hoher Beschäftigungsgrad und Preisniveaustabilität

  • Hallöchen, ich sitze gerade vor meinem Buch und habe ein totales black out. Vielleicht kann mir einer von Euch weiterhelfen ?

    "Der Zielsetzung hoher Beschäftigungsgrad ist eine größere Bedeutung zuzumessen als der der Preisnieveaustabilität"

    Ist die Antwort richtig, flasch oder weder noch ?

    zauberhaften Dank für den Hammer, der mein Brett vor dem Kopf weghaut...

    LG
    Bianca

  • Die Aussage ist nicht eindeutig falsch bzw. richtig.
    Die Zielsetzungen „hoher Beschäftigungsgrad“ und „Preisniveaustabilität“ sind beide Eckpunkte des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft.
    Dazu gehören noch die Punkte „außenwirtschaftliches Gleichgewicht“ und „stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum“.
    Ob nun das eine oder andere Ziel zu favorisieren ist, hängt im Einzelnen vom Blickwinkel des Betrachters ab. Die Bundesbank z. B. ist zwar verpflichtet die wirtschaftlichen Ziele der Bundesregierung zu unterstützen, ihr Hauptanliegen liegt aber in der „Sicherung der Währung“ und wird somit ihre Energien in diese Richtung lenken.
    Weiterhin können die unterschiedlich beteiligten Parteien absolut einverstanden sein mit dem Ziel der „Preisniveaustabilität“. Allerdings könnte die Interpretation des Zieles unterschiedlich ausfallen.
    Da die Ziele in einer gegenseitigen Abhängigkeit zueinander stehen, ist auf den ersten Blick keine Rangfolge zu erkennen. Bewerten könnte man eine Rangfolge evtl. aus politischer Sicht. Politiker, die wiedergewählt werden wollen und Gewerkschaften setzen sich gezielt für den Erhalt der Beschäftigung ein, wogegen es noch keine Streiks oder Demonstrationen für den Erhalt der „Preisniveaustabilität“ gegeben hat.

    Gruß, Gunda

  • Huhu.....korrekt und anbei noch meine Ausarbeitung:o

    Diese Aussage ist weder eindeutig richtig noch falsch und nur subjektiv zu sehen.
    Gemäß Stabilitätsgesetz sind Bund, Länder und Gemeinden u.a. verpflichtet, zur Stabilität des Preisniveaus zu einem hohen Beschäftigungsgrad beizutragen.(2 der geforderten magischen 4 bzw. 6.) Der Anteil der Arbeitslosen, gemessen an den abhängigen Erwerbspersonen, sollte möglichst gering sein. Auch die Geldmenge, welche für bestimmte Menge unterschiedlicher Güter aufgebracht werden muss, sollte unverändert bleiben. Beides Ziele des Stabilitätsgesetzes und somit dem gesamtwirtschaftlichem Gleichgewichtes.
    Man kann nicht sagen, ob eine geringere Arbeitslosenquote wichtiger ist, als eine geringere Inflation. Beides sollte so gering wie möglich sein!
    Andersrum gesehen, könnte es Situationen geben, in denen das eine der beiden Ziele stärker als das andere gefährdet ist. Die unterschiedliche Gewichtung beider Ziele bleibt subjektiv.
    Es handelt sich um eine Wertung.
    lg Katrin