Abendstudium, schon Bachelor lieber Diplom... keine leichte Entscheidung

  • Hallo zusammen,

    ich plane dieses Jahr ein Abendstudium zu beginnen. Kurz zu meiner Vorgeschichte ich komme aus Berlin und wohne zur Zeit in Remscheid, dort habe ich im Januar 2001 meine Ausbildung als IT-Kaufmann abgeschlossen und arbeite bei der Firma als Consultant Customer Management. Ich habe kein Abitur, da ich mich im lezten Jahr nicht zusammenreissen konnte. Somit kann ich leider nur mit einem Realschulabschluss aufwarten. Ich überlege schon länger ein Abendstudium hinten dranzuhängen und wollte dieses Jahr starten. Meine erste Wahl viel auf die FHDW in Bergisch Gladbach, dort hätte ich gerne den Studiengang für Dipl. Wirtschaftsinformatik begonnen. Nun gibt es seit diesem Jahr diesen Studiengang nicht mehr und es wird als Alternative ein Bachelor Information Science for Business angeboten.Der Studiengang dauert genauso lange wie letztes Jahr das Diplom (3 Jahre), erschreckender Weise ist es auch noch um 100€ teurer geworden.

    An der FOM in Köln hat man noch die Möglichkeit einen normalen Dipl WiInf Studiengang zu besuchen. Dauer auch drei Jahre.

    Andere Schulen hier in der Nähe habe ich mir noch nicht angesehen

    Ich weiß im Moment nicht so recht wie ich mich Entscheiden soll. Erstmal muss ich darauf achten, dass ich auch mit meiner abgeschlossenen Berufsausbildung und meiner Berufserfahrung einen Studienplatz bekomme. Für die FHDW würde sprechen, dass zwei meiner Kollegen dort schon studieren und ich so schon von Anfang an eine Fahrgemeinschaft hätte und sie mich beim Lernen unterstützen könnten. Dafür gibt es "nur" einen Bachelor. In der gleichen Zeit könnte ich an der FOM in Köln meinen Dipl. WiInf machen. Allerdings habe ich von einigen gehört, dass die FOM recht theoretisch und trocken sein soll, die FHDW ist vom Studieninhalt wesenentlich interessanter aufgebaut. Ein weitere Punkt für die FHDW wäre das ich nur Freitags und Samstags zur Uni müsste, die Veranstaltungen in der FOM finden 2x Wöchentlich und Samstags statt.

    Ich finde es klasse wenn Ihr mir einige Ratschläge geben könntet, soll ich lieber versuchen noch ein gutes altes Diplom zu ergattern oder ruhig den Bachelor machen?

    Da das Diplom eher mit dem Master verglichen wird, müsste ich anschließend noch zwei Jahre dranhängen um was gleichwertiges zu bekommen.

    Vielen Dank im Voraus!

    Freundliche Grüße
    timsen

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  • Die Entscheidung Diplom vs. Bachelor kannst du ruhig hintenanstellen, dieses ganze hin und her und rumgejammere spielt sowieso keine Rolle, v.a. sind in deinem Falle die Studienzeiten gleich, was natürlich komisch ist. Viel wichtiger sind die Lerninhalte, die Reputation der Hochschule und was du draus machst. Und dieses Diplom vs. Master geht auch langsam vorbei, denn die Bachelors/Bacheloretten(?) dürfen nun auch direkt promovieren. Die Unterschiede verschmelzen und das ist auch gut so.

    Gruß
    Markus

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  • Hmm, beide Schulen haben einen guten Ruf. Bei der FHDW klingen die Studieninhalte wesentlich interessanter. Bei der FOM klingt alles recht theoretisch und verstaubt. Doch da beide gleich lange Studienzeiten haben, ist die Überlegung natürlich da. Bei der FOM kostet es auch nur 280€ im Monat, die FHDW will stolze 580€ pro Monat.

  • Ist Bachelor eigentlich leicheter als ein Diplom? Bei Vollzeitstudium ist ja im Gegensatz zum Abendstudium die Regelstudienzeit bei einem Bachelor geringer.

    EDIT:

    Da fällt mir noch ein, woher hast Du das mit dem promovieren. Auf der Seite der FHWD habe ich folgendes gefunden:

    Kann ich mit dem Bachelor promovieren?
    Eine Promotion ist im unmittelbaren Anschluss an einen Bachelorabschluss alleine nicht möglich. Es muss zusätzlich in einem ein- bis zweijährigen Studium ein aufbauender Masterabschluss erworben werden, um sich auf den Erwerb eines entsprechenden Titels vorzubereiten.

  • Zitat


    Ist Bachelor eigentlich leicheter als ein Diplom? Bei Vollzeitstudium ist ja im Gegensatz zum Abendstudium die Regelstudienzeit bei einem Bachelor geringer.

    Mit der Schwierigkeit hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Es fehlen beispielsweise ein paar mehr oder weniger un/sinnige Wahlfächer und evtl. ein Praxissemester. So kann z.B. schon zwei Semester einsparen. Ich sehe das ziemlich positiv.

    Zum Thema Promotion: Der bayr. Senat hat erlassen dass man mit einem Bachelor, egal ob von der FH, Uni, TU oder dergleichen promovieren darf. Die Eignung wird über ein Eignugsfeststellungsverfahren geprüft. Inwiefern das umgesetzt wird bleibt abzuwarten.

    Gruß
    Markus

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  • Zitat

    Original von timsen
    Ist Bachelor eigentlich leicheter als ein Diplom?

    Nein, Bachelor ist definitiv schwerer.
    Man schreibt ausserdem weit mehr Klausuren.
    Die BWL'er schreiben beispielsweise 25 Klausuren in den ersten 3 Semestern.

    NO PAIN, NO GAIN

  • Zitat

    Nein, Bachelor ist definitiv schwerer.
    Man schreibt ausserdem weit mehr Klausuren.
    Die BWL'er schreiben beispielsweise 25 Klausuren in den ersten 3 Semestern.

    Das hätte ich jetzt nicht gedacht, warum wird dann ein Diplom eher mit einem Master verglichen? Wenn ein Diplom leichter ist und dann auch noch mehr wert, werde ich wohl eher da Diplom versuchen. Auch wenn mich der Studieninhalt vom Bachelor bei der FHDW mehr anspricht, allerdings kommen ja dazu noch die doppelten Studiengebühren 8o

  • Ich muss B-Rabbit hier total widersprechen. Wie von mir oben erwähnt kann man die Schwierigkeit als identisch ansehen, es gibt nur geringe Differenzen in der Anzahl der Stunden. Im Großen und Ganzen sind die Klausuren gleich. Der maßgebliche Unterschied ist die geringere Anzahl der Fächer.

    Gruß
    Markzs

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  • Also, ich würd mich auf jeden Fall für ein Diplom entscheiden, wenn du es noch machen kannst. Andererseits, wenn dir nur ein Diplom an einer FH angeboten wird, dann würd ich doch lieber auf Bachelor satteln, weil du ansonsten nach dem Abschluss so ein häßliches Diplom-Kaufmann (FH) im Titel hast...

    Abendstudium in Köln findeste übrigens alle unter http://www.studieren-berufsbegleitend.de gut aufgeschlüsselt...

  • Hi,

    ich würde Dir auch ein Diplom empfehlen, denn dieser Abschluss hat sich über Jahrzehnte bewährt und jeder Arbeitgeber kann damit etwas anfangen. Die Unmengen an Bachelorabschlüssen hingegen überblickt doch niemand. Zudem hat der Bachelor den Makel bzw. Ruf, ein Schmalspurabschluss zu sein. Ein Diplom ist außerdem nur mit einem Master gleichwertig. Ein normaler Bachelor an der Uni dauert ja ca. sechs Semester - früher war das die Zwischenprüfung. Ein reguläres Diplom bzw. ein Master hat neun Semester.

    Btw: Natürlich hat sich auch die Struktur des Studiums verändert und gleicht heute eher der Schulzeit. Auch die Art des Lernens ist ähnlich geworden - auswendig lernen bis zur Prüfung, Prüfung schreiben, vergessen. Nächste Prüfung vorbereiten und auswendig lernen, usw. In sechs Semestern gibt es kaum Zeit, nach links und rechts schauen. Und: Am Ende hast du "nur" einen Bachelor.

    Und das man heute mit Bachelor schon promovieren können soll, ist nur Ausdruck eines Ökonomisierungsprozesses von Wissenschaft und Universität. Alles muss günstig, schnell und effizient sein - für Studieren im wahren Sinne des Wortes, etwas intensiv betrachten, gibt es mit dem Bachelor keine Zeit mehr. Der Bachelor ist meiner Ansicht nach auch kein Studium, sondern eine Schulausbildung. Denn ein Studium erfordert Zeit und sollte mehr umfassen, als einen vorgegebenen Lernstoff in möglichst kurzer Zeit unter hohem Druck auswendig zu lernen.

    Mein Rat: Wenn du die Chance auf ein Diplom hast, mach lieber das Diplom.