"int. Naturwissenschaften, insb. Biologie"

  • Noch ein halbes Jahr, und dann habe ich mein Abi. Jetzt bin auf der Suche nach einem Studiengang. Dieser sollte zu einem Beruf, der auf internationaler Basis gehalten wird, führen. Zuerst habe ich an „International Relations“ gedacht, steuere nun jedoch eine Kombination aus Wirtschaft (BWL / VWL), Naturwissenschaften (Biologie, Physik, Mathematik) und eben dem Internationalen an.

    Ein „Beispielberuf“ wäre – aus aktuellen Anlass – folgender: Klimagipfel, Energieverbrauch soll auf Grund der Probleme in unserer Umwelt überdacht werden. Ich berate (Consulting?), welche Maßnahmen sinnvoll und möglich (für alle mögl. Länder) erscheinen.

    Im Studien-Dschungel findet man hier ein Fächerangebot zum Thema: http://www.iwr.de/studium/Umwelt/Enviroment, Ressourcen und Energie / Systeme, Wirtschaft, Technologie und Management

    Evtl. würde eine Kombination von Bachlor (Studium: Biologie) und Master (Studium: ???) (beides an einer Universität!) zu diesem „Globalisierungsding“ führen. Um Sprachen einzubinden könnte ich mir ein Semester / Studium im Ausland vorstellen.

    Wie finde ich gezielt die Studiengänge, die mich zu guten, interessanten Berufschancen in der Welt führen? Habt Ihr Erfahrungen, oder Tipps für mich?

  • Hi du,

    international ist ja gut und schön, aber was willst du eigendlich machen?
    Man kann mittlerweile alles als "international" ansehen, egal ob du etwas Kaufmännisches in einem international agierenden Unternehmen machst oder Handwerker in einer Firma wirst, die überall auf der Welt Windanlagen aufstellt.

    Auch würde ich Bachelor und Master nicht als "Kombi" bezeichnen, das eine baut auf dem anderen auf und mir ist nicht bekannt, dass man den Bachelor in Biologie machen kann und den Master dann in einen komplett anderen Themenfeld.

    Frag dich also nicht zuerst, was hat gute, interessante Berufschancen, sondern was du kannst und was DICH interessiert, danach kanns du dich gezielt über solche Studiengängen (oder warum nicht auch Ausbildungsberufe?) informieren, die dazu passen.

    Lass dich nicht von etwas mitreißen, dass im Moment vielleicht schick ist, oder einfach populär. Du sagst selber: das "Globalisierungsding", ...


    Ciao Chryssi

    Außerdem aus aktuellem Anlass: bis noch vor ein, zwei Jahren galt es als gut und sicher in einer Bank zu arbeiten, ich weiß nicht, in wie weit man das heute noch sagen kann ;)

    Gestern standen wir direkt am Abgrund -
    ist da nicht manchmal auch Rückschritt ein Fortschritt? ;)

  • Hi alle,

    also ne Mischung aus Naturwissenschaften und Business oder Ökonomie ist sicher interessant, ich glaube, es gibt so gut wie niemanden, der das heutzutage beides drauf hat (btw: Die Klimadebatte zeigt genau den Mangel an Leuten, die nicht nur Fachidioten in der einen oder anderen Richtung sind).

    Wie du das machen willst, weiss ich allerdings auch nicht; da gibt's eigentlich nur eine Möglichkeit: Naturwissenschaftliches Studium (halte ich (als Wirtschaftswissenschaftler) allgemein für anspruchsvoller und zeitaufwändiger als ein Wirtschaftsstudium), und das Wirtschaftsstudium nebenbei machen. Geht schon, irgendwie. Bevor es Wirtschaftsinformatik als Studiengang gab, haben auch viele Leute gleichzeitig Informatik und BWL studiert. Ist halt einfach sehr viel mehr Arbeit, aber vermutlich machbar.

    Muss aber parallel erfolgen, ein Aufbau ist soweit ich weiss nur in verwandten Studiengängen möglich.
    Beispiel: Mathe Bachelor und VWL Master, oder VWL Bachelor und Psychologie Master. Sowas geht (mit dem ok der Fakultäten und Nachweis über zusätzlich besuchte Kurse), solche Leute sind übrigens gern gesehene Professoren (hatte in nem VWL-Seminar für recht fortgeschrittene Leute mal einen Professor, der Mathe studiert hat und die VWL so nebenbei im Gehen gelernt hatte :))

    @ Chrissy:

    Jo, Vorlieben sind hier der zentrale Punkt: Selbst wenn man zum Abschluss zufällig einen Beruf trifft, der gut bezahlt wird, ist man trotzdem zum Scheitern verurteilt, wenn einem diese Sache nicht wirklich Spaß macht (von Akademikern wird i.d.R. erwartet, dass sie ein kleines büschen mehr als 38 Stunden die Woche arbeiten).
    Das Banker-Beispiel zieht aber nicht, weil es da kein strukturelles Problem gibt. Die finden alle wieder Jobs (die meisten haben wohl schon neue).
    Kleines Beispiel: Vor rund einem Jahr sind in den USA massenhaft Investmentbanker entlassen worden. Gleichzeitig haben sich viele Asiatische Firmen über einen Mangel an Manpower beklagt. Jüngstes Beispiel: Der Staatsfonds von China hat sein Investmentvolumen begrenzt, weil sie kein Personal für due diligence Prüfungen finden können.
    ...der Markt wird früher oder später die einen mit den anderen zusammenführen, Problem gelöst. :)

    - granti

  • Hi Granti,

    in die Richtung wollte ich ja mit meinem Banker-Beispiel. in Europa herrscht im Moment weniger Bedarf, in anderen Teilen der Welt aber schon. Genau so kann es ja auch mit der Naturwissenschafts / Managerrichtung sein. Nur weil das jetzt bei uns gefragt ist, heißt das nicht, dass andere Teile der Welt das auch so sehen. Irgendwann wandelt sich aber auch da der Bedarf nach diesen Menschen und die Verhältnisse drehen sich um 180°, auch denkbar, oder?
    Ich wollte damit vor allem ausdrücken, dass man sich nie auf einen Trend verlassen sollte, sondern wie du mir ja zustimmst, erst mal auf die innere Stimme und das eigene Bauchgefühl.
    Wenn man dann einen Beruf gefunden hat der einem spaß macht, ist es vielleicht leichter dem Bedarf zu folgen, auch wenn's nur für eine gewisse Zeit ist, wer weiß?

    Ciao Chryssi

    Gestern standen wir direkt am Abgrund -
    ist da nicht manchmal auch Rückschritt ein Fortschritt? ;)

  • Hi alle,

    also ne Mischung aus Naturwissenschaften und Business oder Ökonomie ist sicher interessant, ich glaube, es gibt so gut wie niemanden, der das heutzutage beides drauf hat (btw: Die Klimadebatte zeigt genau den Mangel an Leuten, die nicht nur Fachidioten in der einen oder anderen Richtung sind).

    Wie du das machen willst, weiss ich allerdings auch nicht; da gibt's eigentlich nur eine Möglichkeit: Naturwissenschaftliches Studium (halte ich (als Wirtschaftswissenschaftler) allgemein für anspruchsvoller und zeitaufwändiger als ein Wirtschaftsstudium), und das Wirtschaftsstudium nebenbei machen. Geht schon, irgendwie. Bevor es Wirtschaftsinformatik als Studiengang gab, haben auch viele Leute gleichzeitig Informatik und BWL studiert. Ist halt einfach sehr viel mehr Arbeit, aber vermutlich machbar.



    Es wird auch in Zukunft niemanden geben, der beides drauf hat. Vor allem nicht, wenn er einen Kombinationsstudiengang wählt. Da können sämtliche Themen nur angerissen werden. Letztlich dasselbe, wie bei Wirtschaftsingenieurstudiengängen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Reine Naturwissenschaften sind jedoch noch viel nischenbezogener, als ein Ingenieurstudiengang.

    Wie du schon gesagt hast: Das beste ist, eine reine Naturwissenschaft zu studieren und einen wirtschaftswissenschaftliches Zusatzstudium zu absolvieren.