"FairAd insolvent - weitergabe von 760.000 kundendaten"

  • hi leutz,

    zu dieser meldung braucht man nix hinzuzufügen. höchstens, dass da noch mehr
    "insolvente" casher for surfs folgen werden, die allemal nicht das ansehen hatten
    wie fairad.

    zitat:

    Meldung vom 19.09.2002 15:52

    Insolvente Firma FairAd gibt 760.000 Kundendatensätze weiter (Update)

    Mit der Münchener Firma FairAd musste in dieser Woche wieder ein Anbieter eines
    so genannten "Paid-For-Surf"-Angebots ins Gras beißen. Die Firma stand insbesondere
    aufgrund der Werbeflaute schon einmal am Rande des Abgrunds. Über eine spezielle
    Software pushten die Server des Unternehmens Werbebannner auf den Windows-
    Desktop des Kunden, der als Gegenleistung in bestimmten Abständen je nach
    Werbekonsum-Bereitschaft Geld auf sein Konto überwiesen bekam.

    Nebenbei beobachtete die Software das Surfverhalten des Nutzers und meldete die so
    gewonnenen Profile fleißig an FairAd zurück. Der Anbieter betonte stets, diese Profile
    absolut anonym vorzuhalten und garantierte dies auch in seinen Allgemeinen Geschäfts-
    bedingungen. Solcherlei Versprechen gelten offenbar nicht mehr, wenn ein Maximum
    aus der Konkursmasse, die als wesentlichen Bestandteil die Kundendaten umfasst,
    herausholt werden soll.

    Die Pleite-Firma ist kurz nach der Insolvenz-Anmeldung eine "Marketing-Partnerschaft"
    mit promio.net, einem Bonner Direktmarketing-Unternehmen, eingegangen. promio.net
    brüstet sich in einer Mitteilung, jetzt Zugriff auf 360.000 Nutzerprofile von FairAd zu
    haben. Außerdem würden Gespräche laufen, "weitere 400.000 FairAd-Nutzer in die
    Vermarktung aufzunehmen", verkündete promio.net heute.

    In den letztgültigen AGB von FairAd, die die Firma mittlerweile nicht mehr zur Einsicht
    auf ihrer Website anbietet, findet sich kein Hinweis darauf, dass die Nutzer-Adressen
    für E-Mail-Marketing-Kampagnen genutzt werden dürfen. Im Gegenteil: Punkt 3 der zum
    Vertrag zwischen Kunde und
    FairAd gehörigen Bedingungen ist eindeutig: "Die TeilnehmerPersonalien werden
    lediglich für die Überweisung benötigt. FairAd gibt diese Daten nicht an Dritte weiter."

    quelle und weiterlesen: http://www.heise.de/newsticker/data/hob-19.09.02-000/

    gruss vom webplumber