Beiträge von Consultant

    Unterschied begrifflicher Natur zwischen "Sourcen" und "Outsourcen":

    1. Sourcing: Bedeutet Verringerung der Fertigungstiefe mit einer Buy Entscheidung (Krabbenpulen, Value Networks der Automobilindustrie, jap. Keiretsus, etc.). Es handelt sich um einen Vorgang, der nicht als Share oder Asset-Deal abläuft und keine Verantwortung für Betriebsmittel, Personal und Gebäude beinhaltet.

    2. Outsourcing: Sourcing in Form eines Asset-Deals, in Annäherung an einen M&A ähnlichen Prozess, inkl. Themen wie Carve-In/Carve-Out, Personalübernahme mit §613a. Ziel INtegration von Personal, Assets, Intangibles in eine eigene Rechtsform bzw. in die Zielrechtsform des Servicegebers.

    Sourcing ist also der große Regenschirm, der Outsourcing als ein Teil Element einschließt. Also an dieser Stelle die Fragen an den OP, welches Themengebiet er meint.

    Viele Grüße,
    Con

    - Prozess und Ablauforganisation in Produktionsbetrieben
    - Optimierung von Prozessorganisation (Beispiel ein Methodikbaukasten wie Six Sigma, Lean Enterprise oder EFQM, TQM vorstellen)
    - Betriebskennlinien
    - Messen, Steuern, Regeln
    - Controlling (kaufm.) in der Produktion
    - IT-Systeme zur Unterstützung der Produktionsprozesse
    - Kanban, Logisitik, Innerbetriebliche Werteflüsse.
    - Muda (jap. Verschwendung)
    - Kaizen
    - Supply Chain
    - Werstromanalyse
    - die 5 "S"

    Die Frage ist nur, in welche Richtung willst Du?
    Grüße,
    Con

    Hi Denny,
    das hängt stark von der strategischen Zielsetzung des OS (Outsourcings) ab.
    Zudem ob es sich um BPO (Prozessoutsourcing, zb. Lohnbuchhaltung...) oder um ein Infrastruktur-OS (Z.B: Betrieb RZ oder Desktops) handelt. Ohne weitere Details, schmeisse ich einfach mal wild ein paar wesentliche Punkte in den Korb.


    - Dokumentation der Management-Prozesse End-to-End (Steuermöglichkeit)
    - Service Level Agreement
    - Sorgfältige Providerauswahl
    - Notwendige Ressourcen (bei Full-OS ca. 8-15 % bz. auf Servicegeber Personal) für Steuer-, Vertrags- und Partnermanagement bereit halten
    - Nie mehr als eine Wertschöpfungsstufe auslagern.
    - Sehr sorgfältige Governance
    - Sorgfältige Betrachtung der Risikofaktoren, geseztlichen Anforderungen und Auswirkungen auf Kernkompetenz und Geschäftsprozesse
    - Boni - Malus-System (Pönalen)
    etc.

    @ Strolch, beim Outsourcing handelt es sich nicht um eine SIPOC, Zulieferanalyse oder ähnliches. Mehrere Servicegeber erhöhen den Administrativen Aufwand und damit die Kosten. Damit wird in der Providersteuerung (e.g. Sourcing Office) die Kosten- und Qualitätsvorteile nivelliert.
    Ein Begriff "Zulieferer" scheint mir im OS eher falsch gewählt, marktüblich sind Servicenehmer (Leistungsempfänger) und Servicegeber (Vice versa). Natürlich mag es sein, dass es mehrere Servicegeber gibt (aus welchen Gründen auch immer), es scheint mir nur eine leicht falsch interpretierbare Antwort zu sein.

    Beispiel: Sorce ein Rechenzentrum an mehr als einen Servicegeber aus. Das geht, nur es ist schafft meist mehr Probleme als Vorteile

    Hallo Wysius,

    meinen Erfahrungen nach, kann eine wirkliche Verzahnung und interdisziplinäre Ausbildung zum Wi-Ing nur an einer Uni stattfinden. Bei der FH wird beim T-Profil (Wissen Tiefe und Breite) die Tiefe nicht genügend oft leider nicht genügend betrachtet. Der Faktor Zeit ist leider zu einschränkend, die FH hat natürlich andere Vorteile (u.a. das Thema Zeit für den Studenten nebenbei zu arbeiten ;)

    Frage ist halt, was willst Du mit diesem Studium erreichen und bist Du mathematisch und zeitlich (d.h. auch finanziell) in der Lage den Zielpunkt realistisch zu erreichen? Dann solltest eher Uni wählen. Die Unterschiede verschwinden zw. FH und BA und Uni immer mehr, allerdings gibt es gewisse Branchen und Positionen, die sich immer nur mit Uni-Abschluß erreichen lassen.
    Mögest Du ein glückliches Händchen bei der Wahl haben. By the Way, hab selber meinen Erstabschluß mit FH gemacht ;)
    Grüße,
    Con

    Zitat

    Aber wie sein analytisches Denkvermögen?


    Brainteaser, mathematische Aufgaben, Cases, (siehe z.B. squeaker.net), lesen, spielen, etc. :)

    Zitat

    Mein Vater zum Beispiel hat auch etwas in dieser Richtung studiert und sich gerade in den 2, 3 Jahren vor meiner Geburt intensiv mit diesem Modelldenken und Organisatorischem auseinandergesetzt. Ich könnte mir also vorstellen, dass das durchaus Auswirkungen hat aber trotzdem muss ich natürlich mir das Ganze von allein aneignen.

    Wenn Du das mal logisch erklären könntest, wäre mir der nächste Nobelpreis sicher (copy und paste in meine Einreichung *ggg*)
    Grüße,
    Con

    Hallo Keule,

    Leider etwas späte Antwort, aber vielleicht nutzt diese doch noch.

    1. "PC gut auskennen" bzw. Hobbymässiges beschäftigen ist weder ein Vorteil noch ein Nachteil für einen Beruf in der IT. Nur leider glauben viele Aspiranten, damit wäre der Umstieg gesichert. Dies ist ein Irrglaube.

    2. Die BAfA genehmigt nach Umstellung des SG III kaum noch Umschulungen, ohne das z.B. die BfA die KOsten übernimmt (Beispiel: Arbeitsunfähigkeit), Infos dazu gibts beim Fallmanager vor Ort.

    3. Erfahrung ja, ohne Berufserfahrung ist die Chance, dass mit einer rein schulischen Umschulung eine langfristige Perspektive sich entwickelt sehr, sehr gering. Die meisten Umschüler zum ITSE stehen danach auf der Strasse bzw. suchen in anderen Branchen (ohne Bezug zur IT).

    Warum:

    Bei den Absolventen der schulischen (!) Ausbildung:
    Fehlende Praxis
    Kein Dienstleister im eigenen Denken etabliert
    Es fehlt an akzeptablen Deutsch und Englischkenntnissen
    Kein Verständnis vom modernen IT-Betrieb (ITIL, COBIT,...)
    Inhaltlich sehr flache, teilweise schlechte Ausbildung
    Hobby ungleich Professionalität im Beruf

    Das wesentliche Fazit: Es fehlt an Praxis.

    Allgemein:
    ITSE ist ein Berufsbild, das wenige Neueinstellungen hervorruft, der IT-Servicemarkt ist am stagnieren (seit 4 Jahren)


    Nun müssen die oben geschilderten Punkte nicht auf jeden Absolventen zutreffen! Ausnahmen bestätigen nur die o.g. Erfahrung ;)
    Ich rate grundsätzlich zu einer detaillierten Betrachtung von Ziel, eigenem Profil und Weiterbildungsinstitut, um nicht nach der Umschulung vor dem Nichts zu stehen...
    Weiterführende Fachdiskussion auf folgendem Board:

    Projekt-love-IT
    Berufsbild ITSE ein Irrläufer?

    Umschulung absoluter BULLSHIT

    ITSE oder doch nur nen erweiteter Strippenleger ???

    Viele Grüße,
    Con

    Zitat

    Also ich habe mir gedacht während des Bachelors ein Auslandsemester einzuplanen. Vorzugsweise in den USA. Praktika strebe ich auch während des Bachelor Studiums an. In den Semesterferien zB.

    Auch wenn erst wenige Erfahrungen aus meinem Umfeld vorliegen, wird es schwer werden im Bachelor Studium schon ins Ausland zu gehen.

    Zitat

    Da ich ja wie bereits erwähnt nicht der jüngste bin möchte ich meine Zeit möglichst sinnvoll und effizient nutzen. Also den Terminkalender was Auslandsaufenthalte und Praktika anbetrifft schon während des B.Sc. Studiums anpassen.

    Damit meinst Du Auslandsaufenthalt inkl. dem von Dir angesprochenen Praktika innerhalb des Bachelorstudiums? Also "nur" ein vollwertiges, mind. 3 Monate dauerndes Praktikum? Das ist zu wenig. Du benötigst 2-3 Praktika.

    Zitat

    Grundsätzlich frage ich mich ob ich auch trotz B.Sc. Studiums in die STrategieberatung gehen kann. Wie ich aber deinen Ausführen entnehmen kann gehen die ANfordeungen an einen Consultant (Strategie) weit über das Studienfach hinaus und es viel mehr der "Mix" machts.

    Die Anforderungen grenzen ans Unmögliche ;) deswegen darf man sich nichts draus machen, wenn es nichts wird... Das Studienfach ist nur ein Teil der Qualifikation.

    Zitat

    Auch entnehme ich deinen ANtworten, dass der Maßstab ein sehr hoher ist. Somit hast du mir mit den Meilensteinen setzen einen wertvollen Tip gegeben. Man weiss eben nicht was kommt und so kann man - falls man den Anforderungen bei kritischer Selbstrefelxion nicht zu genügen scheint - den Kurs abwenden und sich auf andere Bereiche spezialisieren.

    Jo, das meine ich.

    Zitat

    Liege ich da mit den Überlegungen bzgl. Studienfach / Consulting(Strategie) richtig ?
    (Also nicht unbedingt BWL = strategie und WINF != Prozess ..)

    Grundsätzlich ja, Ausnahmen bestimmen wie immer die Regel.


    Zitat

    BTW.: Siehst du die Uni Mannheim im Bereich der WiWI und vor allem BWL als konkurenzfähig mit EBS & Co. ein und wenn ja - in welchem Grad.

    Eine wieder rein hypothetische Frage. Es kommt auf den Absolventen an, nicht allein auf die Uni (Siehe Mix von oben). Der Einstieg von der EBS wird durch das Alumninetzwerk zwar vereinfacht, ist aber bei weitem nicht mehr so "Sahne" wie anno 2000.

    Bitte versuche die Fragen nach dem Motto: "Wenn ich auf der grünen Wiese bin" entweder zu präzisieren oder zu vermeiden. Du wirst keine hilfreiche UND seriöse Antwort erhalten können. Du fragst dazu 10 "Experten" und erhälst 30 Antworten ;)

    Grüße,
    Con

    Jo, dazu würde ich gar nix sagen.
    Denn damit saugst Du mir hypothetisches Zeugs aus der Nase, dass Dir weder hilft noch fühle ich mich damit glücklich.
    Setz Dir ab und zu (alle 2-3 Semester) Meilensteine, in denen Du Deine Eignung überprüfst.
    Dazu gehören nicht nur, aber auch:

    - Praktika bei relevanten Wettbewerbern, ohne diese wirds schwierig. Kriegst Du keine, ist auch Deine Chance für den Brancheneinstieg schwach
    - Business Case Wettbewerbe
    - Recruiting Tage
    - Noten und Auszeichnungen
    - Auslandsaufenthalte
    - Schwerpunkte
    - Bewegungen auf dem Markt, gibt es keine Fluktuation und/oder ist der Markt stagnierend, wirst Du keine Anstellung finden
    - Vitamin B und Kontaktnetzwerk
    - Soft-Skills: Brain-Teaser, Analysestärke, Verhandlung und Rhetorik, Fachkenntnisse, Branchenkenntnisse

    Gerade Praktika und Auslandsaufenthalte solltest Du neben einem 1/2 Jahr Pause zw. Bachelor und master einplanen. Oder hast Du das schon berücksichtigt?

    All das muss zusammenpassen, deswegen keine direkte Antwort.
    Grüße,
    Cón

    Nunja, da da alles Verallgemeinerungen sind, die auch nicht zwingend für jedes Unternehmen gelten müssen, würde ich schätzen, dass mit +35 kein großer Blumentopf mehr gewonnen werden kann. Dies hängt von so vielen Rahmenbedingungen ab, dass diese Aussage eher mit hoher Vorsicht zu geniessen ist.

    Beispiel: Wunsch Einstieg in ein Wirtschaftsunternehmen mit 35 Jahren ohne praktische Erfahrung (natürlich nicht in Forschung und Entwicklung) ist eher eine Ausnahme.
    Grüße,
    Con

    Hallo Juan,
    zb mit VWL/WiWi beginnen und dann nach dem Bachelor/Vordiplom wechseln. Mit der Note musst Du auf jeden Fall umzugbereit sein. Ich würde nach den o.g. Fächern bei Unis / FHs suchen und mir dann daraus eine akzeptable Lösung basteln. Dabei würde für ich Qualität der Lehrer und Akzeptanz meiner Note, d.h. ggf. Anzahl der Wartesemester eine hohe Relevanz haben. ggf. würde ich - je nach persönlichen Wünschen - mit einer Ausbildung starten. Passen könnten "Ausbildungen im Eventmanagement", Hotelausbildungen sowie Ausbildungen in denen Spezialthemen (Beschallung, Ausleuchtung, etc) tiefer bearbeitet werden.
    Viel Erfolg.
    Con