Kosmetik anbieten?

  • Hey ihr Süssen.
    Da ihr euch ja wirklich auszukennen scheint habe ich mal einpaar Fragen an euch, von denen ich hoffe ihr könnt sie mir beantworten...
    Also... ich habe vor etwas mehr als einem Jahr meine Ausbildung als staatlich annerkannte Kosmetikerin an einer 2 jährigen Berufsfachschule abgeschlossen. Habe danach dann erstmal im Sonnenstduio gearbeitet da ich nicht gleich in meiner Branche was gefunden habe... seit fast 2 Monaten arbeite ich jetzt als Angestellte in einem Kosmetikstudio (als Teilzeit) und obwohl mir die Arbeit eigentlich gefällt... mußte ich leider festestellen dass, obwohl ich nochzuhause wohne und keine Miete zahlen muss, das Geld doch sehr mickrig ist und man schlecht davon leben kann, spich verdienen und noch etwas beiseite tuhen.

    So kam ich zu meiner Idee mich selbständig zu machen und MOBILE KOSMETIK anzubieten.... ein Auto habe ich schon... und für die ersten Anschaffungen an Cremes entsprechend für jeden Hauttyp, hätte ich auch noch was über... bloß leider weiß ich überaupt nicht wie ich das ganz anstellen soll... wo ich anfangen soll, wieviel mich das ganze kostet, woher ich meine Kunden bekomme etc.
    Das einzigste was mir bekannt ist das ich einen Gewerbeschein haben muss!! Nur was gehört noch dazu??... kann ich langsam damit anfangen und trotzdem noch nebenbei im Kosmetikstudio arbeiten?... und wenn ich dann genug Kunden für mich habe, kann ich mich dann ya voll und ganz meinem kleinen Unternehmen widmen?!?
    Oder wie mach ich das am besten??

    ICH AG kommt für mich leider nicht in Frage, da ich KEIN Anspruch auf Arbeitslosengeld habe, da ich noch nicht mindestens ein Jahr steuerpflichtig gearbeitet habe, sondern immer nur geringfügig...

    Ich wäre super dankbar über einpaar weiterhelfenden Tipps von euch!! ;)
    Was haltet ihr von meiner Idee?? Hat sie überhaupt eine Zukunft?
    Vielen Dank im Vorraus, Sally <3

  • Hey Gast!
    Hast Du eine Frage, die Du gerne beantwortet haben möchtet? Klickt auf den folgenden Link und Du wirst die Antwort finden:

    Hier findest Du die Antworten

    Egal, ob es sich um eine Frage zu einem bestimmten Thema in eurem Studium oder um allgemeine Ratschläge handelt - wir haben die Antworten, die ihr sucht. Also zögert nicht und klickt auf den Link! Wir freuen uns darauf, euch zu helfen.

  • Punkt 1.) Mit dem aktuellen Arbeitgeber eine Nebentätigkeit abklären, ob das wirklich sein muss keine Ahnung aber sicher ist sicher.
    Dann kannst du auch langsam mit dem eigenen Geschäft anfangen.

    Punkt 2.) Zur zuständigen Verwaltung gehen einen Gewerbeschein hohlen. Am besten recht umfangreiche Rechte inkl. Handel mit Kosmetika etc. eintragen lassen - man weiß ja nie, vielleicht erschließt sich dir ne günstige Zulieferquelle und dann ab zu E-Bay damit

    Punkt 3.) Marketing - naja keine Ahnung wo du herkommst, vielleicht habt ihr ja ein Stadtportal im Internet, dich da ins Gewerbeverzeichnis eintragen, schau auch mal nach was ein Eintrag in den Gelben Seiten kosten würde - da schauen immer noch die meisten Leute nach.

    Ich bin sicher ihr habt irgendwo ein Anzeigenblatt, das gratis an alle Haushalte verteilt wird. Da drin ne Kleinanzeige schalten.
    Bei uns wird das meist von Kiddis ausgetragen, denen kann man nen 50iger geben dann tragen die z.B. auch gleich die eigene Flyer mit aus ohne dass man die massigen Beilagengebühren zahlen muss - mal im Copyshop fragen was Flyer kosten, werden auch bei E-Bay oder im Web zur Bestellung angeboten.

    Vielleicht ne einfache oder auch komplexe eigene Webseite erstelle und dann bei Google Werbung kaufen für die Schlagwörter "Kosmetikerin + der Name deiner Stadt" bei Google lassen sich die Werbekosten glaub ich ganz gut kalkulieren.

    Es gibt ein paar Provisionsunternehmen in deiner bzw. verwandten Branche, (Kosmetikberatung, Herbal-Life Beratung) wenn du sowas als Nebengeschäft mit dazu nimmst, kriegst du vielleicht sogar Werbekostenzuschüsse, wenn du dann als Vermittler "Mobile Kosmetik so und so , nebst E-Mail und Webseite angibst, kommen da vielleicht auch noch ein paar gratis Kundenkontakte für das "Kerngeschäft" raus.

    In vielen Supermärkten gibt es die großen Pinwände, da ne schöne Anzeige ran pinnen - da du das gewerblich machen willst, solltest du aber vielleicht Fragen ob du darfst, ich hab zar keine Ahnung ob die da schauen, aber sicher ist sicher.

    In deinem Fall dürfte Mund zu Mund propaganda am wichtigsten sein, also rede viel über dein Vorhaben im Bekannten und Verwandtenkreis, nicht verkaufen, nur erzählen dass du das jetzt machst - dass ist dann vielleicht auch in deren weiterem Verwandten und Bekanntnekreis ein GEsprächsthema und vielleicht fragt ja auch mal einer nach deiner Nummer.
    Oder du machst es ganz dezent besorgst dir auch noch ein paar Visitenkarten z.B. von Vistaprint die mir ständige die E-Mail damit zuspammen das ich 250 Stück gratis krieg und nur die Versandkosten zahlen muss, und grinst deine Freunde dann ganz lieb an Kuck mal meine Neue Visitenkarte - auch eine Möglichkeit so ein Gespräch anzufangen und der entsprechenden hat dann auch gleich deine Nummer parat, wenn er tatsächlich mal darauf angesprochen werden sollte.

    So, ist jetzt erstmal alles was mir einfällt!

    Kiva.org — Loans that change lives
    Make a small loan, make a big difference — Check out Kiva to learn how!

  • oh vielen dank dir;) hast mir schon riesig weitergeholfen.ich werd mir gleich nächste woche dann mal einen gewerbeschein holen... (hoffe der koset nicht so viel)
    Ist eigentlich das einzigste was ich zahlen muss oder kommen da noch mehr kosten auf mich zu?? Abgesehen von Werbung...! Ich würd nicht so gern bei meiner Arveitsstelle erzählen was ich vorhab.. müssen die das denn mitbekommen?
    würd mich über weitere tipss freuen
    lg sally

  • Keine Ahnung was ein Gewerbeschein kostet, als ich vor unzähligen Jahren mal Praktikum in der öffentlichen Verwaltung gemacht habe, waren das glaub ich mal 25,-- DM, aber seither sind schon ein paar Gebührenreformen durchs Land gezogen.

    Naja, ich würde mal sagen, Steuern solltest du, als guter und ehrlicher Bürger, auf jeden Fall zahlen und eine entsprechende Haftpflichtversicherung wäre auch nicht zu verachten, falls eine deiner Cremes mal eine unvorhergesehene Wirkung haben sollte - ich fürchte nämlich da greift die Privathaftpflicht nicht.

    Was das Mitteilen deiner Betätigung bei deinem Arbeitgeber angeht, es heist zwar immer, wo kein Kläger da kein Richter, aber da du ja in der selben Branche tätig werden willst, könnte es zu Komplikationen kommen.
    Da solltest du aber wohl besser mal in nem Juraforum unverbindlich nachfragen -denn davon hab ich absolut keine Ahnung, vielleicht findet sich ja auch hier noch einer der dir das genauer beantworten kann.

    Kiva.org — Loans that change lives
    Make a small loan, make a big difference — Check out Kiva to learn how!

  • Hi du!

    ich denke einfach den Arbeitsvertrag lesen. Ich hatte welche, da stand drin "jegliche Art von Nebentätigkeiten sind ausgeschlossen" und des weitern einmal "Nebentätigkeiten müssen angegeben werden". Einfach mal durchblättern.

    Eine weiter Alternative würe für dich erst einmal ein Kleingewerbe anzumelden. (Jahresgewinn ca. 7000.- Euro). Das bedeutet für dich weniger Aufwand und besseren Überblick. Wenn du gleich ein richtiges Gewerbe anmeldest musst du i.d.R. Vorsteuer zahlen. Als Kleinunternehmer musst du auch keine Umsatzsteuer zahlen. Du machst am Ende des Jahres deine GuV und von dem Reingewinn zahlst du dann ca. 30% Steuern. Da du auch nicht im "Großkunden"bereich tätig bist, kannst du das ohne Probleme machen, weil als normaler Kunde bekommst du ja vom Finanzamt kein Geld wenn du zur Kosmetikerin gehst.

    Noch ein weitere Tipp am Rande: Ein Kleinunternehmen kann man auch rückwirkend anmelden. Das bedeutet, ich würde an deiner Stelle erst einmal schauen, wie es läuft und dann mich anmelden. Das geht i.d.R. auch ohne Problem (weiß ich als ehemalige Beraterin Tupperware).

    lg
    toxi

  • Hallo Sally,

    ich wäre da etwas vorsichtig. Du willst Dich ja in dem Beruf nebenbei "betätigen", in dem Du hauptberuflich angestellt bist. Da kann Dir Dein Arbeitgeber einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen, da Du ja quasi zu ihm in Konkurrenz tritts. Ob Du ihn dabei informierst oder nicht sei dahin gestellt. Wenn er es rauskriegt musst Du in diesem Fall mit ner Kündigung rechnen.

    mfg D.