Härtefallantrag

  • Tag Leute,
    wie mein Beitragstitel schon verrät, geht es um einen Härtefallantrag. Ich bin seit vielen Jahren (~ 20 Jahre) chronisch Krank. Seit ca. 2 1/2 Jahren an der Dialyse, habe eine 100 prozentige Behinderung und auch eine Bescheinigung dafür. Nun hätte ich drei Fragen.

    1. Ich habe mich an einigen FHs informiert. Nachgefragt, was ich tun muss etc. Mir wird immer wieder gesagt, dass ich ein Härteantragbericht schreiben soll. Aber was kommt in so ein Bericht rein? Mir wurden keine Vorgaben gemacht. Bis auf die FH-Dortmund, dort wurde mir gesagt, dass ich ein Bogen extra bekomme. (Wobei ich dort niemanden erreichen kann)

    2. Abgesehen von so einem Bericht, fordern einige FHs sogar Bescheinigung von Behandelndenärzten. Reicht da mein Behindertenausweis nicht? Was sollen die Ärzte für eine Bescheinigung schreiben? (Ich stelle diese Frage, weil ich ganz genau weiss, dass wenn ich mit so einer Bitte zu meinem Arzt laufe, garantiert die Frage "Was soll ich denn da schreiben" kommen wird. Vielleicht wisst ihr ja was darüber.

    3. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass ich von so einem Härtefall gebrauch machen kann / darf?

    Vielen Dank im vorraus.

    P.S.: Ich bin mir nicht sicher ob ich hier im richtigen Thread poste. Wenn nicht, tut es mir leid.

    bye cicho :)

  • Hi Cicho,

    hab deinen Beitrag grad über Google entdeckt. Ich will meinerseits einen Härtefallantrag stellen, um im Herbst zugelassen zu werden, wenn auch mein Fall etwas anders gelagert ist als deiner.

    1. In diesem Text begründest du aus eigener Sicht, warum es für dich notwendig ist, möglichst schnell und vllt. auch an einer bestimmten Uni einen Platz zu bekommen. Beispiele für solche Gründe kann eine fortschreitende Krankheit sein, oder dass du ggf. eine Wartezeit nicht sinnvoll überbrücken kannst. Das schreibst du einfach als Text, bisschen wie ein Erfahrungsbericht. Zumindest sind das die Vorgaben, die ich bisher in allen Info-Blättern gefunden habe. Unter zvs.de steht da ein ganzer Artikel drüber(auch wenn du dich da nicht bewirbst, ist das vllt. ganz interessant)

    2. Der Arzt muss ein Gutachten schreiben, was deine ja offensichtlich ziemlich heftige Lage ausreichend dokumentiert. Um es mal drastisch zu sagen: Er könnte schreiben: Da die Erkrankung schlimmer werden kann o.Ä. muss mein Patient möglichst zügig zum Studium zugelassen werden.
    Aber vermutlich ist es dafür schon etwas spät, mal vorausgesetzt, die FHs haben ähnliche Bewerbungsfristen wie die Unis.

    3. Du DARFST auf jeden Fall einen Antrag stellen. Das Recht hat jeder. Ob der angenommen wird oder nicht, entscheidet dann die Uni. Verglichen mit mir bist du todkrank ;) Glaube nicht, dass deine Chancen so schlecht stehen. Und der Antrag kickt dich ja auch nicht aus dem normalen Auswahlverfahren. Wenn dem Antrag nicht stattgegeben wird, hast du ja immer noch deine konventionelle Bewerbung.

    ich hoffe, das hilft dir, obwohl es reichlich spät ist...
    VLG, Filou

  • Hallo zusammen,

    folgendes Problem liegt vor:

    Ich habe eine Prüfung im Masterstudiengang endgültig nicht bestanden. Nun soll ich exmatrikuliert werden. Da ich aber seit langer Zeit schon unter Depressionen leide und dies auch durch ein psychiatrisches Gutachten nachweisen kann, hätte ich diese Prüfung im letzten Versuch gar nicht schreiben sollen. Ich musste am Tag zuvor wegen der aufgrund der Prüfungsangst verstärkten Depressionen Beruhigungstabletten einnehmen.

    Ich konnte mich von meinem letzten Versuch gar nicht mehr abmelden und musste also unter dem Einfluss von Beruhigungstabletten die Prüfung schreiben. Da diese Tabletten sehr stark sind, kann man sich ja vorstellen, da ich mich in der Prüfung gar nicht konzentrieren konnte.

    Die Prüfung ist nun endgültig nicht bestanden und ich soll exmatrikuliert werden. Meine Frage ist nun: Hat der Fachbereich überhaupt ein Recht mich im Zusammenhang mit der beschriebenen Situation zu exmatrikulieren?

    Ich bin schon fast am Ende des Studiums, mir fehlen nur noch insgesamt 5 Prüfungen und die Masterarbeit bis zum Abschluss. Für die Masterarbeit habe ich übrigens auch eine sichere Zusage von einer Firma.

    Mir ist mein Studium sehr wichtig und es würde mich die Welt zusammenbrechen, wenn ich es abbrechen sollte. Ich hoffe, Ihr könnt mir mit Euren Beiträgen helfen. Vielleicht habt Ihr sonst noch eine Idee ( Fachbereichsrat, Rektor usw. ) wie ich aus dem Schlamassel wieder rauskomme.

    Ich habe auch schon daran gedacht, einen Rechtsanwalt einzuschalten.

    Vielen Dank für Eure antworten.

    Viele Grüße & einen schönen Tag noch!