Makroökonomie Wirtschaftssektoren Zahlungsbilanz

  • Hallo zusammen,

    ich sitze gerade an einer AKAD-Hausarbeit und habe mir bei der Ausarbeitung des Stoffes folgende Verständnisfragen im Bereich der Makroökonomie notiert:

    Wie könnte man den Begriff Sektoren i.S. von Wirtschaftssektoren am besten definieren?

    Wie wirkt sich ein Ungleichgewicht in der Zahlungsbilanz auf die anderen volkswirtschaftliche Märkte aus?

    Würde mich sehr über Eure Hilfe und Antworten freuen.

    Bitte entschuldigt das "banale" Niveau meiner Fragen, aber ich habe erst gerade mit dem Studium begonnen.

    Danke
    Andrea

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  • Hallo,

    Primärsektor
    Zu diesen Sektoren gehören Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei sowie der Bergbau.


    Sekundärsektor
    Der Sekundärsektor umfasst das produzierende Gewerbe einer Volkswirtschaft, das heißt Verarbeitung von Rohstoffen, etwa Verarbeitendes Gewerbe, Industrie, Handwerk, Energiewirtschaft, Energieversorgung und Wasserversorgung aber nicht Baugewerbe. Synonym wird der Begriff des industriellen Sektors verwendet.

    Charakteristisch für den Sektor ist die Weiterverarbeitung von Gütern aus dem Primärsektor, wodurch er materialintensiv ist. Durch den Produktionsprozess mittels Einsatz von Investitionsgütern ist er kapitalintensiv.


    Tertiärsektor
    Der Tertiärsektor oder auch Dienstleistungssektor umfasst alle Unternehmen einer Volkswirtschaft, die Dienstleistungen erbringen. Ihm gehören unter anderen folgende Wirtschaftszweige an:

    Handel
    Verkehr, Logistik
    Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe
    Nachrichtenübermittlung
    Kreditinstitute
    Versicherungen
    Wohnungsvermietung
    sonstige Unternehmen oder freie Berufe, die Dienstleistungen erbringen
    Organisationen ohne Erwerbscharakter
    Gebietskörperschaften
    Sozialversicherung
    Banken
    private Haushalte
    öffentliche Haushalte, z. B. Staat, Gemeinden, Bundeswehr etc.
    Charakteristisch für den Sektor ist die Produktion durch Einsatz von Arbeit, dadurch ist der Sektor personalintensiv.

    Aufgrund der volkswirtschaftlich bedeutenden Tätigkeit werden gewisse Zweige des Tertiärsektors oft separat aufgeführt. Dies betrifft in der Regel die Bereiche Handel, Verkehr und öffentliche Haushalte. Sinnvoll ist diese Untergliederung insbesondere für dienstleistungsintensive Standorte: Städte wie Frankfurt am Main, Bonn, London oder Paris erwirtschaften um die 90% ihrer Bruttowertschöpfung im Dienstleistungsbereich.


    Quartärsektor
    Es gibt unterschiedliche Definitionen für den Quartären Sektor. Jean Gottmann definierte 1961 die in diesen Sektor fallenden Tätigkeiten als Tätigkeiten aus dem Bereich des tertiären Sektors, die besonders hohe intellektuelle Ansprüche stellen und ausgeprägte Verantwortungsbereitschaft erfordern. Hierunter fallen insbesondere Beratung (Rechtsanwälte, Wirtschaftsberater, Steuerberater, Heil- und Erziehungsberufe und Informationsdienstleistungen). Im klassischen tertiären Sektor befinden sich so Dienstleistungen wie Reinigung, Reparatur oder Transportdienste.

    Mitunter werden unter dem Begriff Quartärer Sektor auch alleine die zur Zeit rasch expandierenden Informationsdienstleistungen subsumiert, also alle Branchen, die sich mit Erstellung, Verarbeitung und Verkauf von Informationen (Daten und Wissen) beschäftigen.

    Eine weitere Definition sieht als Quartären Sektor Dienste, die im Bereich Freizeit und Unterhaltung erbracht werden und trägt so diesem ebenfalls rasch wachsenden Wirtschaftssektor besonders Rechnung.

    Hans Linde verstand unter dem Quartären Sektor 1977 Dienstleistungen, die nicht durch marktwirtschaftliche Prinzipien gelenkt sondern politisch reguliert werden (Staatliche Dienstleistungen).


    Quellen Absatz neun und vier: Heinritz, G. (1990), Der tertiäre Sektor als Forschungsgebiet der Geographie, in: Praxis Geographie, H.1, S.6-12


    Quintärsektor
    Gelegentlich wird dieser Begriff auch für die Entsorgungswirtschaft verwandt. Die ursprüngliche Einprägsamkeit des fourastiéschen "3-Sektoren"-Ansatzes gerät freilich dadurch ins Schwimmen.


    zu deiner zweiten Frage hilft dir vieleicht dies hier weiter:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlungsbilanz

    In der Zahlungsbilanz werden alle wirtschaftlichen Transaktionen eines Landes mit dem Ausland erfasst. Die Zahlungsbilanz setzt sich aus mehreren Teilbilanzen zusammen. Grob gegliedert gibt es die Zweiteilung in die Leistungsbilanz einerseits und die Kapitalbilanz andererseits. Die Leistungsbilanz setzt sich wiederum aus vier Teilbilanzen zusammen:

    1. Die Handelsbilanz, in der Ausfuhr und Einfuhr von Waren erfasst werden.

    2. Die Dienstleistungsbilanz, in der die Einnahmen und Ausgaben für den Außenhandel mit Dienstleistungen (größter Posten ist der Reiseverkehr) verbucht werden.

    3. Die Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen (zum Beispiel die Erträge aus Kapitalanlagen im Ausland).

    4. Die Bilanz der laufenden Übertragungen (größter Posten sind die Leistungen an den EU-Haushalt).
    In der Kapitalbilanz werden der Zufluss und der Abfluss von Kapital (Direktinvestitionen, Wertpapieranlagen) und der Kreditverkehr mit dem Ausland verbucht. Der buchungstechnische Ausgleich zwischen Leistungsbilanz und Kapitalbilanz findet in der Veränderung der Devisenreserven statt. In der wirtschaftspolitischen Diskussion spielt das "Zahlungsbilanz-Gleichgewicht" eine wichtige Rolle. Dieser Begriff ist zwar schillernd, aber leicht missverständlich. Denn rein formal ist die Zahlungsbilanz - wie jede Bilanz - stets ausgeglichen, da sie nach dem Prinzip der doppelten Buchführung aufgebaut ist. Meist wird, wenn es um das außenwirtschaftliche Gleichgewicht geht, die Leistungsbilanz in den Blick genommen und ein Leistungsbilanzüberschuss als Zeichen einer hohen Wettbewerbskraft einer Volkswirtschaft gesehen. Hierbei gilt es jedoch zu bedenken, dass einem Leistungsbilanzüberschuss stets ein Defizit in der Kapitalbilanz (einschließlich der Devisenreserven) gegenübersteht. Kapitalabflüsse wiederum gelten als Indiz einer Standortschwäche.

    hier noch ein Link zu diesem Thema.

    http://www.wiwiss.fu-berlin.de/w3/w3bassel/fi…-mbt-ss2002.pdf

    Ich hoffe ich habe ein wenig geholfen.

    Gruß

    Denny

    Nichts ist unmöglich, bis man sich selber davon überzeugt hat.