Pareto-Effizienz und Substitute

  • Hallo Leute,

    habe mal wieder eine Frage zu zwei kleinen Aufgaben.

    Und zwar lautet die 1.:

    Dass a) und c) pareto-effizient sind, bin ich mir sicher.
    Aber was ist mit e) ?


    Die 2.:

    Zitat


    Wenn der Preis für ein Gut steigt, dann

    a) steigt auch der Preis für das Substitut
    b) fällt der Preis für das Substitut
    c) hat dies keine Auswirkungen auf das Substitut

    Ich würde sagen, dass nur die Aussage a) stimmt.
    Richtig?

    Vielen Dank fürs Lesen!

  • Verstehe ich nicht ganz. Ich meine, ein Substitut ist ja eine Alternative.

    Wenn z.b. der Preis für Butter steigt, dann wird auch der Preis für Margarine steigen.

  • Hi,

    zunächst mal zur 2.:

    Hier ist m.E. a) richtig:
    Wenn der Preis eines Gutes steigt, werden viele Nachfrager auf das Substitut ausweichen; in der Folge muss dann der Preis des Substituts steigen, damit der Markt bei gleichen Angebot und höherer Nachfrage geräumt ist.

    Zu 1.:

    Also bei a) wäre ich mir jetzt nicht so sicher, weiss ich nicht genau; aber c) und e) sind glaub ich pareto-effiziente Allokationen, weil bei diesen Konstellationen kein Wohlfahrtsverlust entsteht (es ist also nicht möglich, den Anbieter besser zu stellen, ohne die Nachfrager zu schädigen u. umgekehrt)...

    -granti

  • moin moin,

    granti: ich glaube du hast ceteris paribus nicht beachtet ;)
    schau mal hier:

    Nachfrageverhalten bei Substitutionsgütern

    Die Nachfrage nach zwei austauschbaren Güter ist aneinander gekoppelt: Mit einem Anstieg des Preises für ein Gut sinkt seine Nachfrage - unter der Annahme, dass sämtliche anderen Faktoren im Markt gleich bleiben (ceteris paribus). Im gleichen Zug aber steigt die Nachfrage nach dem preislich unveränderten Substitutionsgut (auch hier ceteris paribus). Somit besteht zwischen dem Preis eines Gutes und der Nachfrage nach seinem Substitutionsgut also ein positiver Zusammenhang. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer positiven Kreuzpreiselastizität.
    Beispiel: Bleibt Tee im Preis gleich, Kaffee wird dagegen billiger, so findet ein verstärkter Absatz von Kaffee und ein geringerer von Tee statt.

    allerdings würde ich auch zwischen kurzer frist (preise sind fest)und langer frist (preise sind flexibel); für die dann dein gedankengang zutreffen müsste, unterscheiden!

    kann es daher sein, dass die frage unzureichend formuliert wurde?

    gruß
    sodalis

    [SIZE=3]Lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit, non novit.[/SIZE]

  • @ sodalis:

    Ja, ich glaub, da hast du recht...
    Ist aber, wie du schon geschrieben hast, eine Frage der Modellierung.

    Ich gehe davon aus, dass so simple mikroökonomisch Modelle langfristig orientiert sind; es geht ja nur um Gleichgewichte, nicht um Dynamik, daher war meine "dynamische" Argumentation nur die halbe Wahrheit...

    -granti

  • Der Prof. hat mal in der Vorlesung erwähnt, dass Substitute auch teurer werden, wenn der Preis für ein Gut steigt. Da hat er als Beispiel Butter und Margarine genommen. Näher ist er nicht drauf eingegangen. Deshalb habe ich einfach mal a) genommen.

  • ...langfristig gesehen bin ich auch der Meinung (meine Argumentation oben war nur nicht ganz korrekt...
    Wenn bspw. der Preis für Butter durch irgendeinen Schock steigt, werden sich durch Substitutions- u. Einkommenseffekt irgendwann neue Marktgeichgewichte mit höheren Preisen für Butter und Margarine einstellen...

    -granti