Die Kosten eines Studiums? Schulden ohne Ende?

  • Da ich den post schon in einigen anderen leider weniger besuchten Foren gepostet habe seid mir bitte nicht böse wenn ich den Text euch einfach so reinkopiere:

    Hallo liebes Forum,

    da dies mein erster Beitrag hier ist möchte ich mich einmal kurz vorstellen. Bin 21 Jahre alt und habe dieses Jahr erfolgreich mein Abi mit 2.8 bestanden mit den Fächern Englisch, Deutsch, Geschichte, Spanisch und Bio in der mündlichen Abiturprüfung. Muss für dieses Jahr leider noch meinen Zivildienst ableisten und leider sind maximal noch stellen für den 1.9 frei dieses Jahr und daher würde ich erst am 1.6 nächsten Jahres mit meinem Zivildienst fertig sein. Ich befürchte, dass dann Studiengänge die im Sommer beginnen also nicht zu realisieren sind. Allerdings habe ich auch noch nicht den Beginn des Sommersemesters herausgefunden. Die Frage ist nun bei mir? Was tun? Ausbildung oder Studium? Ich kriege leider keinerlei Unterstützung von meinen Eltern für ein Studium (von meinem Vater zwangsweise durch Unterhalt den er zahlen muss)

    Meine Mutter kriegt knapp 900 Euro Rente und mein Vater verdient cirka 1.600 Euro Netto. Bin ich damit Bafög-fähig?
    Fest steht für mich, dass ich ein Studium will, welches einen niedrigen Studienkredit erlaubt. Ich will nicht nach dem Studium am Anfang meines Lebens mit nem riesigen Berg an Schulden dastehen. Auch wenn ich vielleicht 8 Jahre oder so Zeit habe diesen Kredit abzubezahlen. Meine Überlegung ist es Englisch und Sport oder Bio und Sport auf Lehramt zu studieren. Aber auch andere Alternativen sind denkbar, diese kann ich aber euch noch nicht mitteilen da das alles noch sehr schwammig ist.

    Ich hab aber noch mehr Fragen so rein aus Neugierde:

    Was ist das billigste und was das teuerste Studium?
    Wie teuer ist ein Studium im Schnitt? (Die Kosten mitgerechnet die man auch vom Kredit her zahlen muss nach 8 Jahren?)
    Was macht heutzutage Sinn zu studieren? Rein von der Zukunftsperspektive her? BWL-Studenten gibt es doch wie Sand am Meer also sowas eher nicht richtig?

    und....

    Habt ihr ein konkretes Rechenbeispiel was ein Studium kostet an einer Person die ein Studium rein vom Staat ´her finanziert evtl mit nem kleinen Nebenjob?

  • Hey Gast!
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  • Hi!

    Ich kann Dir nur das sagen, was ich jedem sagen würde, der diese Frage stellt: Du machst Dir zu viele Sorgen ums Geld! Ich hab nie Bafög bezogen. Und trotzdem schreibe ich im Moment meine Diplomarbeit. Das geht "immer irgendwie". Wichtig ist dabei, dass Du Deine Ziele nie aus den Augen verlierst. Wer den Willen hat, den Abschluss zu machen, der macht ihn auch. Und wenn das heißt, dass man dafür zu kämpfen hat, dann tut man das. Vorausgesetzt, man will es wirklich. Ich brauch im Monat ca. 350 Euro, wohne aber wieder bei meinen Eltern. In meiner WG-Zeit (die ersten drei Jahre, inkl. Fachabi) habe ich ca. 550 gebraucht. All inclusive - Miete, Strom, Wärme etc. Ich hab dafür sogar das Rauchen aufgegeben, weil's finanziell dann einfach wesentlich besser lief. Mit Rauchen hab ich immer um die 700 gebraucht, was regelmäßig 100 mehr waren, als ich hatte. Aber ich wollte ja auch den Abschluss, deswegen lieber abschließen als rauchen - auch wenn's ne scheiß Zeit war. ;) Wer mir erzählt, dass er sich sein Studium nicht selbst finanzieren und trotzdem einen guten Abschluss hinlegen kann, der will es nicht wirklich. Es gibt unter meinen Kommilitonen Leute, die jammern, obwohl sie zuhause wohnen und mtl. 600 Euro von Papi bekommen. Mit einem hab ich einem dieser Exemplare zusammengewohnt. Und gleichzeitig kam immer: "Wie machst Du das nur!?". Ich könnte ab und an wirkilch kotzen. Ohne Witz, einfach kotzen! Wir leben in einem Sozialstaat, was einem Land der Schmarotzer gleich kommt!

    Und selbst wenn!!! Selbst wenn Du das ganze Studium auf Pump machst. Dann hast Du danach - Regelstudienzeit vorausgesetzt - ca. 25.000 Euro geliehen, von denen Du höchstens 10.000 Euro zurückzahlen musst. Soweit hab ich das beim Antrag mitbekommen - mir wurde Bafög aufgrund mir bis heute unerklärlicher Gründe verweigert. Sogar der Sachbearbeiter im Bafög-Amt hat damals die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Wer dieses Thema ansprechen will, bitte nur PN. Das ist ziemlich privat.

    Mach Dir über die "Schulden" keine Sorgen. Wenn es nach dem Studium nicht gleich der dicke BMW und die Eigentumswohnung auf einmal sein muss (ja, das muss es bei so manchem wirklich), sondern Du's schaffst, den Standard aus der Studizeit einigermaßen zu halten, dann... bist Du spätestens ein bis zwei Jahre nach dem Studium schuldenfrei. Und vergiss nicht, dass ab dann jeden Monatsersten Deines restlichen Lebens dicker Zahltag ist!

    So what? Wenn Du studieren willst, dann mach es. Wer als Student/in Geldsorgen hat, der jammert i.d.R. einfach gerne. Wer was dagegen tun will, kann es auch. Ich jedenfalls bin jetzt dann mit dem Studium fertig, OHNE Schulden. Zugegeben, hätte ich die letzten drei Semester nicht zuhause wohnen können, hätte ich jetzt wohl etwas um die 1500 Euro Schulden. Um ein gutes weniger, als mein erstes Ingenieurgehalt im Frühjahr. :)

    Viele Grüße
    Jasmin

  • Hi Weserdeich,

    um dir einen umfangreichen Überblick der Kosten eines Studiums bzw. des Lebensunterhalts zu verschaffen, solltest du mal unter diesem Link schauen:

    Finanzen

    Dort findest du wirklich alle erdenklichen Informationen zur Finanzierung deiner persönlichen Perspektiven!

    Grüße

  • Hey!
    Ich kann deine Sorgen bezüglich der Finanzen sehr gut verstehen, da meine Eltern mich auch nicht unterstützen können.
    Ich studiere aber trotzdem und das sogar an einer privaten Uni!
    Das ist durch ein Stipendium von meiner Uni möglich-aber nicht dass du jetzt denkst ich sei ein extrem engagierter Mensch,dieses Stipendium kann jeder kriegen;-)
    Übrigens ich studiere BWL,aber der Studiengang unterscheidet sich in vielen Punkten vom klassischen BWL-Studium,wenn du magst,kannste ja mal schauen:Click here!
    ps:ganz wichtig!bitte wähle deinen studiengang nicht im hinblick auf das geld,sondern im hinblick auf deine interessen,denn sonst bringt das alles nix!
    grüßle!

  • Hi.

    ein Studium ist nicht billig. Rechne mal mit Lebenshaltung, Material, Semesterbeiträgen und eventuell Studiengebühren. Da kommt schon einiges zusammen.

    Wenn du den Studiengebühren und hoher Lebenshaltung aus dem Weg gehen willst, kann ich dir nur ein Studium in den fünf östlichen Bundesländern empfehlen - gerade heute gabs auch einen interessanten Artikel im Spiegel dazu. Komischerweise denken aber viele Abiturienten aus den westlichen Bundesländern scheinbar, dass im Osten die Sonne zwar aufgeht, aber nicht scheint. :eek: Liegt aber vielleicht auch an den Medien. Da wird der Osten ja höchstens im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit, Plattenbauten und Nazis erwähnt. Lass dich durch dieses Zerrbild nicht abschrecken.

    Freunde von mir studieren in Jena...sehr schöne Stadt mit viel Natur drumrum. Wenn du es etwas größer magst, dann schau dir Leipzig und Dresden an. Auch Potsdam oder Rostock sind prima. Überall sind die Mieten recht günstig und die Unis neu saniert oder gebaut. Ideale Studienbedingungen, auch wenn es auch dort langsam voller wird.