Produktionsfunktionen und Kapitalintensität

  • Hallo ich hoffe ihr könnt mir bei den folgenden Fragen helfen.


    1. Der Umzugsunternehmer E stellt ein Team von 3 Arbeitskräften ein und mietet für dieses Team 1 Umzugstransporter an. Der output dieses Teams das E als Paket zusammen mit dem Umzugstransporter anbietet beträgt konstant 1 Umzug pro Tag.

    Um was für eine Produktionsfunktion handelt es sich ? ( handelt es sich vielleicht um eine Substitutionale Produktionsfunktionen??)


    2. Nun sei angenommen E mietet einen zweiten Umzugstransporter. Gleichzeitig stellt er ein weiteres Team von 2 Arbeitskräften ein. Auch dieses zweite Team das E wiederum als Paket zusammen mit dem 2ten Umzugstransporter anbietet erzielt einen konstanten output in höhe von 1 Umzug pro Tag.

    Um was für eine Produktionsfunktion handelt es sich jetzt?

    Wie hoch ist die Kapitalintensität der Produktion bei der Produktionsmenge "10 Umzüge"?

    Vielen Dank für euere Hilfe
    Sandra

  • Hallo Sandra,

    ich bin mir nicht ganz sicher, aber:

    Zu 1.:
    Eine substitutionale Produktionsfunktion ist das m.E. nicht, denn das würde ja bedeuten, dass ein Tausch von Produktionsfaktoren in einem bestimmten Verhältnis die gleiche Ausbringungsmenge erzielen könnte (z.B. dass mit 2 Autos und 2 Arbeitern der gleiche Output möglich wäre wie mit 1 Auto und 3 Arbeitern).
    Es handelt sich wohl grundsätzlich eher um eine limitationale Funktion.

    Zu 2.:
    Auch hier wieder limitational; darüber hinaus deutet alles auf eine linear-limitationale Funktion (Leontieff) hin, da mit 1 Auto und 2 Arbeitern der gleiche Output erbracht wird wie mit 1 Auto und 3 Arbeitern.
    Das Auto ist dann der limitierende Faktor, denn ein zusätzlicher Arbeiter erhöht den Output nicht.
    Der Output wird kostenoptimal mit 1 Auto und 2 arbeitern erbracht.

    ...wie gesagt, ich kann mich auch täuschen, das ist alles ziemlich lang her.

    Grüße,
    -granti

  • Danke Granti aber bei deiner Antwort zu Aufgabe 2 bin ich mir nicht ganz sicher da die Funktion doch steigende Skalenerträge aufweißt oder?


    ich habe hier noch einmal die gesammte Aufgabe versucht zu lösen wäre wirklich nett wenn ihr mir sagen könntet ob die Lösungen richtig sind.


    1. Der Umzugsunternehmer E stellt ein Team von 3 Arbeitskräften ein und mietet für dieses Team 1 Umzugstransporter an. Der output dieses Teams das E als Paket zusammen mit dem Umzugstransporter anbietet beträgt konstant 1 Umzug pro Tag.

    a) Um was für eine Produktionsfunktion handelt es sich ?

    Limitional (Umzugtransporter ist der limitierende Faktor)

    2. Nun sei angenommen E mietet einen 2ten Umzugstransporter. Gleichzeitig stellt er ein weiteres Team von 2 Arbeitskräften ein. Auch dieses zweite Team das E wiederum als Paket zusammen mit dem 2ten Umzugstransporter anbietet erzielt einen konstanten output in höhe von 1 Umzug pro Tag.

    b) Stellen Sie die neuen Produktionsprozesse (?( nur die in 2 genannte Funktion? ) in einem 2 Faktoren Diagramm graphisch dar und zeichnen Sie eine Isoquante für eine Produktionsmenge „10 Umzüge“ in das Diagramm.

    ?? 2 Faktoren Diagramm also Kapital und Arbeit > 10K und 20L bei Funktion 2 und bei Funktion 1 10K und 30 L???

    c) Um was für eine Produktionsfunktion handelt es sich jetzt?

    Es handelt sich weiterhin um eine Limitionale Produktonsfunktion (Umzugtransporter ist der limitierende Faktor)

    d) Wie hoch ist die Kapitalintensität der Produktion bei der Produktionsmenge "10 Umzüge"?

    10 Umzüge 2 pro Tag einer mit 1K/3L und einer mit 1K/2L=2K/5L besser wäre natürlich alle Umzüge mit 1K/2L zu „produzieren“ aber dann wäre der Output pro Tag bei 1 Umzug anstatt 2 Umzüge pro Tag ausserdem sind Laut e) die Kosten gleich

    e) Es sei nun angenommen E stelle eine Arbeitskraft zu einem Lohnsatz von 150 Euro pro Tag ein. Die Kosten des ersten Umzugtransporters betragen 350 Euro pro Tag, die des zweiten Umzugtransporters 500 Euro pro Tag. Welchen Preis pro Umzug muss E mindestens erzielen damit er auf dem Markt für Umzüge kurzfristig anbietet?

    Preis pro Umzug entweder 150*3+350=800 oder 150*2+500=800 also muss er mindestens einen Preis von 800 Euro pro Umzug erzielen.

    f) Wird E produzieren, wenn er zusätzlich Fixkosten in Höhe von 8000 Euro pro Monat hat und einen Preis von 1000 Euro pro Umzug erzielen kann?

    Pro Monat C(x)=800*x+8000 (x=30Tage*2Umzüge pro Tag) Kosten pro Monat=56000
    Pro Monat U(x)=1000x (x=60) Umastz pro Monat=60000
    Gewinn pro Monat 4000

  • Hi Sandra,

    ich versuche nochmal genauer auf die Aufgaben einzugehen, aber ich kann dir wirklich nicht garantieren, dass ich damit 100%ig richtig liege... vielleicht hilft's dir ja trotzdem:

    a) In 1. steht eigentlich nicht wirklich genug Information, um sicher auf die Produktionsfunktion schließen zu können; ich kann hier eigentlich nur intuitiv argumentieren:
    Die Faktoren sind nicht substituierbar; das wird vor allem in den Extrembereichen deutlich, denn dann müsste es möglich sein mit 1 LKW und unendlich vielen Mitarbeitern auf den selben Output zu kommen, wie mit unendlich vielen LKWs und 1 Mitarbeiter. Das ist halt unlogisch, daher: Limitational. Welcher Faktor der limitierende ist, ist hier noch nicht ersichtlich.

    b) Ich weiss nicht genau, wie dir Frage gemeint ist.
    Eine Isoquante (alle denkbaren Faktorkombinationen, mit denen ein best. Output erreicht werden kann) einer limitationalen Funktion bestetht letztendlich aus einem Punkt (effizientes Faktorverhältnis) mit 2 Geraden: Eine senkrecht noch oben, die andere waagrecht nach rechts. Die Punkte auf den Geraden stehen für die restlichen, ineffizienten Faktorkombinationen.
    Ansonsten müsste deine Antwort schon stimmen.

    c) Jetzt hat man m.E. genügend Informationen, um sagen zu können, dass es sich um eine Leontieff-Funktion (also linear-limitational) handelt:
    Die Faktoren stehen in einem festen, technisch effizienten Verhältnis zueinander und zum Output.
    Die Funktion hat dann die Form F(K,L) = min {K, 0,5L}, denn F(1,2) = 1 und F(1,3) = 1. K ist (in dieser Aufgabe) der limitierende Faktor.

    Die Funktion hat übrigens konstante Skalenerträge:
    Skalenerträge sind dann konstant,wenn gilt: aF(K,L) = F(aK,aL).
    Das ist in dieser Funktion immer der Fall, weil durch das "min" einer der beiden Faktoren rausfällt.

    d) Für den Unternehmer ist es immer besser, mit dem 2. Team zu arbeiten, da er mit geringerem Faktoreinsatz den selben Output zustandebringt.

    In der Aufgabe gibt es bis zu diesem Zeitpunkt ansonsten keine Informationen darüber, welche Kosten durch die Produktion entstehen, ob die beiden Teams auch unabhängig voneinander zusammengestellt werden können, usw...
    Es muss nicht unbedingt besser sein, 2 Umzüge/Tag anbieten zu können anstatt lediglich einem.

    Außerdem könnte mit "Kapitalintensität" auch lediglich die Menge an K gemeint sein, anstatt der Menge an K und L (wenn zwischen Kapital und Arbeit unterschieden wird); dann wäre der Kapitaleinsatz für 10 Umzüge immer 10, unabhängig von der "Technologie".

    e) richtig, da es bei dieser Kostenstruktur keinen Unterschied macht, ob er nur mit dem ersten Team oder mit beiden arbeitet.

    f) sieht auch gut aus


    Grüße,

    -Granti