Beiträge von granti

    Hi,

    also letztendlich gibt's 3 Möglichkeiten, wie der Staat in einen Markt eingreifen kann: Eingriff ins Angebot, in die Nachfrage, oder via Steuern.

    Angebotsseite: Ein Eingriff ins Angebot wäre bspw., was bestimmte Berufsgruppen betrifft (Apotheker, Kaminkehrer), oder: Letzendlich alles, was im Gesetz bzgl. Gebwerbe steht. Musst dir einfach mal überlegen, welche Leute (Berufsgruppen) irgendwie durch staatliche Regulierung eingeschränkt sind....
    Letztendlich der Zwang an bestimmte Berufsgruppen, sich in irgendeiner Art und Weise zu verhalten, nach der sie sich ohne Zwang nicht verhalten würden. Das ändert die Preise.

    Nachfrageseite:
    Hmm... da bin ich überfragt. Vielleicht so was wie ein Verkaufsverbot von Alkohol an Minderjährige? Blödes Beispiel, könnte aber hinkommen.

    Über Steuern: Steuern ändern Angebot und Nachfrage indirekt, je nachdem, auf welchem Markt diese Steuer erhoben wird (Stichwort: Preiselastizität).

    Hoffe, dass dir das irgendwie weiterhilft.

    - granti

    @ Coralle:

    Die Schlaf-Zeit kannst du rausrechnen, weil, er ja 9 Std. am Tag schlafen muss, also keine Substitutionsmöglichkeit hat.

    Grundsätzlich sehe ich hier 2 mögliche Tauschentscheidungen (kann mich aber täuschen), die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, nämlich
    1.Stundenlohn vs. Freizeit, oder
    2.Gesamteinkommen vs. Freizeit

    Die Frage ist also, wie das Maximierungsproblem aussieht: Bewertet Phil seine Freizeit mit möglichem, zusätzlichen Einkommen (bei einem kostanten Stundenlohn von 10), oder mit höherem Stundenlohn?

    Gibt's da eine Nutzenfunktion?

    - granti

    Ich würde die Aufgabe mal so interpretieren, dass bei P = 21 die Nachfrage 0 ist (also Schnittpunkt mit der P-Achse). Marginal betrachtet beträgt die maximale ZB dann 21.
    Dann hast du 2 Punkte (p/x): (21/0) und (19/2), die eine Gerade definieren.

    Die Formel für die Preis Absatz-Funktion lautet: p = (y-Achsenabschnitt) + (Steigung) * x.

    In diesem Fall ist der Y-Achsenabschnitt 21 und die Steigung (0-2)/(21-19), also -1.

    Nachfragekurve:
    p = 21 - x

    - granti

    @ microMac:

    Ich glaub ich hab den Fehler gefunden:

    Du hast in der Formel die Wertepaare verwurstelt:

    Die Wertepaare sind (Q2/P2) = (2000/200) und (Q1/P1) = (1900/250). Damit müsste im Nenner nicht (250-200) stehen, sondern (200-250), und schon hast du die erwünschte, negative Steigung.

    ...das ist das einzig schöne an VWL-Klausuraufgaben: Man weiss schon vorher, wie das Ergebnis aussehen muss, und rechnet dann einfach so lange, bis die Theorie bestätigt ist ;)

    - granti

    Gar nicht, da lässt sich nix kürzen.
    Falls sich die Frage auf deine VWL-Aufgabe bezieht: Letztendlich bekommst du nur ein Verhältnis von x/y und den beiden Preisen. Das muss nicht unbedingt (ganzzahlig) lösbar sein.

    - granti

    @ Grouth:

    Kurz und schmerzlos, die Recherche überlasse ich dir:

    a) Beides sind Cobb-Douglas-Nutzenfunktionen; Grenznutzen nimmt ab, Skalenerträge ergeben sich aus der Summe der beiden Exponenten, also konstante Skalenerträge.
    b) Keinen Bock zu rechnen, nur mal am Beispiel Bob erklärt: 0,25 x Y / 0,75 x 30X
    c) keine Ahnung, muss man nachrechnen. Tip: Im Gleichgewicht tangieren sich die Nutzenfunktionen, also U1' = U2', dazu sollte die Güterallokation passen; tut sie das nicht, können sich die beiden durch Tausch besser stellen und sich Richtung Pareto-Optimum bewegen.
    d) Was zum Geier ist ein Wettbewerbsgleichgewicht?

    Zu 8.12:
    Person 1 ist indifferent ggü. O-Saft und Kaffee, Person 2 bevorzugt O-Saft. Dieser ist aber billiger als Kaffee, deshalb herrscht auf dem O-Saft-Markt ein Nachfrageüberschuss. Preis für Kaffe wird sinken, Preis für O-Saft wird steigen.

    - granti

    microMac:

    Du hast dich irgendwo verrechnet (ich hab's nicht nachgerechnet).

    Wenn man sich die Preis / Nachfrage Tabelle ansieht, wird ziemlich schnell klar, dass die Nachfrage bei steigendem Preis zurückgeht, also eine fallende Funktion.

    Btw: Warum verwendest du hier die Mittelwertmethode? Gibt die Aufgabe diesen Schluss her?

    Kennst du den Lagrange Ansatz?

    Die zu optimierende Funktion ist die Nutzenfunktion, also x1x2^2, die Nebenbedingung ist das Budget, also 50 - 10x1 - 2x2 = 0.

    Nach dem Lagrange Ansatz musst du folgende Funktion partiell nach allen Variablen (x1, x2 und variable) ableiten:

    x1x2^2 + variable mal (50 - 10x1 - 2x2)

    und alle Ableitungen = 0 setzen. Gibt drei Gleichungen mit drei Unbekannten, also lösbar.

    Alternative Lösung: Die Nebenbedingung nach x1 oder x2 auflösen, in U einsetzen und dann U nach dieser Variablen ableiten; dauert aber normalerweise länger.

    - granti

    Wenn's um ne Preis-Absatz-Funktion geht, ist wohl vor allem die Elastizität interessant:
    Wenn die Nachfrage (x) um eine marginale Einheit steigt, dann steigt der Preis um 1/2000 Einheiten. oder andersrum.

    @ ben9000:

    Zu 1:

    Mehr oder weniger.
    Die Grenzertragsfunktion wird halt verwendet, um das Ertragsmaximum zu berechnen... der Ertrag/Umsatz ist dort maximal, wo die Grenzertragsfunktion gleich null ist, usw, du kennst die Bedingungen für ein globales Maximum vermutlich.

    Zu 2:

    Aus Klausurerfahrungen: Wenn du sowas wie 4342 / 6852 bekommst (und sich das ganze nicht auf etwas wie 2 / 3 runterkürzen lässt, nicht nachgerechnet), dann hast du dich vermutlich verrechnet.

    Ableitung von (2000 / x) hoch 4 = 4 x (2000 / x) hoch 3, oder allgemein:
    (a operator b) hoch z = z x (a operator b) hoch z-1

    Übrigens: Die Frage wäre im VWL-Forum sehr gut aufgehoben

    Du meinst sicher -1.8% bis -2.8%, richtig?

    Wie auch immer, die Antwort auf deine Frage ist eigentlich trivial: Weil andere Bereiche weniger stark einbrechen. Das gleicht sich in der Summe aus.

    Der Hauptfehler deiner These besteht m.E. darin, die Autobauer und Banken zu wichtig zu nehmen (ja, sind DAX-Unternehmen, deswegen ziehen sie die Aufmerksamkeit auf sich).
    Richtig ist, dass diese Unternehmen die umsatzstärksten in Deutschland sind, allerdings ist deren Anzahl relativ überschaubar (wie viele Autobauer und Großbanken gibt es in Deutschland?). Für das BIP ist aber nicht wichtig, was die umsatzstärksten Unternehmen machen, sondern eher, wie es den Branchen geht, deren Unternehmen in Addition den größten Umsatz machen.

    Siehe die viel zitierte, mittelständische Maschinenbaubranche. Das ist vom Gesamtumsatz gesehen vermutlich mit Abstand die wichtigste Branche Deutschlands.

    Wenn diese Branche also nur geringe Einbußen hinnehmen muss, während die Banken und Autobauer aus dem letzten Loch pfeifen, dann heben sie damit das BIP (bzw. dessen Prognose).

    Mal anders formuliert: Warum hat die Bundesregierung in ihrem 'Rettungspaket' die Abwrackprämie beschlossen? Ganz einfach: Publicity. Wenn 300 Maschinenbau-Unternehmen pleite gehen, interessiert das keine Sau, weil es sich um relativ kleine, von der Öffentlichkeit nicht beobachtete Unternehmen handelt (10-100 Mitarbeiter). BMW und VW sind in den Nachrichten, und deren Schicksal auch.

    - granti

    Bin zwar alles andere als Finanzwissenschafts-Experte, aber, vielleicht hilft's ja:

    Somit ist jedes Wohlfahrtsmaximum eine pareto-effiziente Allokation und jede pareto-effiziente Allkokation ein Wohlfahrsmaximum.

    Klingt verdammt nach einer Fangfrage, aber grundsätzlich würde ich sagen: ja. Das Wohlfahrstmaximum wird m.W. ja durch das Pareto-Optimum definiert.

    Doch wie lautet die maximierungsbed. ?

    Das Prinzip des Pareto-Optimum kennst du?
    Das ist dann erreicht, wenn
    1. Die Grenznutzen der Tauschpartner gleich sind, und
    2. hängt ab vom Faktoreinsatz.

    und welches alternative Konzept gibt es ?
    Wo kann ich das nachlesen ?
    Waere Super wenn Ihr mir helfen koennt.

    Alternative Konzepte: Keine Ahnung, dazu müsste man sich in dem Bereich Allokationspolitik gut auskennen (trifft auf mich nicht zu).

    - granti

    Hallo sawo20,

    in wie fern?

    Die Konsumentenpräferenzen sind doch erst einmal fix, da geht es um Nutzen, der (theoretisch) aus Gütern und Dienstleistungen gezogen wird.
    Der Außenhandel ändert normalerweise die Preise und damit den optimalen Konsumplan, aber nicht die Präferenzen...

    Außer vielleicht, wenn durch den Außenhandel auf einmal Produkte zur Verfügung stehen, die die Konsumenten vorher nicht kannten... zu dem Thema weiss ich aber auch nix.

    -granti

    Bist du dir sicher, dass die Angabe so stimmt? Bevor ich hier anfange vorzurechnen:
    Aus der Prod. Fkt ergibt sich ein Faktoreinsatzverhältnis: A/K = pK/pA = 1/3.

    Wenn man dieses Verhältnis in die Produktionsfunktion einsetzt und diese gleich 56 setzt, kommt keine ganze Zahl dabei raus...
    ...und nachdem ich mich selbstverständlch nie verrechne, muss die Angabe falsch sein :D

    - granti

    Bitte aus den Werten die Gleichungen für die IS- und die LM-Kurve berechnen; danach den Schnittpunkt beider Kurven.

    Bitte um Verzeihung, dass ich das nicht durchrechnen will...

    - granti

    DerHedda:

    Die heben sich nicht auf, sondern addieren sich:

    Nehmen wir an, der Staat will irgendein Produkt fördern, indem er den Markt subventioniert.

    Dann muss die Subvention als erstes irgendwie finanziert werden; d.h. irgendwelche Märkte werden besteuert, was analog zur Subvention zu einem Wohlfahrtsverlust führt.

    Die Steuergelder werden dann für die Subvention des Produkts verwendet, wodurch wieder ein Wohlfahrtsverlust entsteht.

    Sozusagen ein doppelter Wohlfahrtsverlust.

    - granti

    Hallo Anitakatja,

    zu 1)
    Ein Kilo Äpfel, weil der Grenznutzen größer ist. Ein Kilo Äpfel erhöht Peter's Nutzen um 9, ein Kilo Birnen nur um 8.

    zu 2)
    Nachdem Peter aus einer Einheit M grundsätzlich einen höheren Nutzen zieht als aus einer Einheit P, werden sich die Preise (und damit das Preisverhältnis) so einpendeln, dass es Peter egal ist, ob er M oder P kauft, also:
    Preis(M)/Preis(P) = 9/8

    Wenn du das aus der Nutzenfunktion nicht direkt erkennst, hilft Lagrange:
    L = 9M + 8P - lambda*(Budget - M*Preis(M) - P*Preis(P))
    partiell nach M und P ableiten, die Ableitungen gleich 0 setzen und die erste durch die zweite Gleichung teilen. Das Budget fällt beim Ableiten raus, die lambdas beim teilen und übrig bleibt die Gleichung oben.

    Grüße,
    - granti

    Link tot.

    Nur ein Satz zum Thema (schreib das nicht in der Klausur; ein Prof, der solche Aufgaben stellt, will Antworten wie meine nicht hören):

    Es gibt keinen Zusammenhang. Das ist keine Bahauptung, sondern Empirie. Überleg mal: Was passiert mit dem Output, der nicht verkonsumiert wird? Stellen wir den für 4 Jahre in die Gartenhütte?

    Alles was nicht verkonsumiert wird, wird gespart, was nichts anderes bedeutet, als dass es dann von anderen Leuten verkonsumiert wird, die dafür Zinsen zahlen.

    Die Konsumquote ist m.E. kompletter Unsinn. Als ob es irgendwie sinnvoll wäre, dass ein bestimmter Anteil des Volkseinkommens verkonsumiert würde (von wem? Wer sind Haushalte und wer sind Unternehmen?). Bullshit. Was passiert mit dem Rest? Frag das den Typen, der die Aufgabe gestellt hat, dann lernst du wesentlich mehr (naja, vermutlich nicht, sonst würde er nicht so einen Unsinn abfragen)....

    Grüße,
    granti