Monopol, KR, Preisbildung

  • Hi ,

    kann mir jemand verraten, wie man beim Monopol den Preis errechnet, wenn die Inverse und die Kostenfunktion gegeben sind?
    Zum einen weiß ich, dass man über Erlöse-Kosten und dann über die Gewinnmaximierung die Monopolmenge und den Preis errechnen kann. Ich wunder mich, dass man manchmal über die Optimalitätsbedingung p=GK auf das Ergebnis kommt. Wann nehm ich nun welchen Ansatz?
    Eine Hilfestellung für die Konsumentenrente bräucht ich auch. Ich muss ständig eine Zeichnung vorweg skizzieren, dass ich mir die Rente als Dreieck besser vorstellen kann. Das muss doch auch anders gehen, oder? ;)

    Gruß, Silverrose

  • Der Monopolist, der bei Gewinnmaximierung den Preis p setzt, verkauft also die Menge x. Der Erlös ist also p(x)x und die Kosten sind k(x)x.

    Der Gewinn ergibt sich aus dem Maximierungsproblem. g=p(x)x - k(x)x => g'= Maximalgewinn

    Somit ergibt sich der Monopolpreis bei: p=gx + k(x)x

    Bei Monopolpreisbildung gehst du im Allgemeinen immer über den Ansatz Grenzerlös = Grenzkosten, egal ob es über p = GK auch geht.

    PS: Hoffe es stimmt alles, die Monopolpreisbildung liegt bei mir schon ein paar Semester zurück. :D

    Mit freundlichen Grüßen,
    Christian

    Zitat von John Maynard Keynes:

    "Solange die Nationalökonomen leben, nimmt niemand von ihnen Notiz, und wenn sie tot sind, richten sie großen Schaden an." :D

  • Hallo,
    bist du dir da sicher? VWL ist bei mir schon eine Weile her.
    Wenn ich den Gewinn maximieren möchte setzet ich doch die Gewinnfunktion gleich 0, d.h. aber nicht das der Grenzerlös der Maximalgewinn ist.

    Zitat

    g=p(x)x - k(x)x => g'= Maximalgewinn

    Wenn ich die Gewinnfunktion gleich Null gesetzt habe gilt immer Grenzerlös = Grenzkosten, unabhängig von der Marktform.

    Zitat

    Bei Monopolpreisbildung gehst du im Allgemeinen immer über den Ansatz
    Grenzerlös = Grenzkosten, egal ob es über p = GK auch geht.

    Im Wettbewerb ist der Preis aber unabhängig von der Ausbringungmenge, d.h es gilt:
    Preis = Grenzkosten. Das gilt aber nur im Wettbewerb.

    Im Monopol ist der Preis aber abhängig von der Ausbringungsmenge, d.h.
    es gilt folgendes:
    [latex]g = p(x)\cdot x - k(x) \cdot x - k_{fix}[/latex]
    [latex]\frac{\partial g}{\partial x} = g' = p(x) + p'(x) \cdot x - k'(x)[/latex]

    Maximierung:
    [latex]g' = 0[/latex]
    [latex] p(x) + p'(x) \cdot x = k'(x)[/latex]

    Hier kannst du jetzt deine Inverse einsetzten und das ganze dann auflösen.

    Gibts auch eine konkrete Aufgabe dazu?

    Gruß Marcel

  • Vielen Dank für Eure Antworten. Die Erklärungen sind sehr verständlich. 8)
    In Bezug auf "Einsetzen der Inversen" kann ich daraus schließen, dass ich, wenn ich die Inverse nicht gegeben habe, zwingend eine bilden muss? Ich denke beim Monopol ja, oder?

    Die konkrete Aufgabe dazu lautet:

    In Muc sei die inverse Nachfrage nach einer bestimmten Nudelsorte gegeben durch p=16-1/4x. Zu Beginn ein Anbieter, wobei Kosten von c=20+4x anfallen.

    Wenn ich nach Marcel`s Schema vorgehe, bekomme ich x=24. Muss stimmen.

    Bei der Konsumentenrente nehme ich an, gehe ich wie folgt vor:
    x/2 * (p-GK)
    Ist das richtig? Habe ich geraten, denn so komme ich auf 72.


    Und dann:
    Ein zweiter potentieller Anbieter mit derselben Technologie tritt in den Markt ein.
    Berechnen Sie die neuen Reaktionsfunktionen, den neuen GG-Preis, das Angebot im Gleichgewicht und die Gewinne beider Unternehmen sowie die KR.

    x1 und x2 sind dann 16, weil wir ja im Oligopol sind...
    Aber die Reaktionsfunktion. Wahrscheinlich habe ich nur grad ein Black-Out und ich weiß es doch :rolleyes:

    Gruß, SRose