Zinssatz für Fremdkapital und Unternehmergewinn

  • Hallo,

    ich stehe bei folgender Frage auf dem Schlauch und hoffe jemand kann mir helfen:

    "Mit steigendem Zinssatz für Fremdkapital sinkt (auch bei einer ausschließlich mit Eigenkapital finanzierten Unternehmung) der Unternehmergewinn im engeren Sinn."
    Ist die Aussage richtig oder falsch? Kurze Begründung?

    Bin dankbar für jede Hilfe

    LG
    Steffi

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  • Zitat

    Original von Steffi_22
    Hallo,

    ich stehe bei folgender Frage auf dem Schlauch und hoffe jemand kann mir helfen:

    "Mit steigendem Zinssatz für Fremdkapital sinkt (auch bei einer ausschließlich mit Eigenkapital finanzierten Unternehmung) der Unternehmergewinn im engeren Sinn."


    Gewinn = Erlös - Kosten

    Der Gewinn kann primär nur durch Beeinflussung der Erlös- oder Kostenseite verändert werden. Die Erlösseite wird von der Veränderung direkt nicht beeinflusst. Die Kosten setzen sich u.a. auch aus Vorproduktleistungen zusammen, was dazu führt, dass bestimmte Vorprodukte von fremdkapitalfinanzierten Unternehmen teurer werden, da diese meist den Zinssatz, den sie Zahlen müssen auf ihre Vorprodukte umlegen.

    Ich weiß jetzt allerdings nicht was mit dem engeren Sinn gemeint ist. Indirekt wird der Gewinn definitiv auf lange Sicht beeinflusst. Kurzfristig wohl kaum.

    Zitat von John Maynard Keynes:

    "Solange die Nationalökonomen leben, nimmt niemand von ihnen Notiz, und wenn sie tot sind, richten sie großen Schaden an." :D

  • Nur zur "im engeren Sinn":

    wenn ich jetzt nichts verwechselt habe, dann geht es um reine Profite
    und nicht um sog. Normalgewinn.

    Also der Normalgewinn ist in etwa das was der "Chef" als Gehalt verdient.
    Profite dann eben die Rendite die anfällt bzw. die Unternehmensgewinne
    (wohl nach Besteuerung).


    Wenn ich was verwechselt habe - bitte um Korrektur.

  • Zitat

    Original von Sabine-123
    Nur zur "im engeren Sinn":

    wenn ich jetzt nichts verwechselt habe, dann geht es um reine Profite
    und nicht um sog. Normalgewinn.

    Also der Normalgewinn ist in etwa das was der "Chef" als Gehalt verdient.
    Profite dann eben die Rendite die anfällt bzw. die Unternehmensgewinne
    (wohl nach Besteuerung).


    Wenn ich was verwechselt habe - bitte um Korrektur.

    Zitat

    Original von Steffi_22
    "Mit steigendem Zinssatz für Fremdkapital sinkt (auch bei einer ausschließlich mit Eigenkapital finanzierten Unternehmung) der Unternehmergewinn im engeren Sinn."


    Es geht hier definitiv um pagatorische Gewinne, die bei einem vollständig mit Eigenkapital finanzierten Unternehmen den Gesamtkapitalgewinnen entsprechen.

    Gruß,
    Christian

    Zitat von John Maynard Keynes:

    "Solange die Nationalökonomen leben, nimmt niemand von ihnen Notiz, und wenn sie tot sind, richten sie großen Schaden an." :D

  • Jetzt habe ich die Aufgabe auch auf dem Tisch liegen, jedoch andere Überlegungen dazu angestellt:

    [FONT=&quot]Ich halte die Aussage aus nachfolgendem Grund für richtig. [/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]Der Unternehmensgewinn im engeren Sinne ist doch der Teil, der nach Abzug des Endgeltes für seine Arbeit (Unternehmerlohn) und des kalkulatorischen Eigenkapitalzinses (sofern Unternehmer und Kapitalgeber identisch sind) vom Unternehmensgewinn im weiteren Sinn als Gewinn übrig bleibt. Die kalkulatorische Verzinsung des Eigenkapitals orientiert sich am marktüblichen Zinssatz für langfristig gewährtes Fremdkapital. Erhöht sich also der Zinssatz für Fremdkapital, ist die kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung höher anzusetzen, damit sinkt der Unternehmergewinn im engeren Sinne.[/FONT]

  • Ich bin auch Rainers Meinung. Die Aussage sollte richtig sein. Die Berechnung steht auf Seite 35 (SGD).
    Viel Spaß weiterhin Jungs und Mädels :)

    P.S.: Falls die Antwort falsch ist, werde ich es euch hier berichten!