Keine Ahnung, was ich wo studieren soll... Bitte helft mir!

  • Hey,

    ersteinmal zu meiner Person.
    Ich bin 19 Jahre alt und habe gestern meine letzte Abiprüfung abgelegt. Ich komme aus Baden-Württemberg und werde wahrsch einen Abischnitt von 1.3 haben. Ich spiele in meiner Freizeit fußball und engagiere mich bei UNICEF.

    Bis vor kurzem war ich eigentlich der Meinung, dass ich weiß, was ich studieren würde. Für mich war klar, später mal realtiv viel geld zu verdienen und folglich in die Wirtschaft zu gehen. Allerdings wollte ich meine Leidenschaft Physik nicht außer acht lassen (hatte das auch gestern im abi) und so bin ich auf den studiengang "technologie- und managementorientierte BWL" an der TU in München gestoßen.
    Soweit so gut, nun ist es seit etwa einem Monat wieder so, dass ich gar nicht weiß, was ich studieren soll.

    Mir ist klargeworden, dass ich irgendetwas besonderes machen möchte. Ich habe schon vormlanger zeit gesgat, dass wenn für mich finanzielle sicherheit keien große rolle spielen würde, ich wahrscheinlich Philosophie studieren würde. Auch für Luft- und Raumfahrttechnik interessiere ich mich sehr, aber auch von einem klassischen Physikstudium bin ich nicht grundsätzlich abgeneigt. Des Weiteren interessiert mich auch Psychologie sehr, genau so wie Politikwissenschaften.
    Ihr seht, dass das große Unterschiede zwischen den einzelnen Richtungen sind.
    Allgemein kann man sagen, dass mir Vielseitigkeit sehr wichtig ist. Ich möchte beispielsweise später kein reiner Ingenieur sein. Ich möchte soviel mitnehmen wie möglich.
    Und dabei ist mir aufgefallen, dass das für mich einen weitaus größeren Stellenwert als "viel Geld verdienen" hat. Ich möchte so viel wie möglich wissen.
    kann mir da jemand vielleicht weiterhelfen? MIr irgendwelche Tipps geben, was mich in meinem weitere leben zufrieden stellen würde?

    Die nächste sache ist dann, wo ich studieren soll. Auch hier würde ich gerne dorthin, wo mand ie bestmögliche Ausbildung bekommt.
    Dann hab ich mir mal Oxford genauer angeschaut. Ersteinmal war ich verblüfft, dass keine reine Utopie ist, dort zu studieren. Jetzt ist eben nur die Frage, ob ich da realistische Chancen dazu hätte.
    Was mich an Oxford so reizt ist einfach die enorme Förderung, die man dort bekommt. Man müsste dort viel arbeiten und es wäre sehr stressig, aber ich bin mir sicher, dass ich bei sowas regelrecht aufgehen könnte.
    An dieser Stelle möchte ich auch sagen, dass ich weiß, dass ich noch einiges aus mir rausholen kann. Ich habe in den letzten Jahren relativ wenig für die schule getan, die bereitschaft, mehr zu tun, ist aber generell da.

    So, jetzt habe ich jede Menge geschrieben und hoffe einfac mal, dass verschiedene Leute dazu verschiedene Dinge sagen können.

    Vielen Dank schonmal im Voraus,

  • Hallo erstmal

    Ich finde es bemerkenswert, dass du so viele Interessen hast. Allerdings stelle ich ganz bewusst die Frage: Wer hat das nicht?
    Ich interessiere mich zum Beispiel auch für Esotherik und Psychologie genauso wie für Geschichte. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, täglich damit mein Geld zu verdienen.

    Du solltest eine ABC-Gliederung deiner Interessen anlegen. Dazu gehst du folgendermaßen vor:
    Brainstorming – was interessiert dich?
    Gliederung der Interessen nach Aussagen wie:
    -„Das muss ich täglich haben“ – Kategorie A
    -„Interesse ist da, aber eher als Hobby“ – Kategorie B
    -„Interesse kommt, wenn ich damit konfrontiert werde“ – Kategorie C

    Grundsätzlich sollte deine Studienrichtung aus der Kategorie A kommen, da du sonst mittel- bis langfristig unzufrieden in deinem späteren Beruf bist.
    Ich zum Beispiel interessiere mich auch sehr für technische Dinge, allerdings wollte ich damit kein Geld verdienen und mir fehlt teilweise das richtige Händchen J. Deshalb habe ich mich für die EDV/Papierwälzen entschieden. Das macht mir Spaß, und ich habe durch meine Arbeit mit den Ingenieuren auch einiges meines Hobbies darin vereint.

    Was die finanzielle Sicherheit angeht, sollte sie niemals maßgeblich für deine Entscheidung sein. Dauerhafte finanzielle Sicherheit erreichst du nur, wenn du dich persönlich wohlfühlst. Dich zu verstellen bringt dir und auch deinem Umfeld nichts.
    Ein blödes Beispiel: Ich war 6 Jahre bei der Bundeswehr und habe in 7 Auslandseinsätzen die halbe Welt gesehen (okay, nur Krisengebiete, aber immerhin). Einige Kollegen von mir wollten auch ins Ausland, hatten aber nur eines im Sinn: Schnell relativ viel Geld verdienen! Das Ende der Geschichte war jedes Mal, dass sie nach einigen Wochen heim zu Mama wollten, weil die psychische Belastung zu hoch war. Du siehst also: Geld macht nicht glücklich, es beruhigt nur ein wenig.

    Deine Vielseitigkeit in allen Ehren, allerdings sind die wirklich erfolgreichen Menschen dieser Welt keine Allrounder, sondern Spezialisten auf ihrem Gebiet.

    Mein Rat an dich: Such dir eine Studienrichtung, mit der du dir vorstellen kannst, dein Leben lang dein Geld zu verdienen.
    Und dann mach es wie ich: Weiterbilden – weiterbilden – weiterbilden. Aber neben dem Beruf. Was spricht zum Beispiel gegen ein klassisches Physik-Studium, den Berufseinstieg und ein späteres Fernstudium im Bereich BWL, um nach einigen Jahren Berufserfahrung ins technisch orientierte Management zu gehen?

    Ich hoffe mal, dass dir die ABC-Technik weiterhilft. Ich nutze sie jeden Tag, um Tätigkeiten nach Wichtigkeit zu ordnen, um möglichst effektiv zu arbeiten. Bei dieser Message handelt es sich übrigens um eine B-Tätigkeit J Ich helfe sehr gerne, aber beruflich stelle ich mir etwas anderes vor.

    Gruß
    Thomas

    "Die Vergangenheit ist nicht zu ändern - aus ihr zu lernen ist Aufgabe eines jeden von uns"