Bachelor vs. Diplom!

  • Hallo zusammen...


    ich habe in den letzten Woche mit erschrecken erfahren, dass mein Studiengang an der FH mit dem Abschluss als Diplom-Kauffrau ein auslaufender ist....

    :wow

    Erst soll dieser werden durch einen verkürzten Bachelor STUdiengang der nur schlappe 6 Semester umfasst... UNd keine Praxissemester mehr ..Anordnung des Landes NRW!
    Unsere Profs finden das ganze auch nicht doll!

    Ich denke auch dass ein so kurzes Studium ohne Diplom an einer FH in Deutschland nicht viel bringt... welches Unternehmen kennt sich mit Bachelor schon aus... Und wenn man ins AUsland damit will, naja wer will schon wenn von einer unbekannten deutschen FH wenn man in England eigene Bachelor Unis hat...die auch schon etabliert...

    SChön und gut mit Angleichung in Europa, aber das ganze so zu verkürzen davon halte ich nicht viel!

    Würde dann aber auch nicht mehr an meiner FH studieren... wenn ich neu anfangen würde...


    Was haltet ihr davon??

    Greetz Kathy

    Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum! ;)

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  • Ich finds wirklisch erschrekend wie man in unserem Land fast schon ein jahrtausend alte Were über Bord wirft. Vor allem in den Geisteswissenschaften kann man das sehen wo der Magister ja immer weiter zurückgedrängt wird und wofür frag ich mich. Sein wir doch mal ehrlich, in Frankreich würde es so eine Diskussion schon gar nicht geben, nur wir Deutschen lassen uns von vorgeblicher internationailtät überollen und schmeißen althergebrachte Werte über Bord.

    Was jetzt die Anordnung der Landesregierung angeht, naja sie spiegelt ja nur diesen ganzen Unsinn wieder - denn irgendwelche Schreibtischtäter und irgendwelche Vorsitzende von Instituten und Manager von Großunternehmen aus dem Hut zaubern, dabei geht das doch an der Lebenswirklichkeit weitgehend vorbei.
    Oder will mir einer ernsthaft sagen das mehr als ein paar Prozent der dt. Absolventen wirlich für ausländische Firmen im Ausland arbeiten?

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  • Wird endlich mal Zeit, dass die Abschlüsse angeglichen werden...

    wobei mir, dass was an deutschen Unis/FH's veranstalltet wird ziemlich am Ar*** vorbei geht, da ich im Ausland studiere. Ich werde in bissel mehr als 3 Jahren wenns gut geht 2 Bachelor Abschlüsse haben, wovon einer dem Dipl. Ing. entspricht. Danach werd noch ein Jahr auf Master studieren.

  • naja nur der Angleich zu welchem Preis????

    Sollen wir nu alle im Ausland studieren?

    @ mike
    Naja....dich betrifft es nicht... mich ja auch nicht mehr, da ich ja noch auf Diplom studiere.... trotzdem ärgert es mich, was da alles so an unserem Bildungssystem vermurkst wird!!

    Ein Praxissemester ist eine gute Sache und ist einer der Pluspunkte einer FH meines erachtens! das wird dann komplett wegfallen! Man ist zwar schneller, aber alles auch abgespekter!

    Was meint Ihr anderen dazu?

    Greetz Kathy

    Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum! ;)

  • Ich hab im 3 Studienjahr ein halbjähriges Praktikum und im 4 Jahr nochmal ein halbjähriges Praktikum. Mit einer der Gründe warum mir mein Studiengang so gut gefällt.

    Und wäre unser Studiensystem in Deutschland nicht sowieso schon so absolut vermurkst würde ich nicht im Ausland studieren. :D

  • na bei uns ist im folgenden kein praktikum angedacht bei den bachelors...

    klar ist das bildungssytem vermurkst...

    Aber die Lösung des Problems kann es ja auch nicht sein, dass man sich immer mehr und mehr überlegen muss, ob man nicht im Nachbarland studiert....

    Ich finde diese Situation einfach nur noch zum aufregen und frage mich was die Herren Politiker sich wirklich dabei denken, wohl denken sie gar nix...

    Ich habe selbst ein Semester in Frankreich studiert, das war dort ein Maitrise STudiengang der sehr vergleichbar mit einem Bachelor ist..
    Also ehrlich gesagt, wär mir das Wissen was dort vermittelt wird zu wenig....

    naja, ich bin froh dass ich noch auf Diplom studieren kann....

    Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum! ;)

  • Vielleicht wird ja das Land NRW irgendwan die erkenntnis bekommen, dass sie scheisse gebaut haben?!?
    Ich könnt mich sooo lange über das dt. Bildungssystem aufregen, das macht keinen Sinn.

  • kathy:

    Erst soll dieser werden durch einen verkürzten Bachelor STUdiengang der nur schlappe 6 Semester umfasst... UNd keine Praxissemester mehr ..Anordnung des Landes NRW!

    -> Was heisst hier schlapp, ich habe auch nur 6 theoretische Semester. Ebenfalls zieht der Vergleich mit dem Praktikum nicht, denn man kann immer ein Praktikum machen, ob es nun verpflichtend ist oder nicht, das ist doch völlig irrelevant. Und weniger Fächer hat man im Endeffekt auch nicht, und wenn ist es auch nicht störend, denn ob ich im Laufe des Studiums 8 od. 14 teils unnötige Wahlfächer belege interessiert doch auch keinen und ändert nichts an der Berufsqualifikation.

    ch denke auch dass ein so kurzes Studium ohne Diplom an einer FH in Deutschland nicht viel bringt... welches Unternehmen kennt sich mit Bachelor schon aus... Und wenn man ins AUsland damit will, naja wer will schon wenn von einer unbekannten deutschen FH wenn man in England eigene Bachelor Unis hat...die auch schon etabliert...

    -> Typisch deutsche Mentalität, undenkbar in anderen Ländern aber hier möglich, ich will gar nicht wissen wie viel Unternehmen mit diesem Abschluss wirklich nichts anfangen können.

    SChön und gut mit Angleichung in Europa, aber das ganze so zu verkürzen davon halte ich nicht viel!

    -> Und nochmal, es wird doch im Endeffekt nichts kürzer. Es wird auch der Vorteil der breiteren Weiterbildung unterschlagen. So kann man wunderbar in kurzer Zeit notwendiges Wissen aufbauen und wenn man will noch eine weitere Qualifikation in einem anderen Fachbereich erreichen was jetzt nicht möglich ist.

    Strolch:

    Ich finds wirklisch erschrekend wie man in unserem Land fast schon ein jahrtausend alte Were über Bord wirft. Vor allem in den Geisteswissenschaften kann man das sehen wo der Magister ja immer weiter zurückgedrängt wird und wofür frag ich mich. Sein wir doch mal ehrlich, in Frankreich würde es so eine Diskussion schon gar nicht geben, nur wir Deutschen lassen uns von vorgeblicher internationailtät überollen und schmeißen althergebrachte Werte über Bord.

    -> Das ist doch absoluter Käse. Was hat denn ein vertrocknetes Bildungssystem das vor Lücken nur so strotzt mit Werten zu tun. Man sollte sich nicht einfach an überflüssigen Sachen festhalten, und bloß weil der Deutsche mal wieder meint, den German Way gehen zu wollen wird der allgemeine Wettbewerb auch nicht ausgesetzt.

    Was jetzt die Anordnung der Landesregierung angeht, naja sie spiegelt ja nur diesen ganzen Unsinn wieder - denn irgendwelche Schreibtischtäter und irgendwelche Vorsitzende von Instituten und Manager von Großunternehmen aus dem Hut zaubern, dabei geht das doch an der Lebenswirklichkeit weitgehend vorbei.

    -> Genau diese Leute sind die Lebenswirklichkeit. Und wer für mehr Transparenz und eine verbesserte Vergelichbarkeit ist, ist doch nicht gleich Unrealist. Komischerweise sind deutsche Studenten nicht wirklich besser qualifiziert obwohl die Studienzeiten hier überdurchschnittlich lang sind.

    Das Diplom hat lange genug regiert und jetzt wird es Zeit für etwas neues. Genauso wie eine komplette Neuausrichtung des Schul- und Hochschulsystems notwendig ist. Es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis wirklich nur noch Absolventen von privaten oder semi-privaten Hochschulen wirklich hochqualifiziert sind. Man sollte alles mal etwas differenzierter betrachten und nicht nur meckern. An der FH München z.B. gibt es ab dem nächsten Semester in 14 Fachbereichen vll. noch 2 Diplomstudiengänge oder noch weniger, es ist also schon lange Relität deshalb kann ich die späte Aufregung nicht verstehen, dieses zweigleisige Bildungssystem ist jedenfalls keine schlechte Idee.

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  • Bin voll deiner Meinung, hab es genauso gemacht und werde in 2 Monaten hoffentlich fertig sein.

    In Deutschland zu studieren stand für mich von Anfang an ausser Frage. ok, ich hab es auch nur 5 min bis zur Grenze nach Holland!

  • Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland im europäischen Vergleich
    Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland im europäischen Vergleich

    von Barbara Kehm

    Eine Zwischenbilanz der Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen an deutschen Hochschulen zieht eine Studie des Wissenschaftlichen Zentrums für Berufs- und Hochschulforschung der Universität Kassel.
    Die Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vergleicht die Einführung der neuen Studienstrukturen in Deutschland mit sechs anderen europäischen Ländern (Österreich, Ungarn, Niederlande, Norwegen, Frankreich und Großbritannien); Dr. Barbara M. Kehm leitete die Studie. Die Ergebnisse flossen auch in die Diskussionen der Bologna-Folgekonferenz ein, zu der sich die europäischen Bildungsminister am 19. und 20. Mai in Bergen (Norwegen) trafen.
    Gut fünf Jahre nach der Bologna-Erklärung lassen sich in den untersuchten Ländern folgende Entwicklungen erkennen:
    * Von einer einheitlichen Struktur des Systems gestufter Studiengänge kann derzeit noch nicht gesprochen werden. Allerdings sind die Hochschulen aller Unterzeichnerländer intensiv in die erforderlichen Maßnahmen zur inhaltlichen und strukturellen Umstellung involviert.
    * Die Umsetzung findet in den beteiligten Staaten in unterschiedlichem Tempo statt. In Norwegen ist der Prozess weitgehend abgeschlossen; auch in den Niederlanden erfolgt eine zügige Umstellung. Deutschland liegt derzeit etwa im Mittelfeld.
    * Neue Akzente in der nationalen Koordinierung des Systems gestufter Studienstrukturen sind neben den gesetzlichen Regelungen vor allem der Auf- und Ausbau von Akkreditierungsagenturen sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und ?verbesserung.
    * Die Gesamtstimmung lässt sich als 'vorsichtig optimistisch' beschreiben. Allerdings unterschieden sich die Einschätzungen wichtiger Akteure und Interessengruppen durchaus voneinander. Die Hochschulleitungen sowie die Beschäftiger von Hochschulabsolventen und ihre Organisationen tendieren zu einer positiveren Bewertung der Bologna-Reformen als etwa die Studierenden und Lehrenden. In Deutschland ist man besonders weit fortgeschritten, was die Akzeptanz der neuen Studiengänge in der Wirtschaft angeht.

    Ein erstes Fazit zur Umsetzung der Bachelor- und Master-Studiengänge in Deutschland weist im Vergleich zu den anderen in die Studie einbezogenen Ländern folgende Besonderheiten auf:
    * Erstens gab es einen frühen Start der Bologna-Reformen, der allerdings von einer verzögerten Umsetzung abgelöst wurde. Derzeitig erweist sich vor allem die Tatsache als ein Hemmschuh, dass alle neuen Studiengänge akkreditiert werden müssen. Die Akkreditierungsagenturen können mit der Umstellungsdynamik nicht mehr Schritt halten.
    * Zweitens ergeben sich teilweise Funktionsüberschneidungen zwischen Universitäten und Fachhochschulen, da beide Hochschultypen sowohl Bachelor- als auch Master-Studiengänge anbieten können. Das Fortbestehen beider Typen wird jedoch nicht in Frage gestellt. Offen bleibt, ob sich in Zukunft die gestufte Struktur gegenüber der Unterscheidung nach Hochschultypen stärker ausprägen wird.
    * Drittens sind durch die für die Akkreditierung festgelegten Kriterien der Unterscheidung bei den Master-Studiengängen nach konsekutiv, nicht-konsekutiv oder weiterbildend sowie forschungsorientiert oder anwendungsorientiert Unklarheiten entstanden, die dem Ziel einer größeren Transparenz zunächst entgegenstehen.
    * Viertens gibt es in Deutschland, wie in den anderen untersuchten Ländern auch, vor allem gewisse Unsicherheiten über die Chancen der Bachelor-Absolventen von Universitäten auf dem Arbeitsmarkt. Die Unvertrautheit der Beschäftiger mit den Kompetenzen dieser Absolventen wird erst nach und nach abgebaut werden können. Die Bereitschaft dazu ist seitens der Wirtschaft in Deutschland vorhanden.

    Insgesamt und im Vergleich gesehen macht aber auch die Umsetzung der gestuften Studiengänge in Deutschland Fortschritte. In allen untersuchten Ländern, Deutschland eingeschlossen, ergaben sich Unterschiede zwischen der formalen und der inhaltlichen Umstellung. Etwa ein Drittel der neuen Studiengänge sind wirklich neu. Interessante und innovative Studiengänge finden sich vor allem auf der Master-Stufe, die im Unterschied zu den Bachelor-Studiengängen auch durch eine größere Flexibilität gekennzeichnet sind.
    Bachelor-Studiengänge sind demgegenüber straffer organisiert, da sie dazu beitragen sollen, einen größeren Teil der Studierenden als zuvor in kürzerer Zeit zu einem berufsqualifizierenden Abschluss zu bringen.

    Die Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen einer Pressekonferenz des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft am 13. Mai in Berlin vorgestellt.
    Der Volltext der Studie ist im Internet unter folgender Adresse zu finden:
    https://www.study-board.de/www.bmbf.de

    Prof. Dr. Barbara M. Kehm ist Universitätsprofessorin für Hochschulforschung am Wissenschaftlichen Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung der Universität Kassel.

    Mit besten Grüßen,
    Gerulf

  • Ich sehe die aktuelle Akzeptanz der Arbeitgeberverbände als größtes Problem. Welchen Stellenwert hat ein Bachelor im Vergleich zum Diplom eigentlich und wie wirkt sich der Abschluss auf die Gehaltsfrage aus? Die Vorteile wie die internationale Ausrichtung und die verkürzten Studienzeiten stehen den inhaltlich abgespeckten Lehrplan entgegen. Die Bauindustrie hat sich sogar gegen den Bba ausgesprochen, weil der dem klassischen Dipl.- Bauing. nicht entspreche und nur "halbfertige" Ings hervor bringt.

    Die öffentlichen Meinungen dazu: „Mit einem Mal kommt es knüppeldick für die Reformer. Der deutsche Bachelor sei in Amerika nichts wert, warnt die FAZ gern. Und vergangene Woche erst berichtete der Spiegel in seiner Online-Ausgabe, daß gerade die innovativsten deutschen Hochschulen, die führenden technischen Universitäten, lieber beim guten alten Diplom bleiben würden, anstatt einen „Schmalspur-Bachelor“ einzuführen.“

    Ein Problem, dass ich dabei noch sehe, ist die Vielzahl der Bba-Anbieter. Man muß schon heute jeden Abschluß unter die Lupe nehmen, um nicht auf irgendeinen Anbieter hereinzufallen, denn den Bba verkaufen nicht nur die staatlichen Hochschulen.

  • Allgemein gilt, dass ein Bachelor-Abschluss einer Uni soviel wert ist wie das Diplom der FH. Dementsprechend wird sowohl im Staatsdienst als auch in der Wirtschaft bezahlt.

    Intoleranter sturer egoistischer kapitalistischer marktradikaler rechter Hippie.