hilfe: was soll ich studieren??!

  • Hallo, ich hoffe dass ich in diesem Forum (mehr oder weniger ;)) fachkundig beraten werde, denn ich bin völlig unentschlossen was ich letztendlich studieren soll. fest steht für mich eigentlich nur, dass ich studieren möchte, eine ausbildung oder ähnliches wäre nichts für mich.
    mein abitur habe ich kürzlich mit 2,4 in Schl-Holst. absolviert, muss nun natürlich noch zum Zivildienst etc etc aber eigentlich hatte ich mir vorgenommen,mich jetzt mal langsam zu informieren,was ich machen könnte.

    Ich möchte gerne die Fächer Mathe,Physik und Chemie weitesgehend aus meinem Studium verbannen, zumindest soweit es geht. Biologie war meine einzige Naturwissenschaft (neben mathe) im abi und bio geht eigentlich. Am meisten interessiert haben mich in der Schule immer Deutsch, Englisch, geschichte,Sport und bedingt Philosophie. Dort waren auch meine Leistungen am besten. privat beschäftige ich mich nur mti einer sache, die für die auswahld es studiums relevant sein könnte, nämlich sehr viel mit Literatur. Also der sog. "großen Literatur", nicht irgendwelche krimi romane oder so ;)

    Ich weiß eigentlich nur,was ich NICHT machen möchte :
    Lehrer !! Alle lehrer die ich kenne die was auf dem Kasten haben sind desillusioniert,frustriert und wirken in ihrer Lehrerrolle eher tragisch komisch und deplaziert als zufrieden, Lehrer könnte ich nie sein.
    Informatik möchte ich auch nicht machen, auch wnen ich in meiner freizeit nicht selten am Rechner bin, aber meine programmiertechniken sind sehr rudimentärer natur und ich habe auich keine lust sie zu vertiefen. Auch mit behinderten Menschen, Kindern oder anderen hilfsbedürftigen möchte ich nicht unbedingt zu tun haben. Dazu gehört wohl auch medizin.

    Da bleibt jetzt hoffe ich noch einiges übrig.
    Ich selbst habe überlegt : germanistik, aber okayx, außer lehrer kann man damit wohl nichts werden (?), Jura, was ist zu diesem Studium zu sagen`? Oder eben irgendetwas geisteswissenschaftliches, für Psychologie wird der NC wohl zu hoch sein (?) reizt mich aber auch nicht soo also kurzum: Ich weiß garnichts

    kann mir irgendjemand einen Rat geben? ich hoffe es hat jemand den text gelesen.
    Danke im Vorraus
    real||

  • Meine Antwort: Studiere Literaturwissenschaft, ewt. Germanistik.

    Meine Fragen:
    1. Wo willst Du studieren?

    2. Wie wichtig ist für Dich Stabilität? Also: Wärst Du im Stande Dich durch ein weniger interesantes Studium zu pressen, wenn Du nachher dafür einen konkreten Job hättest? Oder willst Du lieber etwas studieren, was Dich intersiert und nach dem Studium von Harz 7 und Arbeidtlosengeld 4 abhängig zu sein? Vieleicht sogar in ein anderes Land ziehen?

    3. Was für einen Abschluß willst Du machen? Das tolle am Magisterstudium ist ja eben die zwei extra Nebenfächer.

    4. Was willst Du machen?


    Als Beispiel, ich:
    1. Für mich war gleich klar, daß ich in eine Großstadt leben will und, daß ich nach Bayern zurück will. Noch dazu hat die LMU einen guten Ruf, als fiel die Wahl auf München.

    2. Ich bin so anachristisch und rebelisch in meiner Seele, daß ich mit großer Wahrscheinlichkeit jedes Studium, daß mich nicht 100% interessieren würde, schmeissen würde. Also besser irgenteinen Abschluß, z. B. Philosophie, als ein geschmiessenes Studium.
    Meintetwegen kan ich dann ein arbeitsloser Philosoph werden. Als Akademiker habe ich einen bisschien anderen Status im Arbeitsamt und kan dann halt paar Semster Pedagogik machen, um Lehrerin zu werden (vor einem Jahr wollte ich auch nicht Leherin werden, jetzt habe ich meine Meinung geändert; ich könnte gerne in der Oberstufe arbeiten).
    Wie anarchistisch bist Du? Wie hoch sind die Chancen, daß Du ein uniteresantes Studium schmeisst?

    3. Obwohl ich Philosophie als Hautpfach haben werde, sind meine Nebefächer Sprachen. Somit könnte ich für internationale Organizationen ziemlich aktraktiv werden. Das ist das, was ich zu bieten habe. Was hast Du zu bieten? Heut zu Tage kann jeder Idiot ein Abi und einen Uniabschluß schaffen, da muß man schon was mehr bieten. Was ist das tolle an DIR?

    4. Gehört auch ein bischien zu Punkt drei: Praktikum. Ich möchte am liebesten an meiner Uni bleiben, aber werden die Platz für mich da haben...? ;(
    Ich schreibe furchtbar gerne, also werde ich während meines Studiums versuchen in irgentwelchen Zeitungen mitzuschreiben. Auch wäre ich im Stande, ein halbes Jahr als Tippse zu arbeiten, wenn ich dafür ein Papierchien bekomme und evt. Leute kennenlerne. Somit habe ich einen Beweis, daß ich genauso gut tauge, wie ein Jurastudent, obwohl ich "nur" Philosophie studiert habe. Und vieleicht suchen die neukennengelernten Leute ein Vereintes Europa in einer Person (also mich :D )


    Noch was: Ich lese auch sehr viel und würde furchtbar gerne Literaturkritiker werden (der neue Reich- Reinicki :P ) Literaturwissenschaft hat mich aber überhaupt nicht angemacht, weil die davon ausgehen, daß man jedes Buch zu Tode analysieren kan. Mich faszieniert Literaturanalyse sehr, aber ich bin der Meinung, daß es Kunst für Kunst gibt, also Bücher, die man nicht analysieren kan (z. B. Cortazar). Versuch rauszufinden, wie der Studienaufbau auf Deiner Uni aussieht.
    Du bist Dir bewußt, daß Germanistik auch Sprachgeschichte und so was bedeutet? Ich kenne eine Menge Literaturfreunde, die Germanistik/ Nordistik/ Polonistik wählen und dann sehr Überrascht sind, wenn sie altpolnische Texte übersetzen müssen. Philologie ist Literatur- UND Sprachwissenschaft.

    Ich glaube, Du bist der Typ, der studieren will, um zu studieren, nicht um einen Beruf zu erlangen. Da hättest Du gleich auf die Hautpschule gehen können.
    Dein Abidurchschnitt hat auch wenig zu sagen. Die meistet Lehrer sind so oder so Idioten :P Meine schlechte Note in Mathe kommt nicht daher, daß ich es nicht kan. Ich war nur so demotiviert, daß ich kaum mein Mathebuch im letzen Schuljahr geöffnet habe.

    Am Ende enden wir so oder so als arbeitslose Akademiker,

    Viele Grüße und heiße Küsse,

    Der kleine Bär

  • 1. Der ort ist mir ziemlich egal hauptsahc eichw erde dort direkt angenommen und die uni hat einigermaßen einen ruf...

    2. das ist die große frage die mich bewegt - deshab schwanke ich zwischen meinem ideellen studientraum germanistik und dem trockenen Wirtschaftswissenschaften, auch wenn es sehr materiell klingt, aber ich glaube,dass ich letztendlich wie du schon sagst eher für einen job studieren sollte als nur so zum spaß. Ich weiß es aber nicht sicher da germanistiok mich schon SEHR reizt.

    3. keine ahnung welche nebenfächer ich belegen könnte.

    4. gute frage..

    2b: ich würde mich nicht gerade als "anarchistisch" betrachten, aber es ghibt ganz adnere gründe, warum ich ein uninteressantes studium schmeißen könnte, nämlich aus desinteresse. Andererseits,wenn ich mich zusammennehme kann ichs auch durchstehen.

    3b: keien ahnung was das tolle an mir ist.. also es ist zumidnest nicht sehr offensichtlich ;)

    -> Mir ist ziemlich genau klar, was germanistik bedeutet, und auch die abschreckenden teile des studiums wie altdeutsche gesangsdichtung oder mittelalterliche verse und deren exakte analyse bis zu ihrer wirkung finde ich hochinteressant. daran liegt es also weniger. Auch sprachforschung , Linguistik und Morphologie finde ich spannend, da ich mich allgemein gerne mit sprache ebschäftige.

    --> Was ich auf der hauptschule sollte verstehe ich nicht ohne weiteres, ich möchte natürlich für meinen job studieren, aber ich würde auch gerne das machen, wo meinen persaönlichen tendenzen und begabungen liegen.. andererseits will ich auch kohle machen, es ist eine ganz schwere sache...

  • Resulat meiner Analyse:

    Du würdest Dich am wollsten in der Germanistik fühlen, hast aber keine besondere Lust eine stabile Zukunft zu riskieren.
    Ich würde Dir ein Magisterstudium vorschlagen, in dem Du was Vernüftiges als Hauptfach wählst und Germanistik plus Sprachwissenschaft oder Literaturwissensschaft als Nebenfächer. Somit hast Du Ideeles mit Praktischem verbunden. Du kannst ja immer noch wechseln.

    Du redest von Arbeit... was für eine Arbeit? Irgenteine? Willst Du reich sein? Oder willst Du eigentlich Dich für den Rest Deines Lebens in Deinem Zimmer einsperren und mitteralterliche Verse zu Tode analysieren?
    Bist Du Dir auch ganz sicher, daß Du nicht als Leherer in der Oberstufe arbeiten könntest?

    Grüße.

    CJ

  • ich will die möglichkeit bekommen,viel geld zu verdienen,und diese auch erreichen, ist ja ganz logisch. Mittelalterliche verse analysieren ist nicht unebdingt unspannend, ich könnte mir auch wenn du es als Sarkasmus eingebaut hast durchaus vorstellen.

    Aber mein problem bleibt : ich hab nachher meinen germanistik abschluss, bin 28 und finde keine guit bezahlte stelle..das wäre mein albtraum

    wie meinst dud as magisetrstudium mit literatur als nebenfach ? was soll dannd as hauptfach werden?

    ich möchte eben schone wtas machenw as mich interessiert, andererseits will ich auch einen guten,sicheren job ind er zukunft... das ist der große konflikt, keine ahnung wie ich das deichseln kann

    edit : wie schauts mit journalismus und psychologie aus, ich denke bei beiden liegt der NC unter 2.0 oder ? Oder kann es auch unis geben, wo er auf 2.4 fällt weil die stadt hässlich oder die uni miserabel ist ? wie lange müsste ich sonst warten`?

  • 1. Es war kein Sarkasmus. Ich habe es ernst gemeint. Wenn ich Deine Hobbies hätte, würde ich wahrscheinlich Germanistik als Hauptfach, Literatur- und Sprachwissenschaft als Nebenfächer wählen und hoffen, daß ich als Wissenschaftler an meiner Uni bleiben darf. Aber ich bin halt eben so: Alles oder nichts.
    2. Als Hauptfach sollst Du was wählen, was Dir einen gutbezahlten Job sichert. Ich hab keine Ahnung, was das sein könnte, weil ich nie in diesen Kategorien gedacht habe. In den Jahren, in denen ich studiere, kan sich vieles ändern.
    In Norwegen war vor zwei, drei Jahren der sicherste Ausbildung, für die Du Dich entscheiden konntest, Informatik. Jetzt herrscht die höchste Arbeitslosigkeit unter den Informatikern.
    Im Herbst sind Wahlen. Wahrscheinlich bekommen wir eine neue Regierung und eine Kazlerin. Die werden mindestes so lange an der Macht sitzen, wie ich studiere. Weiß der Geier, was die erfinden werden.
    Wenn ich micht im Bekanntenkreis umschaue, sehe ich, daß die, die "seltsame" Abschlüsse haben, am weitesten gekommen sind. Es sind halt Leute, die flexibel sind. Als Journalist oder Psychologe kannst Du halt eben nur als Journalist oder Psychologe arbeiten. Nach Germanistk bleitb Dir immer noch die Journalistik offen, es gibt Biblioteken, Goethe Institut, Schulen, Unis, Verlage, Literaturkritiker ect.
    Ich könnte mir nicht verzeihen, wenn ich mich erst durch ein uninteresantes Studium zwinge und dann trotzdem arbeidslos bin. Ich glaube, daß die einzigen sicheren Studiengänge Jura und Medizin sind.
    Hat es auch Sinn irgentwas "Vernünftiges" ein einer Uni zweiter Klasse zu studieren?

    Werde Dir bewußt, wie Du Leben willst. Leidenschaft und Interese kan man in den seltesten Fällen mit Vernuft und Stabilität vereinen.

    Grüße,

    CJ

  • bei jura stehen die chancen leider gaqnz und garnicht gut,zumindest wenn mand er stern jobampel glauben darf,da es viel zu vi9ele juristen gibt und die arbeitslosigkeit steigt.

    Ich könnte ja auch versuchen, germanistik mit Politologie und Publizistik zu kombinieren und dadurch fitter fürs ebrufsleben zu werden.
    oder lieber ne fremdsprache und egschichte ? oder irgendwas wirtschaftliches als jobsicherung,wenn alle stricke reißen ?

    ich hab echt keinen plan

  • Ich werde jetzt ganz böse, gemein und sarkastisch sein:

    Ich glaube, ich habe Dein Problem entdeckt: Sterns jobampel... hm... ;) Nehmen wir doch mal den SPIEGEL, was haben wir den da? Einen SPIEGEL- Titel über junge, arbeidslose Menschen mit Top- CV. Nach einem Jahr haben die meisten von ihnen eine Arbeit gefundne. Dann einen Artikel über einen Kerl der sein Abi mit dem Durchschnit 0,43 schafte, auf der selben Seite ein Link zum Artikel mit dem Titel "Wir haben abgebrochen!" und es trotzdem zu etwas gebracht.
    Was ich damit sagen will: Zeitungen sind immer aus Sensationen wild. Es ist gut sich Statistiken und Prognosen anzukucken, aber man sollte darauf seine Zukunft nicht bauen.
    Als wir nach Norwegen gingen, war die Arbeitslosigkeit der Ärtzte ernorm. Fünf Jahre später herrscht Ärtztemangel- viele Studenten haben sich nicht getraut ein Medizinstudium anzufangen.
    So kan es Dir auch ergehen.
    Muß aber nicht so sein.

    Ich informiere mich seit drei Jahren und bin zum Schluß gekommen, daß für mich das beste ist, meiner Leidenschaft nachzugehen. Für jemanden andreren ist Stabilität wichtig. Eine Bekannte von uns schrieb gestern, daß, wenn sie sich ihre Kontoauszüge ankuckt, sie zu dem Schluß kommt, daß sie doch das Richtige gemacht hat: Stabitität im Alltag und Leidenschaft als Hobby in der Freizeit. Trotzdem träumt sie oft davon das alles zu schmeissen und mit einem Rucksack auf den portugiesischen Stränden rumzuwandern...

    Du wirst jetzt ein Jahr lang Zeit haben nachzudenken. Du solltest wirklich rausfindne, was Du willst. Das Ganz Große Geld ist oft mit viel Stres verbunden, ist das was für Dich?

    Ich bin ja mal gespannt, was beim Nachdenken rauskommen wird =)

  • beim nachdenken ist nicht viel rausgekommen bis jetzt.

    ein jahr ist es nicht ganz, zivildienst geht 9 monate und man muss sich ja schon einige monate vor semesterbeginn bewerben schätze ich mal..

    Stress ist natürlich nichts für mich so wie für keinen gesunden menschen aber ich muss mich damit arrangieren, jetzt, früher und später. Jeder msus das und ich denke das sich damit klarkomme. Es gehört gewissermaßen dazu.

    Sagmal was macht deine freundin? ;)
    ich denke mal, wir können uns darauf einigen, eine brücke zu ziehen zwischen interesse und berufstauglichkeit als faktoren. Denn wo Interesse herrscht,wird man ja wahrscheinlich besser sein als da, wo man nur aus karrieregeilheit studiert, richtig ? das heisst man wird auch bessere abschlussnoten hinlegen und bessere jobchancen haben, so stelle ich es mir zumindest vor. Wo mit man germanistik kombinieren kann respektive soll weiß ich aber immernoch nicht <(

    Sagmal eine persönliche frage: wieso bist du um die zeit noch im board? =)

  • Beim Nachdenken bist Du sehr weit gekommen: Du weißt, was Du nichts willst, weißt, daß Du furchtbar gern Germanist werden würdest. Du weißt aber nicht, wieviel Du riskieren willst. Ich glaube aber, daß Du das in den nächsten Monaten rausfinden wirst.

    An der LMU ist die Frist für das WiSe 15. Juli, für daß SoSe 15. Januar. Sehr kurzfristig, Du hast also Zeit genug.

    Das ist eben der Punkt: Wenn Du Germanistik liebst, bist Du wahrscheinlich sehr gut darin. Somit erhöhen sich die Chancen für eine Forschungstelle an der Uni. Wie gesagt: Im schlimmsten Fall wirst Du Gymnasiumlehrer.

    Ich habe gestern Abend, also heute Morgen versucht, mit diesem verfluchten Motivationsschreiben :hanged: weiterzukommen. Ich habe schon einen Abschnitt mehr :cheerleader:

    Ich sollte jetzt eigentlich daran weiterschreiben, aber... ich bin hungrig und muß somit einkaufen gehen :rolleyes:

    Erschiest mich,

    KleinBohema

  • 8o ich verstehe

    naja schaun wir mal jedenfalls danke für deine hilfe irgendwie wirds schon klappen

    eine frage hätte ich noch: wie kann man praktika, die man bei germanistik ja viel durchführen soll, zeitlich und organisatorisch mit dem studium vereinbaren, muss man dann die vorlesungen ausfallen lassne wegen der praktika ? Das würde ja bedeten, je mehr praktika, desto mehr nachteil im studium...

  • Ja... das muß ich auch erst noch rausfinden... Du kannst ja erstmal mit dem Grundstudium fertig werden. Ich bin noch nicht Studentin :D

    Grüße,

    CJ