pviate FH vs. staatl. Uni

  • Hallo Volkano,

    da Du uns bezüglich Deiner Auswahl, sowie Deiner pers. Ziele und Parameter im Unklaren lässt, kann man das ganze nur strategisch umschreiben.

    Was genau meinst Du mit privater FH? So etwas wie eine VWA oder doch eine sog. Elite-Schule? Ich gehe einfach mal vom zweiten aus.

    1. Private FH = Studiengebühren, sowie wohnen vor Ort und viel Stress (oftmals mit Pflichtauslandsaufenthalten). -> Üblicherweise mit Familie nicht zu machen
    Dabei sind die privaten FHs (Vallendar WHU Witten-Herdecke, ESCP usw.) nicht wirklich auf Steuern / WP fokussiert. Dort gibt es eine praxisnahe (manche würde sagen theorieentlastete) Ausbildung, die kaum mit staatlichen Unis (!) zu vergleichen ist.

    2. Staatliche Unis, nun dazu gibt es wohl genügend hier oder im Netz. Für Wirtschaftsprüfung / Steuern ist Nürnberg / Mannheim oder München ganz gut. Aber Du wirst ja wahrscheinlich nicht mobil sein können, oder?

    Werf doch mal ein paar Klarstellungen von Deiner Seite ein.

    Grüße
    Con

    P.S: Groß- und Kleinschreibung wäre durchaus hilfreich

  • Deinen Ausführungen über FHs und Unis kann man, glaube ich, so in etwa zustimmen. Mal mehr mal weniger, hängt von Uni und FH ab, aber i.d.R. trifft das schon zu.

    Wenn du den Mehraufwand in Stunden den du an der Uni mehr lernen musst mit denen vergleichst die du arbeiten musst um die Studiengebuehren der FH locker zu machen, nehmen sich diese Zahlen vermutlich nicht viel.

    Wenn du an nicht auf wissenschaftliches Arbeiten stehst denke ich das die FH für dich besser geeignet ist. Außerdem geht es dort i.d.R. schneller zum Diplom/Master/Bachelor als an der Uni.
    Persönlich denke ich, das Uni auch schwerer ist als FH. Ich kann das nur mit Gesprächen mit Leuten die beides kennengelernt haben begründen, da ich selber (noch) nie an einer Uni war. Allerdings fand ich die FH wahnsinnig einfach. Kann aber auch daran liegen, das BWL einfach einfach ist.

    Viel Glück,

    Andreas

    If Adam and Eve were Chinese, we would still be in paradise because they would have ignored the apple and eaten the snake!

  • Zitat

    Original von Volkano
    Stimmt es, dass die FH´s schulischer, intensiver, schneller und zielgerichteter sind?

    Mit schulischer meine ich, dass die FH´s "praxisbezogener" sein sollen, d.h. auch die Sachen anhand praktischer Fallbeispiele, Gruppenarbeiten, etc. rüberbringen..Vorlesungen seien keine richtigen Vorlesungen, sondern Unterricht wie in der Schule, sehr interaktiv und der lerngeschwindigkeit der Gruppe angepasst..

    Dem kann ich zumindest nur teilweise zustimmen, ich habe zwar auch nicht den direkten Vergleich zur Uni (nur die Gespräche mit einigen Wechslern von Uni auf FH) - "praxisbezogener" in dem Sinne ist es auf jeden Fall, dass in vielen Dingen eher die Anwendung wichtig ist (z.B. Mathe) als die stundenlange Herleitung oder der Beweis irgendwelcher Formeln. Wobei das AUCH gemacht wird, aber halt nicht so intensiv (in der Prüfung mussten wir aber schon was beweisen).

    Die Vorlesungen kommen bei uns sehr auf den Prof an, wir haben die, die relativ interaktiv sind, d.h wir können auch mal Fragen zwischendrin stellen oder der Prof fragt was, aber das ist eher die Ausnahme, die Regel ist wie an der Uni, dass der Prof erzählt, also richtige Vorlesungen. Ergänzend haben wir aber dann die Übungen bzw. seminaristischen Vorlesungen in Kleingruppen und die sind dann bei den meisten Profs interaktiv. Dass die der Lerngeschwindigkeit der Gruppe angepasst sind, kann ich bei uns aber z.B. auch gar nicht sagen, zumindest nicht bei den meisten Profs. Frag besser nicht, wie mein Prof in Analysis vorgegangen ist, da kam bei den Vorlesungen so gut wie niemand mit.Und praktische Fallbeispiele, die such ich bis heute oft *ggg

    Aber es ist halt wie geschrieben nicht so wissenschaftlich, sondern eher anwendungsbezogen und wie Andreas schon sagte, es ist von FH zu FH verschieden, am besten fährst du mal hin und schaust dir an einem normalen Vorlesungstag einige Veranstaltungen an.

    Ansonsten stimme ich Andreas zu, FH ist schneller - ob man weniger lernen muss ist relativ, wie gesagt, ich habe keinen genauen Vergleich, aber wir haben doch einige, die jeden Tag bis 20h an der FH sind und lernen. Im Schwierigkeitsgrad gibt es auch von FH zu FH Unterschiede.

    Also einfach mal hinfahren und anschauen, wobei ich dir - rein vom Lesen deines Beitrags - eher zu FH raten würde.

    Gruß
    Silver

    Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir ein gutes Stück weiter

  • Da haste mich falsch verstanden, ich bin an ner FH ;o)

    Hatte auch überlegt an eine Gesamthochschule zu gehen (Siegen), aber für die FH (Dortmund) hat bei mir dann eindeutig die kürzere Studiendauer gesprochen (muss aus verschiedenen Gründen so schnell wie möglich fertig wrden), auch wenn ich beabsichtige, den Master nachher noch per Fernstudium draufzupacken, weil mich das wissenschaftliche Arbeiten doch auch sehr interessiert.
    Aber nu isses eben erstmal FH geworden, weil es wirklich in der Regelstudienzeit zwei Semester weniger sind, es soll später in den Bereich der technischen Informatik gehen, Microcontrollertechnik (Embedded Systems) finde ich super-spannend ;o) Also was gaaaaaaaanz anderes als BWL *lach

    Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir ein gutes Stück weiter

  • @ Volkano:

    Doppeldiplomstudiengang einer holländischen Business School und einer deutschen FH (siehe Profil).

    Ich fand es erschreckend einfach, da ich am Gymnasium in Erdkunde und Physik eher an meine geistigen Grenzen gestossen bin (um immer 15 Puntke zu holen) als an der FH. Das hätte ich eher andersrum erwartet - aber BWL ist nun mal BWL.
    Ich bin noch nicht ganz fertig - mache gerade mein letztes Theoriesemester in Peking und schreibe vor Ort bei einem Unternehmen gleichzeitig Diplomarbeit.

    Noch bin ich also nicht im Berufsleben. Möchte auch erst noch promovieren und dann Richtung Consulting.

    Gruß,

    Andreas

    If Adam and Eve were Chinese, we would still be in paradise because they would have ignored the apple and eaten the snake!

  • Zitat

    Original von Volkano
    Andreas
    @ silver

    korrigiert mich, aber ich habe bei euch beiden festgestellt, dass "nur" ein fh-abschluss euch nicht ganz "sättigt"..?

    Der Master hinterher ist für mich vor allem auch Option, weil er mehr spezialisiert als mein FH-Diplom es tun wird. Mag in anderen Bereichen sicherlich anders sein, aber ich denke, mit der Zeit wird sich dann zeigen, ob es möglich/nötig ist oder nicht mit dem Master.

    Ja, du hast recht, von Uni auf FH wechseln kannst du später immer noch - oder das Diplom I an der Uni machen (oder haben die da mittlerweile den Bachelor?)

    Wünsch dir viel Erfolg,

    Gruß
    Silver

    Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir ein gutes Stück weiter

  • Nun äußere ich mich auch einmal dazu:

    @Con:

    Zitat


    Staatliche Unis, nun dazu gibt es wohl genügend hier oder im Netz. Für Wirtschaftsprüfung / Steuern ist Nürnberg / Mannheim oder München ganz gut.

    So sehe ich das auch. FFM ist im bankennahen Bereich sicherlich auch noch gut. Aber wie schon erwähnt, wenn die Mobilität nicht gegeben ist, dann muss man seine Ansprüche ein wenig herunterschrauben.

    Volkano:

    Zitat


    Nur weiss ich halt nicht ob lieber ne staatl. uni (dieses jahr bietet sich wohl die letzte Möglichkeit mit fh-reife auf einer Uni zu studieren, zumind. in NRW an den ehem. GHS ist das wohl so) oder private FH.

    Nunja, die GH sind mMn nicht gerade die Überfliegeruniversitäten, da ist es evtl. klüger sich eine spezialisierte FH zu suchen. Aber auch wieder eine Frage der Mobilität, nicht wahr? ;)

    Zitat


    Die private FH kostet richtiges Geld, ok - dafür ist sie so konzepiert, dass du an einem Tag komplett frei hast und an 2-3 Nachmittagen, d.h. du kannst praktisch einer Teilzeitbeschäftigung (16-20std.) nachgehen.

    Auch auf einer ganz normalen Universität kannst du nebenbei arbeiten, da WiWi-Studiengänge bekanntlich während des Semesters nicht ganz so aufwendig sind wie z.B. technische Studiengänge.

    Zitat


    Stimmt es, dass die FH´s schulischer, intensiver, schneller und zielgerichteter sind?

    Jein. Sicherlich ist es rel. leicht das Studium in der Regelstudienzeit zu schaffen, kommt auf die Größe an. Schulischer sicherlich auch nur in Bezug auf die meist kleinerer Gruppen. Intensiver würde ich vollstens verneinen, gerade bzgl. des vermittelten Wissens.

    Zitat


    Mit schulischer meine ich, dass die FH´s "praxisbezogener" sein sollen, d.h. auch die Sachen anhand praktischer Fallbeispiele, Gruppenarbeiten, etc. rüberbringen..Vorlesungen seien keine richtigen Vorlesungen, sondern Unterricht wie in der Schule, sehr interaktiv und der lerngeschwindigkeit der Gruppe angepasst..

    Phänomen WiWi. Praxisbezogener ist das nicht. Außer du bist an der ESB oder dergleichen. Deine Praktika kannst du auch an der Uni machen, theoretisches Wissen bleibt theoretisches Wissen, der Wissentransfer in Fächern wie Marketing, Controlling etc. ist eigentlich überall gleich, unterscheidet sich nur in der Masse. Zum Thema Vorlesungen: Das sind def. normale Vorlesungen außer du bist in einer Kleingruppe mit bis zu 10 Personen, angepasster und interaktiver im Vergleich zur Uni? Niemals. Case Studies, Gruppen- und Projektarbeiten hast du überall.

    Zitat


    Die Uni dagegen, so sagt man, sei "nur Theorie", du hast nen Prof. und seine "Vorlesungen"..sie würde länger dauern, und du "lernst zwar alles richtig wissenschaftl., jedoch lernst du nicht, wie man dieses theoretische Wisssen in der Praxis einbringt"..vor allem würde man an der Uni sehr viel lernen, was man später im Beruf "eh nicht" braucht..

    Auch die FH besteht zum Großteil aus Theorie. Ja, auf der Uni wirst du im Normalfall mehr wissenschaftliche Arbeiten schreiben, aber das trockene graue Theoriegerüst hast du eben auch auf der FH, im WiWi Bereich unterscheiden sich die beiden Typen von der Konzeption her sicherlich nur geringfügig. Es gibt übrigens auch FH's an denen man im BWL Studium an die 10-15 Hausarbeiten schreiben muss ;)

    Andreas:

    Zitat


    Persönlich denke ich, das Uni auch schwerer ist als FH. Ich kann das nur mit Gesprächen mit Leuten die beides kennengelernt haben begründen, da ich selber (noch) nie an einer Uni war. Allerdings fand ich die FH wahnsinnig einfach. Kann aber auch daran liegen, das BWL einfach einfach ist.

    Das kann man glaub ich voll und ganz unterschreiben, gibt sicherlich regionale Unterschiede, aber im Großen und Ganzen stimmt das

    [SCHILD=11]WORD![/SCHILD]

    Zitat


    Ich bin noch nicht ganz fertig - mache gerade mein letztes Theoriesemester in Peking und schreibe vor Ort bei einem Unternehmen gleichzeitig Diplomarbeit.

    Oh ja, stimmt. Wollte dir so oder so noch einmal eine Email schreiben. Wie die Zeit vergeht ;)

    Silverblue:

    Man muss unterscheiden, im technischen Bereich gibt es def. Unterschiede, doch diese sind im WiWi-Bereich nicht wirklich gegeben, da ist nichts praxisbezogener oder dergleichen. Aber in Bereichen der Informatik und des Ingenieurswesens, geht es schon eher in Richtung TU, da hast du recht.

    Zitat


    Ja, du hast recht, von Uni auf FH wechseln kannst du später immer noch - oder das Diplom I an der Uni machen (oder haben die da mittlerweile den Bachelor?)

    Joar, dies sind auch dabei umzustellen.

    Das waren meine 2 Cent.

    Gruß
    Markus

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  • Zitat

    Original von Markus
    Oh ja, stimmt. Wollte dir so oder so noch einmal eine Email schreiben. Wie die Zeit vergeht ;)

    Dann mal los...

    Übrigens, danke für den Tipp mit openbc...

    MfG,

    A

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  • Zitat

    Original von mya_no_1
    Hey Volkano

    Vielleicht hilft dir dieser Link bei deiner Entscheidung :)

    http://www.stern.de/wirtschaft/arb…tml?nv=cp_L2_rt

    Wobei Nutzer schon sehr vage und relativ ist, wer weiss ob diese Jobsucher oder Unternehmen sind ;) Im WiWi-Bereich sieht das außerdem sowieso alle ganz anders aus.

    Just my 2 cents.

    Gruß
    Markus

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  • "Welcher Abschluss ist für eine erfolgreiche berufliche Karriere erforderlich?"

    Sehr präzise... "eine erfolgreiche berufliche Karriere".
    Super Befragung, super Ergebnis. Super Stern.

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  • Zitat

    Original von Andreas82
    "Welcher Abschluss ist für eine erfolgreiche berufliche Karriere erforderlich?"

    Sehr präzise... "eine erfolgreiche berufliche Karriere".
    Super Befragung, super Ergebnis. Super Stern.

    So sieht es aus, deshalb auch immer die Finger von den CHE Rankings lassen, dann doch lieber WiWo bei denen Personalchefs befragt werden.

    Gruß
    Markus

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