diesem Grund reagieren Banken sehr empfindlich auf Veränderungen der Mindestreservesätze.
Aufgabe 4
Die Steigerung der Lebenshaltungskosten in der Bundesrepublik betrugen in einem Jahr 2,4 %
a)[FONT="] [/FONT]Erklären Sie wie diese Zahl ermittelt wurde
b)[FONT="] [/FONT]Überlegen Sie wieso es Haushalte geben wird, bei denen die Konsumausgaben inflationsbedingt um mehr als 2,4% gestiegen sind, und solche, die von der Preissteigerung weniger betroffen waren.
Zu
a)
Die statistischen Landesämter erfragen monatlich in über 20000 Geschäften an rund 100 Orten die Preise der Güter des Warenkorbs. Über die Summe aller Preise, also des gesamten Warenkorbes, lässt sich dann erfassen, um wieviel Prozent der Warenkorb teurer oder billiger geworden ist. Je nachdem, ob sich diese Messzahl auf den gleichen Monat des Vorjahres oder ein so genanntes Basisjahr bezieht, spricht man von einer Steigerung der Lebenshaltungskosten bzw. Teuerungsrate ( Vergleich mit dem Vorjahr) oder von gestiegenem Preisindex (Vergleich mit dem Basisjahr). Der Preisindex bezieht sich immer auf das Jahr, in dem der Warenkorb neu festgelegt wurde. Der Ausgangspreis dieses Jahres wird mit 100% festgesetzt und alle neuen Warenkorbwerte der Folgejahre werden prozuental auf dieses Ausgangsjahr bezogen.
b)
Es gibt immer individuelle Unterschiede je Haushalt. Es gibt Haushalte die viele Fahrzeuge besitzen mit einem großen Haus das beheizt werden muss. Bei steigenden Erdöl und Gaspreisen fällt die Teuerungsrate bei solchen Haushalten mehr ins Gewicht, als z.B bei Haushalten die kein Fahrzeug besitzen und nicht mit Gas und Öl heizen. So kann man zusammenfassend sagen, das es vom Lebensstil der Haushalte abhängig ist, wie schwer diese Teuerung ins Gewicht fällt. Die Angaben der statistischen Landesämter sind lediglich durchschnittsangaben, die von rund 950 Haushalten der unteren, mittleren und höheren Einkommensgruppen führen ein Jahr lang ein Haushaltsbuch, aus dem sich ermitteln lässt welche Anteile ihres Einkommes sie für welche Güterarten ausgeben. Daraus ergeben sich die durchschnittlichen Werte, die wie gesagt nicht direkt auf jeden individuellen Haushalt projiziert werden können.
Aufgabe 5
Fragen zu Ziele des „magischen Vierecks“.
a)[FONT="] [/FONT]Bitte antorten Sie mit einer Begründung! Welche Zielbeziehung besteht grundsätzlich zwischen der Forderung
-[FONT="] [/FONT]Nach außenwirtschaftlichem Gleichgewicht und Vollbeschäftigung
-[FONT="] [/FONT]Nach außenwirtschaftlichem Gelichgewicht und Preisniveaustabilität?
b)[FONT="] [/FONT]Warum wird bereits bei eine Arbeitslosenquote von 1 – 2 % von Vollbeschäftigung gesprochen?
c)[FONT="] [/FONT]Suchen Sie Argumente für und gegen das Ziel des Wirtschaftswachstums.
Zu
a)
-[FONT="] [/FONT]Nach außenwirtschaftlichem Gleichgewicht und Vollbeschäftigung
Diese Zielen stehen konkurrierend zueinander.
Bei Vollbeschäftigung sind nicht alle Branchen gleich schnell ausgelastet. Während sich die eine noch der Vollbeschäftigung nähert ist die andere schon meist überbeschäftigt was Preissteigerungen mit sich bringt (Lohn- und Lohnnebenkosten!) Preissteigerungen ihrerseits stören das außenwirtschaftliche Gleichgewicht. Erhöhte Inlandspreise führen nämlich zu einem Exportrückgang und evtl. Zu einer Importmehrung.
-[FONT="] [/FONT]Nach außenwirtschaftlichem Gelichgewicht und Preisniveaustabilität?
Diese Ziele stehen harmonisch zueinander.
Stabile Preise geben keinen Anlaß zusätzlich zu Importieren oder Exportieren. Ein ausgeglichener Außenbeitrag leisten keinen Beitrag dazu Inflation zu importieren.
b)
Der Beschäftigungsstand als wirtschaftspolitisches Ziel meint die engere Form und wird mit der Aribeitslosenquote und dem Verhältnis der Anzahl offener Stellen zur Anzahl der Arbeitslosen gemessen. Weil die saisonale und die friktionelle Arbeitslosigkeit als unvermeindlich angesehen werden, gilt das Vollbeschäftigungsziel schon mit einer Arbeitslosenquote von sogar 1 – 3 % als erreicht!
c)
Wirtschaftswachstum ist erstrebenswert, weil ein höheres Sozialprodukt eine vermehrte Versorgung der Bevölkerung mit Gütern bedeutet und damit deren materiellen Lebensstandard erhöht. Viele politische Ziele sind mithilfe einer wachsenden Wirtschaft leichter erreichbar. Wenn der Güterberg einer Volkswirtschaft wächst, dann ist es möglich, Teile dieses Zuwachses für neue Zwecke zu verwenden, ohne dass dadruch Einschränkungen an andererer Stelle notwenidg werden.
Jedoch findet in der Bundesrepublik sowie in anderen Industrienationen ein Umdenken statt. Statt nur quantitativ die Vermehrung des Sozialproduktes anzustreben, werden Merkmale für ein qualitatives Wachstum gesucht. Hier geht es nicht nur mehr darum hohes Wirtschaftswachstum, durch z.B die Rüstungsindustrie (bisherige Verwendung in hohem Maße von nicht regenerierbaren Rohstoff- und Energiequellen, Umweltverschumutzung) zu erreichen, stattdessen wird mit Rücksicht auf die Umwelt nach neuen Möglichkeiten gesucht. Ein größer werdendes Sozialprodukt bringt die Umwelt an die Grenze der Belastbarkeit mit Abgasen und Abfällen und bringt damit das ökologische Gleichgewicht aus dem Ruder und zerstört es. Damit wird der Lebensstandard jetzt lebender Generationen zu Lasten der späteren erhöht.
Viel Spaß bei der Interpretation... 