Handelsbilanzen - Disagio

  • Hallo zusammen, ich bin neu hier in der Community und hoffe, ihr könnt mir mit meinem Problem etwas weiterhelfen.

    Ich habe folgende Frage:

    Wie setzt man ein Disagio an (10 Mio Kredit, 9.8 Mio effektive Auszahlung) am "besten" an, um ein möglichst geringes handelsbilanzielles Ergebnis zu erzielen?

    In § 250 Abs 3 HGB steht, man kann das Disagio aktivieren und somit über die Laufzeit (hier 10 Jahre) linear abschreiben. Aber durch das Wort "kann" wäre man doch eigentlich auch in der Lage, die komplette Differenz von 10 Mio zu 9,8 Mio (sprich 200.000€ Disagio) im ersten Jahr gewinnmindernd an zu setzen oder irre ich da?
    Ich komme etwas mit den Begriffen durch einander, wann man ein Disagio aktiviert, wann nicht, wie man es am effektivsten als max. Aufwand verbucht und was passiert wenn man es aktiviert usw.

    Kann mir bei dieser Problematik eventuell jemand weiterhelfen?

    Eventuell:

    Zitat

    Tilgungsaufwand 1.000.000
    Disagio 200.000
    ARAP 8.800.000
    an
    Verbindlichkeiten

    Wäre dies eine plausible Vorgehensweise?

    Danke euch im Voraus, ist eine "Hausaufgabe" im Studium

  • Der genannte Buchungssatz ist irgendwie nur schräg: 1) "Tilgungsaufwand" soll das nun Tilgung (Darlehen) sein oder Aufwand (Zinsen)?? 2) Was hat ARAP darin zu suchen? Dieses Konto wird zum 31.12. gebucht, wenn zu früh bezahlter Aufwand storniert (zeitlich abgegrenzt) wird! 3) Warum an Verbindlichkeiten??? Müßte doch Bank sein.

    Gruß Dörte

    :hae: