Bestimmen nur die Unternehmungen Richtung der Produktion???

  • Hallo!

    Vielleicht kann mir jemand bei dieser Frage helfen:

    "In einer Marktwirtschaft bestimmen allein die Unternehmungen Richtung und Umfang der Produktion!"

    Richtig oder Falsch???

    Ich würde sagen falsch, denn das Verhalten der Konsumenten spielt doch auch eine Rolle, oder???

    Vielen Dank schon im Voraus für eure Hilfe

    Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten.

  • Falsch.

    Genau wie du sagst. Marktwirtschaft ist Angebot UND Nachfrage.
    Da wo sich beide Treffen ist das equilibrium (weiss grad nicht wie man das auf Deutsch sagt) und somit die Absatzmenge, welche UNGEFAEHR der Produktion entspricht (wenn man davon ausgeht das die Unternehmen in etwa das produzieren was der Markt Ihnen abnimmt).
    Verschiebt sich entweder Angebot ODER Nachfrage, so verschiebt sich auch die Produktionsmenge. Daher ist die Hoehe der Produktions bikausal.

    MfG,

    Andreas

    If Adam and Eve were Chinese, we would still be in paradise because they would have ignored the apple and eaten the snake!

  • Desweiteren hängt die Produktion natürlich auch vom Staat ab, z.B. Umweltauflagen etc.

    Gruß
    Markus

    Edit: Weitere Faktoren die du Berücksichtigen kannst: Arbeitsangebot sowie Technologie. Eben alle bekannten volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren.

    I don't always know what I'm talking about but I know I'm right!


    E-Mail: markus at study-board.com


    Skype und MSN auf Anfrage

  • Hallo Rose,

    Abhängigkeiten bestehen wieterhin:

    - von der Mege der eingesetzen PF
    - verfügbare Terchnologie, Effizient der Faktornutzung
    - institutionelle Faktoren: Rechtssystem, Sozialsystem, Eigentumsrechte.....

    LG Wastel

    "Das Alter ist nämlich eine unheilbare Krankheit" Seneca

  • Hallo zusammen,

    wie immer in der VWL gibt es keine einheitliche Antwort. Vielmehr ist nach einer Begründung gefragt. Denn je nach wirtschaftstheoretischer Richtung folgt daraus die Aussage. Die bekanntesten sind Angebots- und Nachfragepolitik, Klassik vs. Keynes.

    Das saysche Theorem wurde 1803 von Jean Baptiste Say aufgestellt. Es zählt zu den neoklassischen Theoremen der Volkswirtschaftslehre und ist ein entscheidender Baustein zum Verständnis der Wirtschaftsstrukturen.

    Seine Grundaussage lautet:

    Die Summe aus geplantem Angebot und geplanter Nachfrage muss übereinstimmen. Wer am Markt ein Gut (etwa auch die eigene Arbeitskraft) anbietet, will Einkommen erzielen, damit er selbst Güter kaufen kann.

    Ein erhöhtes geplantes Güterangebot generiert daher automatisch eine entsprechend höhere geplante Nachfrage. Es kann daher ein unzureichendes Nachfrageniveau gar nicht geben. Auf Teilmärkten sorgt der Preis für Markträumung.

    Demnach bestimmen in einer Marktwirtschaft allein die Unternehmungen Richtung und Umfang der Produktion! Es gibt alsoex-ante ein Gleichgewicht (equilibrium) auf dem Markt. [Allerdings, Andreas82, ist dies, nur vom Angebot abhängig.]

    Keynes widerlegt das Saysche Theorem. Er sagt, dass es gar kein ex-ante Gleichgewicht auf dem Markt geben könne. Angebot und Nachfrage sind höchstens ex-post im Gleichgewicht. Er folgert daraus, dass der Staat den Ausgleich von Angebot und Nachfrage schaffen muss und begründet so seine Nachfragesteuerung.

  • Die Antwort auf diese Frage würde ich nach dem ILS Studienheft so beantworten:

    Einerseits beeinflusst die Nachfrage der Haushalte die Produktion, da die Unternehmungen sich bei der Produktion nach den Bedürfnissen der Haushalte richten. Auf der anderen Seite
    bestimmt jedoch auch die Produktion die Nachfrage, da die Höhe der Nachfrage von der Höhe der Einkommen und diese wiederum von der Höhe der Produktion abhängt. Man kann aber definitiv nicht sagen wenn ein Unternehmen ein Produkt günstiger macht das dieses dann auf eine größere Nachfrage trifft, genauso könnte es sein das gerade bei diesem Produkt eine höhere Nachfrage durch einen höheren Preis entsteht. Zwischen allen Wirtschaftsobjekten
    besteht also eine wechselseitige Abhängigkeit, Unternehmungen fragen
    [FONT='Arial','sans-serif']Produktionsfaktoren nach, fertigen Güter und bieten diese an, Haushalte bieten Arbeitskraft und Sachkapital und fragen die Güter nach.[/FONT]
    [FONT='Arial','sans-serif'][/FONT]
    [FONT='Arial','sans-serif']Oder seh ich das falsch?[/FONT]