Beiträge von granti

    Hi Giselas,

    ein paar Anregungen:
    (Die "altbkannten" erkläre ich mal nicht weiter; deren Interessen dürften offensichtlich sein)

    Staatliche:

    - Regierung (MACHT die Wirtschaftspolitik); falls das zählt.
    - Zentralbank (steuert letztendlich die Kapitalmarktzinsen und die Inflation)

    Nicht staatliche:
    - Gewerkschaften
    - Parteien
    - Arbeitgeberverbände
    - Medien (haben einen starken Einfluss auf ihre Zielgruppen (Wähler) und damit auf die Programme der Parteien, die sich zur Wahl stellen; das Thema war meine Abschlussarbeit in VWL ;)
    - Wirtschaftsforschungsinstitute (sind entweder durch den Staat oder durch private Interessengruppen (oder auch beides) finanziert und geben Regierungen Ratschläge zur Wirtschaftspolitik)

    ...sonst fällt mir auf Anhieb nichts ein...

    Grüße,
    -granti

    Hi Giselas,

    ich schieß mal ins Blaue:
    Preisniveaustabilität wird gemessen, indem man die Preise von Produkten in einer vergangenen Periode mit den aktuellen Preisen vergleicht...

    Das geschieht letztendlich mittels eines fiktiven "Warenkorbs", in dem gleichartige Produkte zum Zwecke der einfacheren Berechnung zusammengefasst werden.

    P.S.: Keine Ahnung, ob diese Tatsache zur Beantwortung der Frage nötig ist, aber:
    Zur Messung der gesamtwirtschaftlichen Preisniveaustabilität werden die Produktgruppen auch mit einem Multiplikator versehen, der die sich im Zeitverlauf ändernden Konsumgewohnheiten der Volkswirtschaft abbilden soll.

    Beispiel: Im Vergleich 1960 und 2000:
    1960 haben die Haushalte wesentlich mehr Geld für Nahrungsmittel ausgegeben als im Jahr 2000; auf der anderen Seite wurde im Jahr 2000 wesentlich mehr für Elektronik (Handys, PCs, usw) ausgegeben als im Jahr 1960...

    -Granti

    Hi dansun,

    studierst du VWL?
    In VWL ist das ein Standard-Maximierungsproblem, also Lösungsweg merken, der ist jederzeit anwendbar:

    ich würde folgendermaßen vorgehen:

    Nutzenfunktion ist gegeben; für die Lösung des Maximierungsproblems musst du also noch eine "beschränkende Bedingung" formulieren, also eine Budgetbedingung, die da lautet:

    3 x q1 + 2 x q2 = 150

    Diese Gleichung (aufsummierte Preise mal Mengen = Budget) beschreibt alle denkbaren Konsumpläne, die Willi sich leisten kann.

    Das System löst du am besten mit Lagrange (womit du einen Konsumplan erhältst, den Willi sich leisten kann und der gleichzeitig seinen Nutzen maximiert):

    L = q1 1/3 + q2 1/3 - [Variable] x (150 - 3 x q1 - 2 x q2)

    Den ganzen Mist partiell nach q1, q2 und der Variablen ableiten, die drei ersten Ableitungen = 0 setzen und das Gleichungssystem dann auflösen.

    [Alternativ könntest du die Nebenbedingung auch nach q1 oder q2 auflösen, diese Gleichung dann in die Nutzenfunktion einsetzetzen und die Nutzenfunktion 0 = setzen und auflösen; ist m.E. aber aufwändiger]

    Dadurch erhältst du die optimalen Mengen an q1 und q2, womit a) und b) beantwortet wären.

    c) ...falls C für die Konsumquote steht (Anteil des Budgets, welches für den Konsum verwendet wird), dann für C einfach 0,8 x 150 einsetzen, die anderen Werte einsetzen und ausrechnen

    d) Keine Ahnung, was mit "ermitteln" (zeichnen oder berechnen) und "Preis/Konsum-Kurven" gemeint ist...

    Grüße,
    -granti

    Hi,

    ich denke mal schon; letztendlich interessiert sich niemand für deinen BA, wenn du einen MA gemacht hast...
    Der letzte Abschluss ist immer der relevante.

    Ich weiss es nicht wirklich, aber vermute mal, dass ein FH-Abschluss in manchen Bereichen als praktischer angesehen wird, und in anderen Bereichen eher der Uni-Abschluss.

    Grundsätzlich macht es aber m.E. (gehaltstechnisch) keinen großen Unterschied mehr, ob man an ner Uni oder ner FH studiert hat (vor Allem nicht bei Kaufleuten).

    -granti

    klaus_k:

    Vielleicht bin ich ja idealist, aber ich würde niemals für eine Firma arbeiten, die sich unter dem Deckmäntelchen der Philanthropie in einem Forum Daten von Uni-Absolventen erschleichen will, um diese dann kommerziell zu verwerten ;)

    Vielleicht überschätze ich dich ja auch und du bist wirklich nur ein BWL-Student, aber... egal.

    Marketing wird doch eigentlich erst dann spannend, wenn die Zielgruppe den Dialog verweigert, oder?

    -granti

    @all:

    Nur mal ein kurzer Gedanke:
    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Uni rausfindet, dass der Verfasser die Arbeit nicht selbst geschrieben hat, dürfte vernachlässigbar sein (vorausgesetzt die Arbeit ist nicht im Internet verfügbar und der offizielle Verfasser wird über die Arbeit nicht noch mündlich geprüft)...

    Allerdings halt ich das gesamte Konzept für idiotisch:
    Spieltheoretische Sichtweise:
    Wenn der Verfasser 30 Euro pro Seite bekommt und zwischen 12 und 15 Seiten schreiben muss, liegt doch der Verdacht nahe, dass dabei am Ende eine 15-seitige Arbeit rauskommt, die mit einer 4 bewertet wird....

    Für den Auftraggeber lohnt sich das sicher nicht.
    Für den Verfasser eigentlich auch nicht, weil man sein Geld auch schneller und einfacher verdienen kann (eine Hausarbeit kann ja durchaus Zeit kosten).
    Wenn man (selbst als Fachexperte) mit dem Ziel einer bestimmten Note eine derartige Arbeit schreiben will, braucht man sicherlich 2 Tage dafür...

    Vielleicht ist das ja der Grund dafür, dass faktisch niemand so etwas macht.

    -granti

    Cathy1:
    Der Erlös soll unter der Nebenbedingung der Kostenfkt maximiert werden...
    Da würde ich Lagrange empfehlen, also sowas wir L = x * p - lambda (K=0); für p die Nachfragefkt einsetzen und das Ganze dann nach x ableiten und = 0 setzen; dann nach x auflösen => erlösmaximale Menge.

    Grüße,
    -granti

    Hi erdling,

    also intuitiv würde ich sagen, dass am Standort 2 die kleinst mögliche Menge produziert werden soll, also 1.

    Analytisch:
    Keine Ahnung; vielleicht eine Art Lagrange-/Kuhn-Tucker-Ansatz:
    Minimierung der Gesamtkostenfunktion unter der Nebenbedingung, dass an beiden Standorten produziert werden soll (also q1>0 und q2>0)?

    -granti

    @ Tomster:

    Ganz schön heftiger Stundensatz...
    Ich hab mich mal online an einen RA gewendet, damit er meinen Widerspruch gegen einen Exmatrikulationsbescheid überprüft; das hat glaub ich 20 Euro gekostet...

    Zum Thema:
    Das mit der mündlichen Vereinbarung klingt gut, bringt aber wahrscheinlich nicht viel (nicht beweisbar).
    Wucher kannst du vergessen; soweit ich weiss, müssen die Kosten lt. Rechtsprechung mindestens das "Doppelte der üblichen (Standard-)Kosten" betragen, damit dieser Tatbestand erfüllt ist (ich hab mich an dieser Argumentation auch mal versucht:D); das ist hier aber schätzungsweise nicht erfüllt.

    Welche Begründung hat deine Anwalt denn für diese 127 Euro? Frag doch den mal.

    - granti

    P.S.:
    BRAGO regelt (soweit ich weiss, hab aber nicht wirklich Ahnung) nur die Kosten, die ein Anwalt der gegnerischen Partei in Rechnung stellen darf; Beratungen sind dein Privatvergnügen...

    riena:

    Ich schätze mal Markus hat den Korrelationskoeffizienten ausgerechnet.

    Du solltest auf jeden Fall zunächst für beide Variablen (Preis und Umsatz, also p und x*p) jeweils den Erwartungswert (alle Beobachtungen addieren und danach durch die Anzahl der Beobachtungen teilen), die Varianz (Summe der quadrierten Abweichungen der Ausprägungen vom Erwartungswert geteilt durch die Anzahl der Beobachtungen) und die Standardabweichungen (Wurzel der Varianz) ausrechnen.
    Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich :confused:

    Dann brauchst du noch die Kovarianz, Formeln hier:
    Kovarianz (Stochastik) - Wikipedia

    Damit kannst du dann den Korrelationskoeffizienten berechnen:
    Korrelationskoeffizient = Kovarianz / (Standardabweichung Variable 1 x Standardabweichung Variable 2).

    Der Korrelationskoeffizient liegt zwischen -1 und 1 (wenn du dich nicht verrechnet hast ;)) und lässt einiges an Interpretationsmöglichkeiten zu:
    Je näher der betragsmäßige Wert bei 1 liegt, umso stärker ist der Zusammenhang; 0 bedeutet, dass überhaupt kein Zusammenhang besteht.
    Das Vorzeichen zeigt die Richtung des Zusammenhangs; ein negativer Wert bedeutet "Je größer der Wert der einen Variablen, desto geringer der Wert der Anderen", bei einem postiven Vorzeichen verhält es sich andersrum.

    OLS-Modell:
    Ich schätze mal, dass du das "manuell" ausrechnen sollst, da macht Regression keinen Spaß :D.
    Schau mal hier:
    Regressionsanalyse - Wikipedia
    Da steht alles Wichtige über Regressionen und OLS.

    Grüße,
    -granti

    Markus:
    Bist du dir sicher, dass du die Korrelation zwischen Preis und Umsatz berechnet hast, nicht die Korrelation zwischen Preis und Menge?

    Hi Supermaus:

    Abschreibungen:
    Die Abschreibungen entsprechen (volkswirtschaftlich, nicht betriebswirtschaftlich gesehen) letztendlich dem Wertverlust des Kapitalstocks; Reinvestitionen oder Ersatzinvestitionen sollen diesen Wertverlust ausgleichen (Beispiel: Austausch einer alten Maschine gegen eine neue).

    Volkswirtschaftlich gesehen sollten die Reinvestitionen (langfristig, Solow-Modell) genauso hoch sein wie die Abschreibungen, damit der Kapitalstock auch ohne Neuinvestitionen nicht schrumpft.

    Kurzfristig können beide Werte beliebig ausfallen (Ersatzinvestitionen > Abschreibungen geht natürlich nicht).

    IS-LM:
    Wenn die marginale Konsumneigung sinkt, sinkt der Konsum insgesamt (C = a + c * Y, oder so ähnlich;)).
    Dadurch müsste sich, wenn ich mich nicht irre, die IS-Kurve nach links verschieben, d.h Y und i sinken, wenn sonst alles gleich bleibt.

    -granti

    ja das kommt schon ungefähr hin. aber so wie ich das sehe muss zwischen einkommen und konsumneigung noch eine gewisse wechselseitige abhängigkeit bestehen, die sich aus den mechanismen eines freien wettbewerb marktes ergibt.


    Du hast Recht, aber diese Abhängigkeit ist nicht wechselseitig.
    Das ist doch (selbst ohne ökonomische Theorie) ziemlich offensichtlicht: Wer mehr verdient, kann seine Konsumbedürfnisse wesentlich einfacher und besser befriedigen als jemand, der weniger verdient; dazu gehört auch die "Fähigkeit", Geld zu sparen.

    beispielsweise würden manche dann ein niedrigeres einkommen erhalten weil sie nur unzureichend gebildet sind. diese leute würden me dann auch ehr stefan raab schauen als harald schmidt usw

    Ich geb dir Recht zu dem ersten Teil des Satzes: Wer besser (aus)gebildet ist, erhält einen höheren Lohn; das ist Marktwirtschaft.
    -granti

    Hi Calypso,
    here you go:

    1a) Pragmatisch oder theoretisch? ;)
    Theoretisch (Regierung ist volkswirtschftlicher Nutzenmaximierer):
    Zus. Schulden bringen der Regierung mehr Bares, welches sie z.B. für eine Erhöhung des staatl. Konsums und/oder der staatl. Investitionsgüternachfrage befähigen würde.
    => Erhöhung des wirtschaftl. Output => Wirtschaftswachstum.

    1b) Genau wie bei Frage a) können hier die Motive der Regierung unterschiedliche Gründe haben....
    Ich argumentiere genau wie bei a) (im Sinne der ersten Fragen, die du gestellt hast):
    Subventionsabbau senkt die Produktivität (und damit c.p. den Output);
    => Abschwächung des Wachstums.


    Als kleine Anmerkung: Ich gehe wieder von einem extrem einfachen (=unrealistischen) Modell aus...


    2a) dass sie sinkt.

    b) Sind die SV-Träger die Sozialversicherungen?
    Falls ja => verheerend.

    - dumps

    Hallo Calypso,

    was mir so spontan einfällt:

    1) (Direkte) Steuern (z.B. Einkommensteuer) fließen von den HH an den Staat, Transfers (Kindergeld, Sozialhilfe, etc.) vom Staat an die HH.
    Evtl. könnte man noch Abgaben und Gebühren als Geldstrom von den HH an den Staat anführen, macht aber m.E. nicht viel Sinn, weil diese zweckgebunden mit irgendeiner staatl. Gegenleistung verknüpft sind...

    2) Ein Argument ist ja durch die nächste Frage schon gegeben: Starkes Wachstum führt zu starker Inflation... ein anderes Argument (meiner Meinung nach), welches Politiker gegen unkontrolliertes Wachstum vorbringen könnten, wäre die Tatsache, dass sie dann eben nichts zum Kontrollieren haben; aber das Argument wird dir dein Lehrer/Dozent wohl nicht durchgehen lassen... :D

    3) Die Regierung kann letztendlich nur versuchen, das Wachstum einzubremsen; das geschieht durch die Veränderung der Geldströme aus Frage 1: Durch Steuererhöhungen und/oder Transfers-Kürzungen kann die Regierung der Volkswirtschaft Kaufkraft entziehen (die von Seiten der Regierung dann natürlich nicht anderweitig konsumiert/investiert werden darf).

    Schöne Grüße,
    -granti

    ...langfristig gesehen bin ich auch der Meinung (meine Argumentation oben war nur nicht ganz korrekt...
    Wenn bspw. der Preis für Butter durch irgendeinen Schock steigt, werden sich durch Substitutions- u. Einkommenseffekt irgendwann neue Marktgeichgewichte mit höheren Preisen für Butter und Margarine einstellen...

    -granti

    @ sodalis:

    Ja, ich glaub, da hast du recht...
    Ist aber, wie du schon geschrieben hast, eine Frage der Modellierung.

    Ich gehe davon aus, dass so simple mikroökonomisch Modelle langfristig orientiert sind; es geht ja nur um Gleichgewichte, nicht um Dynamik, daher war meine "dynamische" Argumentation nur die halbe Wahrheit...

    -granti

    Hi sodalis,

    ich hoffe, ich habe dich richtig verstanden:
    Da fragst nach einer Theorie, die bestimmte Konsumgewohnheiten von verscheidenen Einkommensklassen erklärt, ohne dass das Budget eine Rolle spielen darf?

    Kann sein, dass es dazu Untersuchungen gibt; ich persönlich kenne keine (was aber nicht viel bedeutet ;))

    Das Budget ist m.E. extrem wichtig für solche Untersuchungen, und gesamtwirschaftlich gesehen halte ich es auch nicht für irrational, dass der Konsumanteil mit steigendem Einkommen zurückgeht (von diesen "Extremfällen" mal abgesehen).

    Zu dieser britischen Studie:
    Sehr viele Sachen sind länderabhängig. Ich kenne vergleichbare Daten aus den USA (arme Leute essen verhältnismäßig öfter bei Junk-Food Ketten als reiche Leute), was der britischen Studie entsprechen würde.
    Allerdings weiss ich, dass Fast-Food in den USA auch wesentlich billiger (im Verhältnis zum BIP) ist als in Deutschland; liegt wohl an der größeren Konkurrenz.
    Man sollte vorsichtig damit sein, solche Studien länderübergreifend zu vergleichen, weil die Märkt völlig anders sind; evtl. auch die Konsumgewohnheiten der Leute.

    - granti

    P.S.:
    In den europäischen ex-GUS Ländern ist ein Abendessen bei McDonalds teurer als in einem richtigen Restaurant; die Burger sind dort den Reichen vorbehalten, kein Scherz...
    Ist zumindest meine Erfahrung nach einem Trip nach Moldawien.

    @ granti: kannst du mir sagen welche kombi möglichkeiten es in dem bereich wiwi mit psychologie gibt?

    Das weiss ich nicht genau, weil's mich persönlich nicht sonderlich interessiert hat; letztendlich sind die beiden Studiengänge sich aber sehr ähnlich; der gemeinsame Nenner ist das "Erforschen von menschlichem Verhalten" in der Theorie und die statistisch/empirische Datenauswertung zum Testen der Theorien...
    Ein Freund von mir hat Psychologie studiert, und es hat mich dann doch verwundert, wie viele Gemeinsamkeiten VWL und Psychologie haben.

    JAKE: inwiefern ist vwl denn mathematisch anspruchsvoller als bwl? habs nämlich bisher immer ehr umgekehrt gehört

    Ich darf doch?
    VWL basiert grundsätzlich auf Mathe; die Theorien sind i.d.R. irgendwelche Maximierungsprobleme (mir unter auch ziemlich kompliziert), für die "Praxis" braucht man sehr viel Statistik.
    In BWL sind nur Teilgebiete derart analytisch...
    Es gibt natürlich auch thematische Überschneidungen beider Studiengänge, z.B. im Bereich der Investitions- und Finanzierungstheorie in BWL...
    Ansonsten ist BWL ja auch Marketing, Rechnungswesen und sowas... dafür braucht man überhaupt kein (oder nur wenig) Mathe.

    - granti

    Hi,

    also zu a) kann ich nichts sagen...

    b) Da würde ich so vorgehen: Die entsprechenden (summierten) Wahrscheinlichkeiten mit dem Gewinn multiplizieren:

    E(Gewinn bei einem Gebot von 170.000) = 1 x 20.000 GE (den Zuschlag hätte er sicher)
    E(Gewinn bei einem Gebot von 200.000) = (1 - 3/10) x 50.000 GE (den Zuschlag bekommt er nur dann, wenn niemand 170.000 bietet)
    E(Gewinn bei einem Gebot von 220.000) = 2/10 x 70.000 GE (den Zuschlag bekommt er nur, wenn die anderen auch 220.000 bieten).

    Das wären dann Gewinne von 20.000 im ersten Fall, 35.000 im zweiten Fall und 14.000 im dritten Fall => er sollte ein Gebot von 200.000 abgeben.

    Zwischenlösungen machen keinen Sinn, da er sonst entweder unterboten wird oder auf Gewinn verzichtet (bei gleichen Geboten bekommt er ja den Zuschlag).

    c) Ich komme einfach nicht drauf...
    Letztendlich müsste es sich um die Differenz des Gewinns bei vollständiger Kenntnis der Gebote und dem erwarteten Gewinn bei Nicht-Kenntnis der Gebote sein. :confused:

    Schande über mich; Entscheidungstheorie war mein Schwerpunkt im Studium.
    ...war hoffentlich trotzdem irgendwie hilfreich;)

    - granti

    Hi sodalis,

    hallo zusammen,

    gibt es eigentlich auch wirtschaftliche erklärungsansätze für dieses irrationale handeln der geringverdienenden HH oder muss man sich zur klärung dieser frage in den fachbereich der kognitiven verhaltenwissenschaften begeben?

    Ich würde nicht unbedingt sagen, dass dieses Verhalten irrational ist; letztendlich ist ein großer Teil der Lebenshaltungskosten nicht einkommensabhängig:
    Ein 1-Zimmer-Appartment in einer Stadt kostet immer gleich viel, egal, ob da ein Friseur oder ein Investmentbanker drin wohnt; auf die meisten Konsumgüter wie Nahrung oder (bedingt auch) Kleidung trifft das auch zu.
    Die Konsumquote ist einfach auch Budget-bedingt. Wenn du 800 Euro/Monat netto verdienst und eine Wohnung in eines Stadt wie München anmietest, bleiben die noch ca. 300-400 Euro für den Lebensunterhalt. Wiel kann man sich da nicht mehr absparen; selbst wenn jemand extrem kostenbewusst lebt, hat er in diesem Fall immer noch eine Konsumquote von mindestens 80%.
    Andererseits: Wer 5 Millionen/Jahr verdient, kann selbst seine Luxusbedürfnisse befriedigen und trotzdem noch 30% seines Einkommens sparen.

    ps: vielleicht tendieren die politiker in der öffentlichen debatte ja zu diesen forderungen weil der anteil jener bevölkerungsschicht an der gesamtbevölkerung einfach wesentlich größer ist!?! andererseits ist doch jedem klar das sich noch nie ein politiker an seine wahlversprechen gehalten hat!!!

    Geldgeschenke machen Regierungen populär und sichern die Wiederwahl.
    Der Nutzenmaximierungsansatz eines Politikers läuft halt darauf hinaus, dass möglicht viel Geld von möglichst wenigen Wählern eingetrieben wird und dieses dann an möglichst viele Wähler verschenkt wird; also etwas in der Art: Einführung einer Zusatzsteuer für Millionäre zur Finanzierung einer Kindergelderhöhung.

    Grüße,
    -dumps